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Persische Briefe
 
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Persische Briefe [Gebundene Ausgabe]

Charles Louis de Secondat de Montesquieu , Fritz Montfort
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 299 Seiten
  • Verlag: Metopen-Verl. (1947)
  • ASIN: B0000BLR30
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.172.415 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2 Perser gegen den Staat 25. Juli 2007
Format:Taschenbuch
Ich muss meinem "Vorschreiber" widersprechen. Er hat zwar vollkommen recht, was das Werk Montesquieus betrifft, leider beschreibt er jedoch nicht den Inhalt der Perischen Briefe sondern vom "Geist der Gesetze".

In den Persischen Briefen geht es um 2 Perser die Paris besuchen und enorme Kritik an der damaligen französichen Gesellschaft und Politik üben. Auch die Kirche und der Papst werden nicht verschont wobei der Papst sogar als "Zauberer" und der Klerus als "Leute die immer nehmen und nie geben" beschrieben werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Usbek und Rica, zwei junge Männer aus Persien, halten sich für einige Jahre in Frankreich auf, um Land und Leute kennen zu lernen. Sie schreiben Briefe an ihre Landsleute und berichten darin ausführlich von der für sie fremden Kultur. Die Frauen in Usbeks Harem nehmen sich währenddessen immer größere Freiheiten heraus. Montesquieu ist uns heute vor allem als Verfasser staatstheoretischer und geschichtsphilosophischer Schriften bekannt. Auch sein Briefroman Persische Briefe atmet den Geist der Aufklärung. Das Buch war seinerzeit eine Provokation, erschien wegen der französischen Zensur im Ausland und geriet schließlich doch auf den Index. Die Perspektive der beiden Männer aus einer fremden Kultur erlaubt es Montesquieu, die Gesellschaft, in der er lebt, infrage zu stellen und dabei Fragen der religiösen Toleranz oder der Stellung der Frau in der Gesellschaft anzusprechen - Themen, die auch fast 300 Jahre später nicht ad acta gelegt werden können.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
. Das Werk entstand in einem
Zeitraum von ca. 20 Jahren. Es ist in 31 einzelne Bücher und in diesen nochmals in 45 Kapitel untergliedert, welche (Natur)-Gesetze in Bezug zu Staatsformen herleiten. Er führt in diesen drei Herrschaftsformen, Demokratie, Monarchie und Despotie, auf verschiedene Gegebenheiten eines Volkes zurück. Ausgehend vom in England bestehenden Parlamentarismus, den Montesquieu mit der in Frankreich bestehenden absolutistischen Herrschaft der Könige verglich, entwarf er eine Einteilung in verschiedene Gewalten, die sich gegenseitig kontrollieren sollen.

Inhalt:

