Die Autorin schreibt soviel über Dominanz und Freiwilligkeit dass sie dem Leser wirklich schon fast weis macht dass beides Hand in Hand geht. Bei genauer Betrachtensweise und einer gewissen eigenen Pferdeerfahrung wird man wissen dass dies nicht so ohne weiteres möglich ist. Sie schreibt negativ über eine Konditionierung des Pferdes, doch ist nicht auch jedes Pferd dass nach ihren Methoden gearbeitet wird schlicht auf gewissen Bewegungen konditioniert? Gestört hat mich auch die Tatsache dass sie scheinbar davon ausgeht dass wir unsere Pferde aus der Box holen und dann unmittelbar in ihre kleine abgesteckte Sandkiste parken um ihnen zu zeigen wer der Leithengst ist, wo bitte bleibt der Aspekt der Koppel/Weide? Viele Pferde sind gerade dort schwierig. Oder werden derartig ausgebildete Pferde nicht auf solche weiten Flächen gestellt??? Da hätte der Pseudo-Leithengst (=Mensch) wohl einige Probleme um seine Position halten zu können. Ich konnte leider nicht wirklich etwas positives aus diesem Buch mitnehmen, außer dass ich bei ihr wenigstens die Warnung fand, dass wenn Mensch mit Pferd versucht "Equus" zu sprechen (sind unsere Pferde wirklich so dumm und halten uns für Artgenossen...?) es auch zu diversen "unschönen" Reaktionen des Pferdes kommen kann, immerhin...