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Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945
 
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Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945 [Gebundene Ausgabe]

Ernst Klee
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 731 Seiten
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 2 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100393090
  • ISBN-13: 978-3100393098
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,2 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 996.915 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 23.10.2003
Willi Jasper ist mit Ernst Klees "Personallexikon zum Dritten Reich" im großen und ganzen zufrieden. Mit Respekt vor der "enormen Fleißarbeit" des Autors sieht er über die wenigen Schwachstellen und Lücken hinweg, möchte mit seinen Anmerkungen die "Gesamtleistung des Autors nicht schmälern". In Systematik und Begrifflichkeit werde nicht ausreichend eingeführt, bemängelt der Rezensent, einzelne Personengruppen werden zu stark (Mediziner), andere zu wenig (Geisteswissenschaftler) berücksichtigt, Querverweise fehlen. Nichts desto trotz liefere Klee eine "erschreckendes Gesamtbild", gelingt es ihm doch mit den 4300 Kurzbiografien manch unliebsame These zu bekräftigen. So wird bald offensichtlich, dass der "mörderische Antisemitismus" seinen Ursprung nicht in erster Linie innerhalb der "benachteiligten Volksschichten" habe, wie Jasper erörtert, sondern in der "Mitte der Gesellschaft".

© Perlentaucher Medien GmbH
Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 19.09.2003
Einiges werde hier endlich "zurechtgerückt", "ergänzt" und richtiggestellt, lobt Rudolf Walther. Das Projekt von Ernst Klee, ein Personenlexikon mit 4.300 Kurzbiografien zum Dritten Reich zu erstellen, sei also bis auf kleine, verzeihbare Mängel vorzüglich gelungen. Bei Stichprobenvergleichen mit dem Herder-Lexikon von 1937 und verschiedenen Brockhaus-Ausgaben stellten sich im Vergleich zu Klees Arbeit erstaunliche Lücken heraus: so werde in den anderen Lexika zum Beispiel bei manchen Wissenschaftlern deren "braune" Forschungsarbeit vor 1945 komplett ausgeklammert (Paul Althaus), oder Kriegsverberbrechen überhaupt nicht erwähnt (Theodor Oberländer). Der entscheidende Vorteil von Klees Herangehensweise läge also vor allem in der Zeitspanne, die er genauestens beachte: die Karrieren werden laut Walther sowohl während als auch nach der Nazi-Zeit verfolgt. Außerdem lobt er den übersichtlichen Aufbau, das ausführliche Register und die ausführlichen Quellenangaben. Zudem sei es auch noch "unübertroffen vollständig" resümiert Walther angetan. Sein Urteil: "Von außerordentlichem Nutzen"!

© Perlentaucher Medien GmbH

Ursula Homann, Das Parlament, 29. September 2003

»Das Lexikon enthält mitsamt einem ausführlichen Anhang eine Menge aufschlussreicher Details über mörderische Täter und Institutionen und nennt auch einzelne Widerstandskämpfer und Mitglieder der Bekennenden Kirche. Eingefügte Zitate verraten die unter Nazis übliche, barbarische, mitleidlose Sprache. Klees Lexikon ist ein aufregendes Buch, gut für etliche Entdeckungen und Überraschungen, und wird sicher bald ein unverzichtbares Nachschlagewerk sein für alle, die sich näher mit Deutschlands dunkler Vergangenheit befassen wollen. Stellenweise bietet es darüber hinaus eine bewegende und beklemmende Lektüre.«