In den ersten zehn Büchern beschreibt Montesquieu, dass es sinnvoller ist, nicht nur von der Natur der jeweiligen Verfassung auszugehen, sondern auch von deren Prinzipien; das heißt, er analysiert die politische Ordnung verschiedener Staatsformen. Er unterscheidet dabei in Republik, Monarchie und Despotie; wobei er nur die ersten beiden als „gute" akzeptiert.
Die Republik, welche er als Demokratie und Aristokratie für möglich beschreibt, muss nach dem Prinzip der Tugend funktionieren. Diese Tugend definiert er als Liebe zur Gleichheit, bei der man das Gemeinwohl seinem eigenen überordnen muss. Doch geht Montesquieu davon aus, dass Republiken nur in Stadtstaaten möglich sind.
Bei der Monarchie hingegen lautet das Prinzip „Ehre", was sie deutlich von der Despotie unterscheidet. Die Monarchie wird durch das ehrbare Streben nach Anerkennung und Ansehen getragen und ist für mittelgroße Territorien anwendbar. Die Herrschaft eines einzelnen ist durch Gesetze klar festgelegt
und dieser „Amtsträger" wird durch diese auch kontrolliert.
Die Staatsform, die Montesquieu absolut verachtet ist die Despotie, welche mit dem Prinzip des Terrors („Furcht") funktioniert. Sie ist allerdings die einzige,
die seiner Meinung nach bei großen Reichen funktioniert. Diese Kritik, die sich über das ganze Buch erstreckt, ist auch als deutliche Ablehnung des französischen Absolutismus zu verstehen.
Er beschreibt weiter die verschieden Einflüsse der jeweiligen Staatsform und deren Prinzipien auf Bereiche wie das Militär, die Wirtschaft, etc.
Im elften Buch, dessen sechstes Kapitel weltbekannt ist, untersucht er anhand der englischen Verfassung, wie politische Macht begrenzt und geregelt werden soll. Willkür soll/darf nicht möglich sein, denn nur in gemäßigten Verfassungen, welche Macht durch verschiedene Gewalten beschränken und bremsen.
Die drei entscheidenden Kräfte seiner Staatsvision bezeichnet Montesquieu als: ,,die gesetzgebende Gewalt, die vollziehende Gewalt in Ansehung der Angelegenheiten, die vom Völkerrechte abhängen, und die vollziehende Gewalt hinsichtlich der Angelegenheiten, die vom bürgerlichen Recht abhängen". Jene Begriffe, die heute unter den Schlagwörtern Legislative, Exekutive und Judikative allgemein bekannt sind. Bis heute ist diese Trennung gültig.

In den folgenden Büchern untersucht Montesquieu die Beziehungen der persönlichen Rechte der Bürger zu den Gesetzen.
Sehr interessant sind Montesquieus Gedanken zum Einfluss von Klima und Umgebung auf die Entwicklung eines Volkes. So geht er zum Beispiel davon aus, dass Menschen, die warmen Klima ausgesetzt sind eher zur Trägheit neigen, als Menschen in nördlicheren Gefilden, da die Kälte „ihre Haut zusammenzieht und ihre Sinne schärft". Dieser Theorie wird heute kaum noch Beachtung geschenkt, da sie widerlegt gilt.
Ab dem 20. Buch schreibt Montesquieu über Wirtschaft, bzw. Handel zwischen und innerhalb von Völkern. Er erkennt dies als zivilisatorischen Fortschritt an und führt dabei an, das Handel zu Frieden führt, da er Abhängigkeit schafft.
Er untersucht u. a. Handelsgesetze und das Geldwesen, immerhin mit der Absicht Relationen zu erkennen und diese dann zu verdeutlichen.
Auch erkennt er Religion durchaus als Hilfe für die herrschende Politik an und hält den Herrscher für gut beraten, der sich die Gesetze der Religion zu Nutze macht.
In den Büchern 27 bis 31 stellt er die Entstehung der französischen Gesetze, Sitten und Bräuche im geschichtlichen Werdegangs Frankreichs dar. Er zeigt dabei, wie sich Volk und Gesetze einhandgehend entwickeln, allerdings immer in Abhängigkeit von Religion, Klima, Geologie und Denkweisen. Er vertritt somit keine Determinations-Theorie, sondern beschreibt, wie sich eine Gesellschaft gemäß dieser Vorlagen entwickelt hat, bzw. entwickeln kann.

Wirkung:

Der Einfluss von Montesquieus Hauptwerk ist heute noch spürbar: Die Idee der Gewaltenteilung ist unmittelbar mit dem modernen Demokratiebegriff verbunden. Seine Idee prägte die amerikanische Verfassung, deren Väter sich auf ihn beriefen; sowie auch die konstitutionalistische Bewegung des 18. und
19. Jahrhunderts.
Die Beurteilung vom „Volksgeist(-willen)" und staatlichen Institutionen prägten die vergleichende Politikwissenschaft und auch die (politische) Soziologie nimmt ihren Anfang in seinen Vergleichen und der Suche nach Verhältnissen.

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