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Persönlichkeitsstörungen
 
 
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Persönlichkeitsstörungen [Gebundene Ausgabe]

Peter Fiedler
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Gebundene Ausgabe, 1. November 1998 --  
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 601 Seiten
  • Verlag: Beltz (1. November 1998)
  • ISBN-10: 362127278X
  • ISBN-13: 978-3621272780
  • Größe und/oder Gewicht: 24,2 x 16 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Peter Fiedler
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das umfassende Lehr- und Praxisbuch über Diagnose, Klassifikation, Ätiologie und Behandlung von Persönlichkeitsstörungen.Persönlichkeitsstörungen erweisen sich zunehmend als Herausforderung für die Praxis und Forschung in klinischer Psychologie, Psychiatrie, Psychosomatik und Verhaltensmedizin.Die historischen Entwicklungen und der gegenwärtige Kenntnisstand in der europäischen und anglo-amerikanischen Forschung werden dargestellt. Dabei finden die traditionellen Denkansätze und aktuellen Klassifikationsversuche in der Psychiatrie gleichermaßen Berücksichtigung wie die beständigen Fortentwicklungen der Verstehens- und Behandlungsansätze in der Klinischen Psychologie und Psychotherapie.Ausgehend von den diagnostischen Kriterien des DSM-IV und der ICD-10 informiert dieses fundierte Lehrbuch gut verständlich und umfassend über Grundlagen, Diagnose und Behandlung der verschiedenen Persönlichkeitsstörungen.Es bietet allen, die sich in Forschung und Praxis mit Persönlichkeitsstörungen auseinandersetzen, zuverlässige Informationen und Handlungsanweisungen.
I. Historische Perspektive und Stand der Konzeptentwicklung
1. Persönlichkeitsstörung - Perspektivierung eines zwischenmenschlichen Problems
2. Entwicklung psychiatrischer Systematiken der Persönlichkeitsstörungen
3. Psycholanalytiscjhe Konzeptentwicklungen: Charakterstörungen, Narzißmus, neurotische Stile
4. Interpersonelle Perspektiven: von der Psychodynamik zur Soziodynamik der Persönlichkeitsstörungen
5. Persönlichkeitspsychologie und Klinische Psychologie: Perspektive bio-psycho-sozialer Erklärungsmodelle
II. Persönlichkeitsstörungen
6. Persönlichkeitsstörungen: Extremvarianten menschlicher Besonderheit und Vielfalt
7. Paranoide Persönlichkeitsstörung
8. Schizoide Persönlichkeitsstörung
9. Schizotypische Persönlichkeitsstörung
10. Dissoziale und antisoziale Persönlichkeitsstörungen
11.Borderline-Persönlichkeitsstörungen
12. Geschichtlicher Bedeutungswandel der Hysterie-Diagnose
13. Histrionische Persönlichkeitsstörung
14. Narzistische Persönlichkeitsstörungen
15. Selbstunsichere und ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörungen
16. Dependente Persönlichkeitsstörung
17. Zwanghafte Persönlichkeitsstörung
18. Passiv-aggressive und negativistische Persönlichkeitsstörungen
19. Affektiv-depressive Persönlichkeitsstörungen
20. Selbstschädigende und sadistische Persönlichkeitsstörungen
21. Differentialdiagnostik und Komorbidität
22. Allgemeine Epidemiologie
III. Behandlung
23. Über die Schwierigkeiten der Psychotherapeuten im Umgang mit den Persönlichkeitsstörungen
24. Selektive und differentialle Indikation: Allgemeine Überlegungen zur Behandlung von Persönlichkeitsstörungen
25. Störungsspezifische Indikation: Die Behandlung der spezifischen Persönlichkeitsstörungen
26. Perspektiven für ein Verständnis und für die Auflösung therapeutischer Krisen
IV. Epilog
27. Die schwierig bestimmbaren Grenzen der Normalität. Der Versuch einen Vorläufigen Schlußpunkt zu finden
Literaturverzeichnis

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
In mittlerweile 6. und überarbeiteter Auflage liegt nun das Standardwerk zur Erfassung und Therapie von Persönlichkeitsstörungen von Peter Fiedler vor. Vielfach gründlich aktualisiert und durch ein neues Kapitel zur Frage der Depression erweitert, hat das Buch nichts von seiner grundlegenden Bedeutung für die Diagnostik und die Behandlungsansätze für das, was man klassischerweise "Persönlichkeitsstörung" nennt, verloren. Und bleibt auch in der neuen Auflage dabei, von außen und durch den Titel kaum erkennbar, neue Ansätze, Orientierungen und Wegmarken für die Betrachtung und den Umgang solcher Störungen aufzuweisen.

