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Perspektivenwechsel 01. Fantomas gegen die multinationalen Vampire: und andere Erzählungen aus und über Lateinamerika
 
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Perspektivenwechsel 01. Fantomas gegen die multinationalen Vampire: und andere Erzählungen aus und über Lateinamerika [Illustriert] [Broschiert]

Julio Cortazár , Roberto Bolaño , Matthias Politycki , Gabriel García Márquez , Ralph Doege , Jürgen Schütz , Christiane Barnaházi , Elke Wehr , Elisabeth Schöberl , Wilfried Böhringer
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

Die experimentelle, farbig illustrierte Novelle des argentinischen Schriftstellers liegt hier erstmals auf Deutsch vor; begleitet von einem weiteren großen Autor, Roberto Bolaño, dessen Erzählung Labyrinth ebenfalls eine Premiere in deutscher Sprache darstellt.Zum 25. Todestag von Julio Cortázar: Zehn Erzählungen von zehn großen Autoren in einer Anthologie vereint. Die Hälfte davon erstmals in deutscher Sprache, einschließlich der Titelerzählung und Labyrinth von Roberto Bolaño. Mit einem Essay von Literaturnobelpreisträger, Gabriel García Márquez.

Über den Autor

Julio Cortazar wurde 1914 in Brüssel geboren und zog im Alter von vier Jahren mit seinen argentinischen Eltern nach Buenos Aires. Dort absolvierte er eine Ausbildung zum Grundschullehrer. 1938 erschien ein erster Gedichtband, und 1944 veröffentlichte er seine erste Erzählung. 1951 ging Cortazar nach Paris, wo er bis 1974 als Übersetzer für die UNESCO tätig war. In Paris verfasste er auch den Roman "Rayuela" (dt. Rayuela. Himmel und Hölle), der in den sechziger Jahren zum Kultbuch einer ganzen Generation von Intellektuellen und Studenten wurde. Seit Mitte der sechziger Jahre begann sein internationaler Ruf stetig zu wachsen. Er wurde bald zu einem der originellsten und kreativsten Autoren Lateinamerikas und zu einem der bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Julio Cortazar starb am 12. Februar 1984 in Paris.Elke Wehr, 1946 in Bautzen geboren, studierte Französisch und Italienisch in Paris und Heidelberg und ist literarische Übersetzerin Spanisch schreibender Autoren wie Manuel Rivas, Javier Marias oder des Nobelpreisträgers Octavio Paz. 2006 erhielt sie den Paul-Celan-Preis für ihr Gesamtwerk.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Cortázar in Farbe 22. Februar 2010
Als ich vor 3 Jahren in Spanien auf Urlaub war stieß ich auf dieses eher unbekannte Buch von Julio Cortázar. Dass es jemals auf Deutsch erscheint wagte ich gar nicht zu hoffen.

Neben den weiteren Erzählungen ist die Hauptgeschichte auch die längste und ich würde sie eher als Novelle bezeichnen. Der Erzähler, Cortázar selbst, fährt mit dem Zug von Brüssel nach Paris und liest ein Fantomas Comic Heft (Teile dieses Comics sind in Farbe auch im Buch abgebildet und homogen in den fortlaufenden Text gemischt ' cool). Inhalt des Comics: Eine fremde böse Macht verbrennt alle Bücher der Welt. Während des Lesens stellt der Erzähler fest dass er selbst Protagonist des Comics ist und dass sich die fiktive Geschichte mit der Realität verwebt. Er nimmt (mittlerweile in der Wirklichkeit) gemeinsam mit anderen bekannten Schriftstellern gemeinsam mit Fantomas den Kampf gegen das Böse auf.

Es stellt sich heraus, dass die Bücherverbrennung ein Ablenkungsmanöver von den wahren Verbrechen der Regierungen auf dieser Erde sind.

In einem umfangreichen Nachwort werden die Hintergründe zur Entstehung der Erzählung mit Comic Ausschnitten erklärt.

