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100 Jahre Universal Pictures
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Produktinformation
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Persepolis ist spannend, lehrreich, humorvoll, radikal, emotional und zutiefst menschlich. Ein unkonventioneller, aufregender, gezeichneter Film für Erwachsene, eine starke Familienstory und die direkte Übertragung gelebter Erinnerung. Basierend auf den gleichnamigen Kult-Comicromanen handelt der Film von der Lebensgeschichte der jungen Iranerin Marjane Satrapi und wirft eine humorvolle und sehr kritische Betrachtung auf die jüngste Historie Persiens.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mit Punk, Iron Maiden und ABBA gegen das Regime,
Rezension bezieht sich auf: Persepolis (DVD)
Die Vita des iranischen Mädchens Marjane hat es in sich: Schon als 8-jähriger kleiner aufmüpfiger Dreikäsehoch rannte sie einst mit einem weißen Stirntuch und einem Knüppel in der Hand durchs Wohnzimmer und bekämpfte in kindlicher Theatralik und mit demonstrativen Gesten den Schah. Später, inzwischen in der grauen und brutalen Realität des Mullah-Regimes angekommen, wandelt sie mit dem Slogan Punk Is Not Dead auf dem Rücken ihrer Kapuzenjacke und einem Michael Jackson Sticker auf der Brust in Teheran über den Schwarzmarkt, um einem Händler eine Iron Maiden Kassette abzukaufen, wo sie, die auch ABBA schon mal gern hört, prompt auch von zwei Moralwächterinnen aufgegriffen wird. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass Marjane und ihre Familie, die Repressalien des Regimes zu spüren bekommen. Die Rückzugsrefugien (z.B. illegale Parties mit moderner Musik und dem ein oder anderen alkoholischen Getränk) werden vom Regime systematisch ausgedünnt. Es folgt die Emigration Marjanes ins Ausland auf eine französische Schule in Wien. Dort desintegriert, unverstanden, von menschlichen Enttäuschungen der ersten Liebe gebranntmarkt und mit nicht mehr zu unterdrückender Sehnsucht nach ihrer Heimat, kehrt sie schließlich als junge Frau wieder zu ihrer Familie in den Iran zurück. Es folgen Hochzeit, Scheidung, ein Besuch auf dem psychologischen Kanapee und der triste Alltag im Regime mit dem täglichen Ankämpfen gegen die verordneten Dogmen.Marjane Satrapi gelingt eine wunderbar subversive Comicverfilmung ihrer eigenen Vergangenheit in autobiographischen Episoden. Während große Animationsstudios wie Pixar und Disney sich auf möglichst realistische Animationstechniken konzentrieren, behält Satrapi den einfachen und abstrakten Schwarz/Weiß-Stil ihrer Buchvorlagen bei. Farbschattierungen entfallen nur auf die Szenen in der Realität am Flughafen, wo sich Marjane an die Vergangenheit zurückerinnert. Mit diesem Trick der einfachen Striche rückt sie die Handlung in den Vordergrund und schafft eine hohe Identifikation des Zuschauers mit den Figuren. Je nach Szenerie verwendet sie dabei passende Überzeichnungen, beispielsweise als die beiden Moralwächterinnen auf Marjane zukommen und sich plötzlich visuell in immer größer werdende Seeschlangen ausdehnen. Folterungen, Hinrichtungen, Säuberungswellen und Krieg werden in dezent visuellen Bildern verfasst, so dass der Film, der von der FSK ab 12 freigegeben ist, auch von Heranwachsenden gesehen werden kann. Trotz der ernsten Thematik besticht der Film durch ein hohes Maß an Dialogwitz und charmanter Ironie. Die Figuren werden im Original von Catherine Deneuve und Chiara Mastroianni gesprochen. Die deutsche Synchronisation kann mit den Stimmen von Jasmin Tabatabai, Hanns Zischler und Nadja Tiller locker mithalten. Viele Zusatzinfos hält die DVD im Making Of und in einem Interview mit Marjane Satrapi bereit. Entfallene Szenen sind ebenfalls abrufbar. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderbarer Film zum Iran und dem Erwachsenwerden,
Von
Rezension bezieht sich auf: Persepolis (DVD)