Ein guter Einstieg in das Buch ist und bleibt der Beginn mit dem Ende. Auch wenn es dem strukturierten Denken widerstreben mag, der Epilog enthält eine Reihe wesentlicher Informationen zur grundlegenden Methodik und Herangehensweise, die äußerst hilfreich sind, die umfassenden Betrachtungen der gut 400 Seiten anzugehen.

Nicht nur um der Problematik der Stigmatisierung zu entgehen, sondern auch im Blick auf aktuelle Betrachtungen der Forschung, plädiert Fiedler für eine Begriffsänderung hin zu "Persönlichkeitsstilen" statt "Störungen" und weiterhin für eine Verschiebung des Schwerpunktes der Betrachtung und Behandlung schwieriger Persönlichkeitsstile mit einem stärkeren Gewicht auf den Bereich der Beziehungsstrukturen. Eine logische Forderung, denn Fiedler ist unumstritten Recht zu geben darin, dass sich grundlegende Schwierigkeiten in und mit der eigenen Person fast ausschließlich im Bereich der Beziehungsgestaltungen und in Form von Interaktionsstörungen zunächst zeigen. "Störungen des Beziehungsverhaltens" trifft es da wesentlich eher, als althergebrachte Betrachtungsweisen.

Diese implizite Weiterentwicklung schwingt, wenn auch nicht immer ausgesprochen, in den fundierten, umfassenden und hervorragend beschriebenen Störungen im Buch mit, daher eröffnet der Epilog, auch mit seinen grundlegenden Betrachtungen zu klassischen Bereichen der Persönlichkeitsstörungen, ein breites Verständnis für das gesamte Thema. Ebenso motiviert gerade der Epilog mit seinen Einlassungen zu den Chancen echter Veränderungen, die oft genug kaum möglich erscheinen.

Das Buch selbst gliedert sich in drei aufeinander folgende und aufbauende Teile. Ein ausführlicher Blick auf die historische Perspektive eröffnet das Buch und bietet einen umfassenden Blick auf den gegenwärtigen Status quo. Der zweite Hauptteil, quantitativ mit dem breitesten Raum im Buch, legt den Schwerpunkt auf eine, im Einzelnen hervorragend strukturierte, Darstellung der Persönlichkeitsstörungen. Auch hier gilt das umfassende des Buches, keine der bekannten und anerkannten Persönlichkeitsstörungen lässt Fiedler aus und bietet ebenso wichtige Grundlagen und Hinweise für das diagnostische Verfahren. Auch der oft vernachlässigte Aspekt der Zweitdiagnosen findet hier eine ausführliche Würdigung.
Im dritten Hauptteil folgt die Darlegung der Behandlung, zum einen mit allgemeinen Betrachtungen und Hinweisen für eine ressourcenorientierte Behandlung, zum zweiten mit klarer methodischen Einlassungen für die einzelnen Störungsbilder und zum Schluss mit einem Blick auf mögliche Bearbeitungswege therapeutischer Krisensituationen.