Die weiteren Erzählungen von Garcia Marquez, Roberto Bolano, Cabrera Infante oder Juan Villoro betrachte ich als Zusatzbonus der einen schönen Querschnitt Lateinamerikanischer Super Autoren bietet.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Leibowitz
Zum 25. Todestag von Julio Cortázar hat der Septime-Verlag eine höchst interessante Zusammenstellung von Texten verschiedener Autoren heraus gebracht, die um das Thema "Lateinamerika" ranken.
Cortázars surrealistischen Texten entsprechend wurde die Auswahl sehr intelligent getroffen, auch wenn ich nicht alle Autoren kannte, überraschte mich jeder einzelne Beitrag in positiver Hinsicht. Durchdachte Dialoge, überraschende Wendungen, spannende zwischenmenschliche Konstellationen mit sagenhaften, so typisch lateinamerikanischen Zwischentönen machen den Band zu einem reinen Lesevergnügen.
Texten der deutschen Autoren Alban Nikolai Herbst und Matthias Politycki stehen auf der anderen Seite Kurzgeschichten von lateinamerikanischen Größen wie Roberto Bolano, Santiago Roncagliolo und Guadalupe Santa Cruz gegenüber, über allen steht natürlich Cortázars Erzählung um den Comic-Superhelden, der einer weltweiten Büchervernichtung auf der Spur ist - die kannte ich noch gar nicht.
Alles in allem 5 Sterne schon allein für die farbigen Bilder in der Cortázar Erzählung und für anspruchsvolle, nie langweilige, immer lesenswerte Unterhaltung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Perspektivenwechsel" ist der Titel einer nicht uninteressanten Taschenbuchserie die hier mit Band 1 sich einem literarisch anspruchsvollen Thema widmet, nämlich den Autoren aus Lateinamerika, und hier mit der Crème de la Crème des Kontinents aufwartet.
Julio Cortázar mit einer bei Suhrkamp nicht veröffentlichten, experimentellen Novelle (diese auch noch im Vierfarbdruck illsutriert), Roberto Bolano mit einer abgedrehten Erzählung erstmals auf Deutsch. Einen längst nicht mehr veröffentlichten Nachruf von Marquez auf erst genannten Autor zu dessen Todestag. Hut ab!
Auch die anderen Autoren die der Verag in das Büchlein packte sind aber nicht von schlechten Eltern: Juan Villoro (Mexiko), Santiago Ronacgliolo (Peru) und noch drei Deutsche von denen ich die Erzählung von Keto von Waberer hervorheben möchte (ich kannte die Autorin nicht): "Das Katzenhaus" ist eine Vorzeige Erzählung, angesiedelt in einer kleinen Stadt in Mexiko, die ein wenig mystisch, durchaus ins Gesamtkonzept des Lateinamerika Bandes passt.
Die Haupterzählung (mehr eine Novelle) von Julio Cortázar ist aber neben allen Geschichten die wichtigste.
Ein Ich-Erzähler (Cortázar selbst) steigt in Brüssel in einen Zug und kauft zuvor als Lektüre ein Comic Heftchen.
Während des Lesens stellte er fest dass sich die Geschehnisse des Comics mit der aktuellen Wirklichkeit verweben.
Fantomas, der Held des Comics (hier sieht man regelmässig die farbigen Seiten des Heftchens das der Erzähler im der Novelle liest) kämpft ab nun gegen die Verbrechen der Regierungen Südamerikas: Im Comic und in der Realität. Die geipfelt darin dass er letztendlch auch in des Erzählers Zimmer in Paris persönlich aufkreuzt und sich mit Cortázar berät.
Ernster Hintergrund: Der Text nimmt Bezug auf das 2. Russeltribunal, das sich in den 70ern gegen diese Verbrechen gegen die Menschenrechte wendete.
Im Anhang ist der reale Text und Urteilspruch gegen die Südamerikanischen Regierungen abgedruckt.
Historisch ein sehr interessantes Stück Literatur.
Nicht unerwähnt sollte nun auch der bereits erschienene 2. Band der Serie hier sein: Frauen! Starke Erzählungen über das starke Geschlecht, der ebenfalls bis zum Rand voll mit Schreiber Stars ist. Es beleibt zu hoffen dass der Verlag, dieses Niveau auch weiterhin durchhält, man kann gespannt sein was mit Band 3 auf Kurzgeschichten-Fans wartet.
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