Ich kenne die Comics, die diesem Film zugrunde liegen nicht, aber der Zeichenstil ist einfach toll. In der Vergröberung und Reduzierung zu Schwarz und Weiß erscheint plötzlich vieles klarer und deutlicher, als es ein Realfilm hätte transportieren können.Die Protagonistin des Films erlebt ihre Kindheit im Iran und führt uns so in eine unbekannte Welt und Mentalität. Durch ihre kindliche Unvoreingenommenheit lernen auch wir Westler die Mentalität der Menschen im Iran verstehen, und wir merken, dass uns diese Menschen nicht allzu fremd sind, im Gegenteil! Auch sie wollen Frieden, Party und Spaß! Natürlich führt der Film auch durch die Schattenseiten der iranischen Geschichte, ist dabei nie verklärend, aber auch nie brutal. Deutlich, aber eben durch Kinderaugen werden die Unrechtsregime und die Unterdrückung der Frau gezeigt und die Ungerechtigkeit, die nach dem Sturz des Schahs im Iran einkehrte. Insgesamt ist dieser Film für mich eine tolle Art der Völkerverständigung und darüber hinaus ein wunderbares Kunstwerk, welches wohl so manche Dokumentation und Nachrichtenmeldung überdauern wird. Diesen Film kann ich uneingeschränkt empfehlen, für jung und alt und für alle Ethnien. In meinen Augen sollte dieser Film Pflichtprogramm in Schulen werden, denn hier werden noch ganz ungezwungen Werte vermittelt! Toll! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die islamische Revolution im Iran aus Sicht eines Kindes,
Von
Rezension bezieht sich auf: Persepolis (DVD)
Die im französischen Exil lebende Iranerin Marjane Satrapi verarbeitete ihr Kindheits- und Jugenderinnerungen im Iran in einigen Comics. Diese waren Grundlage des von ihr und Vincent Paronnaud inszenierten Films "Persepolis".Die achtjährige Marjane erlebt mit ihren Eltern die iranische Revolution von 1978/79. Ihre Eltern verbinden damit große Hoffnungen auf eine Demokratisierung des Landes. Doch die Machtübernahme der Mullahs schockiert die aufgeklärte, westlich orientierte Familie zutiefst. Marjanes Onkel, schon vom Schah verfolgt, wird zum Tode verurteilt. Während sich die pubertierende Marjane mit ihrer Vorliebe für Punk und ihrer Fähigkeit, den Unsinn in den Aussagen der gleichgeschalteten Lehrkörper zu analysieren, überall aneckt, wird das Leben der Familie zusätzlich durch den 1. Golfkrieg (1980-88 zwischen Irak und Iran) gefährdet. Die Eltern schicken Marjane auf eine Privatschule in Wien. In Sicherheit erlebt sie das Exil als schmerzlichen Kulturschock, so dass sie nach Ende des Krieges in den Iran zurückkehrt. Ein Neuanfang misslingt, so dass sie Jahre später endgültig nach Frankreich emigriert. Besonders beeindruckend stehen im Film die Auswirkungen eines totalitären Regimes und die ganz persönlichen Schrecken der eigenen Pubertät nebeneinander, ohne damit die politische Dimension zu verwässern. Eine zwischenzeitlich angedachte Realverfilmung wurde glücklicherweise verworfen. Die harte, an Holzschnitte erinnernde Schwarzweißmalerei verhindert jeden Kitsch. Surreale Momente als Teil von Marjanes Gedankenwelt werden möglich. Die vollkommen verschleierten Frauen erhalten durch wenige Pinselstriche mehr Persönlichkeit als durch noch so gutes Schauspiel. Besonders gelungen auch die Darstellung einer "banalen Liebesgeschichte", im Liebesrausch hat der junge Mann Löckchen und fast einen Heiligenschein, in der Desillusionierung hätte er Frankensteins Monster Konkurrenz machen können. Komisch und traurig zugleich. Auch die Schrecken des Krieges und der Terror des Regimes werden in ihrer Absurdität so besser dargestellt als durch pathetische Großaufnahme im Mainstreamfilm. Ein Glücksfall ist (in der deutschen Fassung) die Synchronisation Marjanes durch Jasmin Tabatabai. Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen. Es gibt ein Making Of, ein Interview mit Marjane Satrapi, ein Interview mit Jasmin Tabatabai zu den Synchronarbeiten, unveröffentlichte Szenen, den Trailer und eine Programmvorschau. Besonders im Interview und in der Kommentierung zu den unveröffentlichten Szenen rundete sich das Bild für mich ab, da Frau Satrapi sehr reflektiert über ihr Leben im Iran erzählte und darstellte, warum sie welche Szenen im Film verwendete bzw. wieder verwarf. Frau Tabatabai, ebenfalls Exiliranerin, konnte über ähnliche Erfahrungen berichten. Deutsche Untertitel zum Hauptfilm und zu den Extras sind vorhanden. Insgesamt gesehen ein Juwel im Veröffentlichungsdschungel. Ein spannender, zutiefst menschlicher Zeichentrickfilm für Erwachsenen (FSK ganz zu recht ab 12). Unterhaltsam, subversiv, charmant. Unbedingt empfehlenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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