Ein exzellent geschriebenes, hervorragend strukturiertes und praxisnah äußerst hilfreich umgesetztes Buch, das zu Recht seit Jahren als Standardwerk zur Diagnostik und Behandlung von Persönlichkeitsstörungen gilt und zudem mit hoher Empathie und Achtsamkeit Wege aus starren Betrachtungen und Wahrscheinlichkeiten der Stigmatisierung hinaus weist. Eine im besten Sinne Wendung zur Person des Klienten hin, statt allein in Verfahrenstechnik und klassischer Methodik zu verbleiben.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hinnark
Format:Gebundene Ausgabe
Das für die psychotherapeutische Praxis äußerst wichtige Gebiet der Persönlichkeitsstörungen wurde lange Zeit und wird zum Teil noch heute in der psychologischen Literatur vernachlässigt. Dies erfolgt meist entweder durch Ignorieren oder durch einfache Wiedergabe nur schematischer Diagnosekriterien aus den entsprechenden Katalogen. Der weitaus größte Teil individueller und interaktiver Problemkomplexe lässt sich kausal auf Persönlichkeitsstörungen zurückführen. Bestimmte Persönlichkeitsstörungen scheinen im Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Entwicklung zuzunehmen. Dieser Fragestellung geht Fiedler aus nahe liegenden Gründen (Schwierigkeit des wissenschaftlichen Nachweises) vielleicht ein wenig zu sehr aus dem Weg. Nichtsdestotrotz kommt ihm der Verdienst zu, als erster deutschsprachiger Autor eine umfassende und fundierte Monografie zum Thema verfasst zu haben. Wie viele wirklich guten wissenschaftlichen Publikationen ist das Werk in einer auch allgemein verständlichen Sprache geschrieben.
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102 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das beste Buch zum Thema 4. Januar 2003
Von Kristina Scherer TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Fiedlers bewährtes Lehrbuch rund um Persönlichkeitsstörungen dürfte das Bedürfnis nach Aufklärung des gerade in den letzten Jahren für die Öffentlichkeit interessant gewordenen Themas stillen.
Das Werk klärt Fragen wie „Welche Merkmale sind für welche Persönlichkeitsstörung typisch?", „Wie unterscheiden sich die Störungen?" oder „Wie kann eine bestimmte Störung behandelt werden?". Dabei nimmt der Autor 14 unterschiedliche genau unter die Lupe, anhand derer die Schwächen und Stärken des betroffenen Menschentypus herauskristallisiert werden. Jeder Störung ist ein ausführliches Kapitel gewidmet. Paranoide, antisoziale, histironische oder zwanghafte Persönlichkeitsstörungen gehören dazu. Insgesamt werden sogar weit über 100 Störungen erwähnt.
Eine gesonderte Übersicht klärt den Leser über eventuelle Zweitdiagnosen der Patienten auf: So leiden Borderline- Identitäten oft zusätlich zur Instabilität ihrer Emotionen und Stimmungen unter einer Essstörung wie z.B. der Bulimie. Menschen mit einer selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung besitzen nicht selten eine soziale Phobie, welche sich aus dem Teufelskreis ergibt, engere Kontakte und Kritik vermeiden zu wollen. Alle diese Problematiken können in extremen Fällen zur Selbstzerstörung oder zur Zerstörung anderer führen, wenn nicht rechtzeitig eine Therapie in Angriff genommen wird.
Die einzelnen Störungen werden in diversen Kriterien differenziert: Jemand mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, der sich nach übermäßiger Bewunderung sehnt, ist in der Gesellschaft weniger auffällig als eine schizophrene Person, welche sich meist gleich durch ein etwas eigentümliches Erscheinen bemerkbar macht. Denken und Wahrnehmung sind bei Schizophrenen häufig verzerrt und ihr grosses Aggressionspotential lässt sie keine klaren Gedanken mehr fassen. Die Grenzen zwischen Leben und Tod, Liebe und Hass sind für sie bloss dünn gezogene Linien. Emotionen werden oft in eine falsche Richtung gelenkt. Nicht alle, aber dennoch ein grosser Teil der Betroffenen verliert sich schnell in Gewalt. Dies ist einer der Gründe, warum viele Menschen vor dem Begriff „Schizophrenie" zurückschrecken und eine Konfrontation vermeiden. Der Autor gibt dem Leser aber zugleich Beispiele für positive Wesenszüge der Betroffenen.
Leider wissen wir nicht sehr viel über die Entstehung und Entwicklung von Persönlichkeitsstörungen. Auch die Behandlungsmöglichkeiten sind je nach Ausmass beschränkt, werden aber nach dem derzeitigen Stand der Dinge geschildert. 14 Kapitel befassen sich mit der Therapie der jeweiligen Störungen.
Die mittlerweile fünfte Auflage in überarbeiteter Form stellt die Komplexität des Themenkreises auch für den Laien verständlich dar. Nach jedem Paragraph folgt eine Informationsquelle mit den wichtigsten Definitionen der vorangegangenen Zeilen. Selten findet man ein solch ergiebiges, zusammenhängendes Werk, das so viele Arten von Störungen angemessen ausführt. Eine Besonderheit stellen die Kriterienkataloge dar, die zu einer besseren Übersicht dienen. Menschen mit Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung können sich mit Hilfe diesen selbst einschätzen und mehr über die Zusammenhänge ihrer Gefühle erfahren.
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