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Persepolis. Jugendjahre
 
 
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Persepolis. Jugendjahre [Taschenbuch]

Marjane Satrapi
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Taschenbuch, Oktober 2007 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Betz, Annette, Verlag GmbH; Auflage: Filmausgabe. (Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3800054027
  • ISBN-13: 978-3800054022
  • Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 16,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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Marjane Satrapi
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Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 29.04.2004
Marjane Satrapi ist im Iran geboren, hat als Kind linker Intellektueller die islamische Revolution erlebt, in deren Gefolge ihr Onkel hingerichtet wurde. Mit vierzehn schickten ihre Eltern sie aus dem Land, erst nach Wien, heute lebt sie in Paris. Von diesem Schicksal, von ihrer Kindheit im Iran erzählt sie in ihrem mittlerweile vier Bände umfassenden Comic-Roman (in dieser deutschen Übersetzung finden sich die ersten zwei in einem) . Satrapi nenne zwar, so der Rezensent Matthias Nass, Art Spiegelman ("Maus") als Vorbild, stilistisch aber habe Satrapi, die für diese Comics in Frankreich vielfach ausgezeichnet wurde, mit ihren "fast kindlich naiv anmutenden Bildern" eine ganz eigene Handschrift gefunden. Und so heftig sie die iranischen Mullahs in ihrem Comic attackiere: der Patriotismus der Iranerin sei ganz und gar unverkennbar. Die Übersetzung des offenkundig großartigen Bandes, das vergisst der Rezensent nicht zu erwähnen, ist gleichfalls "sehr gelungen".

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Sie zeichne, sagt Marjane Satrapi, die heute in Paris lebt, ihre Familiengeschichte nicht für iranische Leser, sondern für jene westliche Welt, die gewissermassen vor lauter Kopftüchern die Vielfalt der realen Gesichter des Iran nicht sehe." (Ijoma Mangold, Süddeutsche Zeitung) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Genial: anrührend, verstörend, herzzereißend., 16. April 2005
In ihrem Buch "Persepolis" hat Marjane Satrapi ihre Kindheit zur Zeit der islamischen Revolution im Iran nachgezeichnet und damit ein Meisterwerk geschaffen. Der Comic ist nicht nur anrührend und teils umwerfend komisch, zugleich erzählt er eine verstörende, hoch spannende und herzzereißende Geschichte.
Bereits der minimalistische Zeichenstil begeistert. Die Autorin bringt die Emotionen der Figuren mit wenigen Strichen so prägnant aufs Papier, das man sofort mitfühlt und in die Geschichte hineingezogen wird. Bild für Bild bringt sie die Sache auf den Punkt: bereits das zweite Bild im Comic zeigt vier identisch aussehende Mädchen mit strengem schwarzen Kopftuch. Dazu der Text "Und das ist ein Klassenfoto. Ich sitze am linken Rand, darum sieht man mich nicht. Von links nach rechts: Gounaz, Mashid, Narine, Minna". Dieser Ton, humorvoll, von entwaffnender Klarheit und weder bitter noch nachtragend, trägt sich durch das ganze Buch.
"Ich erzähle", so Satrapi, "die große Geschichte anhand der kleinen Gechichte." Dazu greift sie alltägliche Situationen heraus, die ein vielsagendes Licht auf die Ereignisse werfen. Dadurch bekommt jede Anekdote vielschichtige Perspektiven. Neben den teilweise schrecklichen Vorgängen (Revolution, Krieg, Folter) an sich, erleben wir die Sorgen der Eltern und rührende kindliche Phantasien. So möchte das Mädchen Prophetin werden, "weil das Dienstmädchen nicht mit uns am Tisch ass, weil Vater einen Cadillac fuhr...und vor allem, weil Grossmutter immer Schmerzen im Knie hatte."
Neben der Schilderung alltäglichen Lebens begegnet man auch echten Helden. "Ich will auch nicht, dass jene Iranerinnen und Iraner vergessen werden, die für die Freiheit gekämpft haben und im Gefängnis gestorben sind, die ihr Leben im Krieg gegen den Irak verloren und unter den verschiedenen repressiven Systemen gelitten haben oder gezwungen waren zu fliehen. Man kann vergeben, aber man soll niemals vergessen."

Ein toller Comic! Das beste, was ich seit langem gelesen habe.

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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen hautnah, 16. April 2007
Die Autorin berichtet von ihrer Kindheit im Iran, waehrend derer sie die Islamische Revolution aus ihrem eigenen, kindlichem Blickwinkel erlebt.

Durch die hier veroeffentlichen Rezensionen neugierig geworden, habe ich mir das Buch gekauft, obwohl ich eigentlich sonst ueberhaupt keine Comics lese. Und ich bin nicht enttaeuscht worden!! Die Autorin schildert aus der Sicht des 10-13jaehrigen Kindes ihre Umwelt, die Ansichten der Erwachsenen, die sie aufschnappt und sich probeweise zu eigen macht, und ihr eigenes kleines Leben, das sich mit Fortschreiten der Islamischen Revolution drastisch aendert.

Obwohl - oder vielleicht gerade weil - die Darstellung nicht sachlich-trocken, sondern kindlich-naiv gehalten wird, lernt man eine ganze Menge und ist, dank der Unerschrockenheit der kleinen Marjane quasi mitten im Geschehen. Eine untypische, aber sehr sympathische Form der Geschichtsvermittlung!
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen living history, 2. September 2004
Von Ein Kunde
Persepolis von Satrapi erzählt die Geschichte eines persischen Mädchens, das zu Beginn der Revolution 10 Jahre alt ist und in einem links-intellektuellen Haushalt aufwächst.
Um das Buch zu beschreiben fallen mir nur sehr gegensätzliche Bergriffe ein: es ist in seiner Vereinfachung - oder auch Abstraktion brilliant. Die Autorin kommt mit einfachen Bilderfolgen so auf den Punkt, dass sie vieles gar nicht explizit sagen muss.
Es ist einfühlsam weil es die Geschichte hautnah miterleben läss "living history" wörtlich - nicht als Betrachterin wie Hillary Rodham Clinton, sondern persönlich - das Nachbarhaus wird im Krig zerbombt - die Angst im Keller ist genau die Angst die unsere Eltern und Grosseltern im Keller hatten. Die Begeisterung mit der Mädchen auf den Schwarzmarkt geht um sich eine neue Kasette von ihrer Lieblingssängerin zu kaufen, ist die gleiche die wir hatten. Da ich gleich alt bin wie die Autorin, ist es zufälligerweise damals auch meine Lieblingssängerin gewesen. Der Schmerz, den Satrapis Mutter fühlt als sie ihr Kind ins Ausland schickt, trifft tief.
Und krass ist das Buch auch - nicht der Erzählstil, aber der Inhalt. Der ist zwar hinlänglich bekannt - aber das Buch hat doch einen etwas weiteren Horizont als die übliche Exilliteratur.
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