Entäuschte mich Yorn noch mit seinem vierten Studiowerk "Back & Fourth", mit dem er sich dem Folkpop zuwandte und dem Album "Break Up", auf dem er mit der Schauspielerin Scarlett Johansson ein Duo à la Serge Gainsbourg/Brigitte Bardot versuchte zu reproduzieren, so überzeugt bin ich von dem neuen 'alten' Pete Yorn. Mit seinem fünften, selbstbetitelten Album kehrt er dank der Unterstützung von niemand geringerem als Frank Black (Pixies)zu seinen Wurzeln zurück. Der Einfluss bleibt nicht unbemerkt - Pete Yorn tönt entschieden rockiger, rauher, mutiger. Aufgenommen wurden die Songs des Albums im Jahre 2008. Innerhalb von fünf Tagen wurden die Songs komplett eingespielt und wenn man sich das Album anhört, dann beginnt man zu verstehen, wo Yorn's Wut in seinen Songs auf "Back & Fourth" geblieben ist - hier, auf dieser Scheibe. "Sans Fear" verkörpert, den älteren Pete-Yorn-Sound, melodisch und stampfend, verzweifelt und weinerlich, erdig und verrucht, einfach großartig. "Velcro Shoes" hat Yorn bereits zu seinen Collegezeiten geschrieben, jedoch nie aufgenommen. Black bestand darauf, auf Gitarren zu setzen und des Songwriters jugendliche Ader wieder zu entdecken. Zeilen wie "Maybe this time we'll build a go-kart and drive around the world" beweisen: Irgendwie gelang es ihm. Volle Punktzahl für die Rückkehr zu den Stärken Yorns.