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Traumstraße der Welt wird die Panamericana auch genannt. Auf kaum einem anderen Abschnitt führt sie an so vielen unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten vorbei wie im Süden Perus. Eine davon hat sie regelrecht durchschnitten: die Eidechse, eines der Wüstenbilder von Nasca. Noch weitere Geoglyphen, von zahllosen Robben und Pinguinen bevölkerte Felseninseln und palmenbestandene Wüstenoasen all dies und noch mehr ist an der 1000 Kilometer langen Strecke von Lima nach Arequipa zu sehen. Heiß flimmert die Luft über dem Asphalt der Panamericana, schnurgerade zieht sie sich durch die Wüste und verliert sich irgendwo am Horizont. Staubwirbel tanzen, und manchmal versperren Sandwehen den Weg. Die Wüste hat viele Gesichter: Mal erscheint sie als steinige, mit Geröll bedeckte Einöde, mal schimmert sie in Farbnuancen von grau über braun bis rot. An den Steilküsten hingegen führt sie in wilden Kurven oft so knapp an den Klippen vorbei, dass bei dem Blick aus dem Autofenster nur der gegen die Felsen brandende Pazifik zu sehen ist.
Das Heiligtum von Pachacamac
Kaum liegen die Armutssiedlungen Limas hinter einem erreicht man das Lurín-Tal, eine fruchtbare Gegend rund 30 Kilometer südlich von Lima. Hier liegen die Ruinen des Heiligtums von Pachacamac, seit dem 9. Jahrhundert ein Wallfahrtsort. Pilger reisten hunderte von Kilometern, um hier das Orakel zu befragen. Die Inka eroberten im 15. Jh. Pachacamac, übernahmen die Tempelanlagen und erweiterten sie um ein weiteres größeres Sonnenheiligtum in Form einer terrassenartig ansteigenden Pyramide. Die gemauerten Terrassen und Lehmwände sind noch recht gut erhalten. Von oben bietet sich ein beeindruckender Blick über die zwischen den Anden und dem Pazifik liegende Ruinenstadt. Einzigartig für diesen Tempel ist, dass er nicht nach der Sonne, sondern nach dem Meer und den Bergen ausgerichtet wurde. Das Prunkstück des kleinen Museums ist eine fein gearbeitete Holzsäule. Die Vertiefungen der Figur waren einst mit Gold oder Silber ausgelegt. Außerdem werden Keramiken und Stoffe präsentiert. !
Neben dem Museum steht ein semisubterraner rekonstruierter Gebäudekomplex, die Casa de las Mamaconas, deren Bedeutung umstritten ist. Ob hier die ausgewählten Sonnenjungfrauen lebten oder ob der Komplex der Verehrung des Mondes diente konnte bis heute nicht geklärt werden. Auf einem kleineren Hügel, auf dem der Pachacamac-Tempel stand, sind einige Terrassen mit Resten einer Bemalung gut erhalten.
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