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ernst Klee, bekannt geworden mit bahnbrechenden Studien zur Euthanasie, dem Behindertenmord im Dritten Reich, hat ein Werk vorgelegt, zu dem die etablierte Geschichtswissenschaft bisher nicht in der Lage war: Kurzbiografien zu 4300(!) führenden Persönlichkeiten im Nationalsozialismus. Angegeben wird jeweils die Funktion, der Dienstgrad (incl. SS-Karriere), die wichtigsten Tätigkeitsbereiche sowie die Stellung des Betreffenden nach 1945. Recherchiert hat Klee in verschiedensten Archiven, ganz besonders in den Akten der ehemaligen Ludwigsburger Zentralstelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung von NS-Verbrechen, der heutigen Außenstelle des Bundesarchivs. Ein besonderer Service sind soweit möglich akribische Literaturangaben unter die tausendfachen Kurzbiografien, die weitere Recherchen ermöglichen. Dass bei einer solchen Sisyphus-Arbeit Fehler nicht ausbleiben, versteht sich. Einige hochrangige Funktionsträger des NS-Regimes fehlen, z.B. Paul Karl Schmidt, Pressechef im NS-Außenministerium 1940-1945, der nach 1945 als Bestsellerautor "Paul Carell" zu Hitlers Russlandfeldzug reüssierte. Eine weiter Schwäche ist die Überrepräsentiertheit von Medizinern und die Unterrepräsentiertheit von Offizieren im Lexikon. Dies schmälert den überaus hohen Nutzwert des Personenlexikons jedoch nicht, zumal jeder kurze Artikel nicht nur eine hohe Dichte an Sachinformationen enthält, sondern Klee zudem ausgesprochen lesbar schreibt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
41 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wenig ausgewogen 16. Dezember 2003
Von Albrecht Bär VINE™-PRODUKTTESTER
Die Stärken dieses Personenlexikons liegen auf Klees ureigenem Arbeitsgebiet, der Medizingeschichte und den Natur- und Humanwissenschaften. Es gibt kaum einen Arzt, Internisten, Physiologen, Chirurgen, Psychiater, Biologen, Chemiker, Physiker und Pharmakologen, dessen Wirken im NS-Staat Klee nicht nachzeichnet.
Deutlich unterrepräsentiert ist der deutsche Widerstand gegen Hitler. Einträge zu vielen Personen, die im Kampf gegen den Nationalsozialismus ihr Leben ließen, wird man in diesem Personenlexikon vergeblich suchen. Andere Mitglieder des Widerstands werden viel zu knapp abgehandelt. Oftmals belässt es Klee dabei, Daten zur Kooperation dieser Personen mit dem NS-Staat zuzammenzutragen, ohne deren Rolle im Widerstand angemessen zu würdigen. Ähnliche Lücken bestehen im Bereich von Film, Theater, Fernsehen und Propaganda, also beim Kulturapparat des NS-Staates. Dies sind beileibe keine Einzelfälle in diesem wenig ausgewogenen Lexikon. Vielmehr zeigt sich darin, dass Klee die einzelnen gesellschaftlichen Funktionsbereiche - also Politik, Wirtschaft, Justiz, Wissenschaft, Kunst, Religion, Erziehung und Medien - sehr ungleichgewichtig behandelt.
Darüber hinaus ist eine große Zahl der Personeneinträge inhaltlich von schlechter Qualität. Viele Angehörige der SS werden in wenigen Zeilen abgehandelt, die nur rudimentärste Angaben zu Berufsstationen und Dienstgraden beinhalten. Manche dieser Einträge muten so an, als habe Klee sie aus Personenglossaren der einschlägigen Sekundärliteratur abgeschrieben. In anderen finden sich wiederum Unwichtiges oder gar Unrichtiges. Theodor Oberländer wird als rechtsstaatlich verurteilter NS-Täter präsentiert, obwohl er letztinstanzlich 1998 von allen Anklagepunkten freigesprochen wurde. Wenig gehaltvoll sind auch einige Einträge zur politischen Elite. Adolf Hitler widmet Klee ganze 18 Zeilen und damit in etwa denselben Umfang wie Werner Köster, dem Fachspartenleiter Nichteisenhaltige Metalle in der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Beim Eintrag zu Joseph Goebbels erfährt man einiges über die luxuriösen Herrensitze des Propagandaministers, wenig hingegen über seine rastlosen Aktivitäten während des Krieges. Ähnliches gilt für Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop sowie für Reichsfinanzminister Lutz Graf Schwerin von Krosigk. Zu oft hat Klee kein Gespür dafür, welche Informationen wichtig (und daher mitteilenswert) sind und welche nicht.
Ein weiteres Problem ergibt sich auch aus dem Anspruch des Lexikons, die Nachkriegskarrieren der NS-Eliten nachzuzeichnen. Unklar bleibt, wie viele der von Klee porträtierten Personen nach 1945 keine beruflichen Nachteile erlitten oder gar besser dotierte berufliche Stellungen erklommen, obwohl sie vorher zu den NS-Eliten gezählt hatten. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn Klee diese Frage in einem einleitenden Beitrag aufgegriffen und eine kritische Synthese der einschlägigen Literatur zum Thema versucht hätte. Dadurch wäre dem Leser zu vermitteln gewesen, welche NS-Eliten denn eigentlich nach dem Zweiten Weltkrieg Karriere machten und welche nicht. Bei Klee entsteht der Eindruck, die gesamte Trägerschicht des NS-Staates sei nach 1945 ungeschoren geblieben oder habe sich nahtlos in die beiden neuen deutschen Staaten eingefügt. Das vorliegende Personenlexikon ist deshalb nur sehr eingeschränkt zu empfehlen, da es eben oft nur einen verzerrten Blick auf die Lebensgeschichte der Porträtierten erlaubt. Es gibt eine ganze Reihe von Nachschlagewerken, die weitaus informativer und ausgewogener sind.
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Personenlexikon 6. Januar 2010
Von balthasar
Ein sehr umfangreiches Werk, wobei mir noch immer unklar ist, nach welcher Auswahl die Aufnahme der in diesem Buch beschriebenen Personen erfolgte. Als sehr hilfreich hätte ich es empfunden, wären Bilder der Personen (dort, wo möglich) hinzugefügt worden, so wie man es aus anderen Lexika kennt. Nicht immer ist erkennbar, was die Personen nach 1945 getan haben bzw was aus ihnen geworden ist.
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