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Perspektiven eines Zusammenschlusses vom Nationalen Olympischen Komitee für Deutschland und Deutschem Sportbund
 
 
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Perspektiven eines Zusammenschlusses vom Nationalen Olympischen Komitee für Deutschland und Deutschem Sportbund [Taschenbuch]

Daniela Saalfrank

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Kurzbeschreibung

Einleitung: Schon während der Olympischen Spiele (OS) in Athen wurden die Stimmen für eine Kurskorrektur im deutschen Spitzensport laut. Das eher mäßige Abschneiden der deutschen Olympia-Mannschaft, vor allem in den Kernsportarten Schwimmen und Leichtathletik, zwingt die Funktionäre des deutschen Sports, Konsequenzen daraus zu ziehen. Der von der deutschen Sportführung als Ziel angegebene und von den Leistungssport-Experten prognostizierte Platz Drei im Medaillenspiegel wurde nicht erreicht. Seit den ersten Spielen nach der Wiedervereinigung in Barcelona 1992 nimmt die Medaillenausbeute des deutschen Teams stetig ab. Als künftige Zielsetzung für den Olympischen Sport forderte DSB-Präsident Manfred von Richthofen „Nummer eins auf dem europäischen Kontinent“ zu sein. Doch um dieses Ziel zu erreichen, stehen nicht allein die olympischen Sportfachverbände in der Verantwortung, Kursänderungen im Leistungssport vorzunehmen. Vielmehr müssen grundsätzliche Überlegungen bezüglich des Spitzensportsystems und Strukturänderungen in den nichtstaatlichen Sportorganisationen vorgenommen werden. In diesem Zusammenhang stößt die von Herrn von Richthofen bereits 1995 geforderte Zusammenführung vom Deutschen Sportbund (DSB) und dem Nationalen Olympischen Komitee (NOK) nun auf große Zustimmung in den Sportverbänden und in der Politik. So hatte sich als erster der Vorsitzende der Deutschen Sporthilfe Hans-Ludwig Grüschow für die Bildung eines Dachverbandes ausgesprochen, um alle Möglichkeiten und Mittel des deutschen Sports zu bündeln und vor allem den Spitzensport neu zu organisieren. Nachdem sowohl die DSB-Führung als auch der ehemalige Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, und der Bundesinnenminister Otto Schily besonderes Interesse an einem einzigen Zuständigkeitsbereich für den Leistungssport bekundet haben, ist diese sportpolitische Diskussion in aller Munde. Der Präsident des NOK, Klaus Steinbach, schaltete sich erst Tage nach den Spielen in die vom DSB ins Rollen gebrachte Diskussion ein. Dabei bezog er gegenüber den Journalisten die Position: „Die Fusion darf nicht schon am Anfang der Diskussion stehen, sie kann aber zum Schluss die beste Lösung sein.“ Nachdem das NOK erst zögerlich in die Fusionsdebatte eintrat, wurde mittlerweile eine Strukturkommission mit Vertretern des DSB und des NOK gegründet, die sich über das Konstrukt der neuen Dachorganisation beratschlagen. Die ersten Ergebnisse sollen Juni 2005 auf den Tisch kommen. Herr von Richthofen hofft, dass Ende 2005 eine Verschmelzung durch eine Satzungsänderung besiegelt wird und 2006 mit der Umsetzung der Fusion begonnen werden kann. Der NOK-Präsident wünschte sich eine „ergebnisoffene“ Diskussion, zu der es jedoch nicht kam. Allerdings sollte die Frage, ob ein Zusammenschluss von DSB und NOK Vorteile mit sich bringt und eventuell zur Lösung der Probleme im Spitzensport beiträgt, durchaus „ergebnisoffen“, objektiv und ohne Berücksichtigung der Machtspiele diskutiert werden. Problemstellung: Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Chancen und Risiken, die durch eine neue Dachorganisation des deutschen Sports entstehen können. Dabei stützt sich die Argumentation nicht nur auf sportpolitische Gesichtspunkte, sondern auch auf strukturelle, organisatorische und kulturelle. Da die vom DSB und NOK eingerichtete Strukturkommission nun offiziell unter dem Arbeitstitel Fusion berät, bezieht sich auch die vorliegende Arbeit auf die Aspekte einer Fusion. Das „Wie“, sprich die Gestaltung der geplanten Dachorganisation, ist nicht Gegenstand dieser Arbeit. Erste Ergebnisse der Kommission über die zukünftige Zusammenarbeit und Struktur werden nicht vor Ende Juni 2005 veröffentlicht. Bis dahin besteht Unklarheit über die Intensität der Zusammenarbeit in den verschiedenen Teilbereichen (Leistungssport, Breitensport, Bildung, Marketing usw.). Je nach Gestaltung und Zusammenschlusszielen der neuen Dachorganisation können unterschiedliche Synergieeffekte erzielt werden. Das Anliegen dieser Arbeit ist das Aufzeigen von Synergiepotentialen unabhängig vom neuen Konstrukt. Neben den Chancen sollen auch die Risiken dargestellt werden. Risiken bei Unternehmenszusammenschlüssen entstehen jedoch mehr aus einer fehlerhaften Planung und Umsetzung als aus den negativen Reaktionen des Umfelds. Ziel dieses Teils der Arbeit ist vor allem das Aufzeigen von Risikoquellen bzw. Stolpersteinen, die speziell auf Sportverbände zutreffen. Gang der Untersuchung: Der zweite Teil beschäftigt sich mit dem Charakterbild der Nonprofit-Organisationen. Danach werden DSB und NOK, als klassische Vertreter von Nonprofit-Organisationen, in ihrer Struktur, Geschichte, Finanzierung sowie in ihren Zielen und Aufgabenfeldern vorgestellt. Zusätzlich wird ein kurzer Abriss über den Aufbau des Sports in Deutschland zum besseren Verständnis der Verflechtungen zwischen DSB und NOK und deren gemeinsamen Partnern wie beispielsweise dem Staat und die Deutsche Sporthilfe, gegeben. Die Betrachtung beider Organisationen soll im Hauptteil gemeinsame Schnittstellen und/oder Diskrepanzen aufzeigen, um zum einen die generelle Eignung als gegenseitige Partner zum Zusammenschluss abzuleiten. Zum anderen wird dargelegt, inwiefern die Vorteile, die aus Verflechtungen zwischen zwei Unternehmen mit Profitgedanken entstehen, für Zusammenschlüsse zwischen Nonprofit-Organisationen gelten. Als Grundlage dafür dient der Theorieteil (vgl. Teil 4) über Unternehmenszusammenschlüsse, in dem sowohl die allgemeinen Beweggründe für Zusammenschlüsse als auch die damit verbundenen Risiken aufgelistet werden. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Der Verlag über das Buch

Bei dieser Studie handelt es sich um eine Diplomarbeit die am 05.04.2005 erfolgreich an einer Fachhochschule in DEUTSCHLAND im Fachbereich Studiengang Sportmanagement an der Karl-Scharfenberg-Fakultät eingereicht wurde. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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