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Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten: Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern
 
 
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Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten: Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern [Broschiert]

Gerhard Roth
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 349 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 7 (Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 360894706X
  • ISBN-13: 978-3608947069
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,4 x 3,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 60.604 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»... Dennoch bleibt auch dann die Macht des Gewohnten stark. "Das Gehirn trachtet immer danach, Dinge zu automatisieren, Gewohnheiten auszubilden, und es beSetzt dies mit deutlichen Lustgefühlen. Am Bewährten festzuhalten vermittelt das Gefühl der Sicherheit, Geborgenheit und Kompetenz und reduziert die Furcht vor der Zukunft und dem Versagen", schreibt der Hirnforscher Gerhard Roth von der Universität Bremen in seinem 2007 erschienenen Buch "Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten. Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern". ...« Nikolas Westerhoff (Süddeutsche Zeitung, 07.06.08) »... Der Neurobiologe und Philosoph Gerhard Roth hat ein Buch geschrieben, das wichtige Erkenntnisse vermittelt, wie wenige Sachbücher es tun. Er wird damit ein paar Leute ärgern: den einen oder anderen Kollegen Philosophen, und vielleicht auch ein paar besonders fromme Leute. Der Rezensent ist begeistert, dass er Erklärungen dafür bekommt, was sprichwörtlich wahr, aber auch, was völlig falsch ist am Welt- und Selbstbild des Menschen - und vor allem, warum das so ist. Roth beschreibt und deutet die experimentellen Befunde psychologischer, entwicklungspsychologisch-psychotherapeutischer und neurobiologischer Arbeit. Zum Beispiel, "warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern", so der Untertitel seines Buches. Er zeigt, wie die Persönlichkeit entsteht, wie der Mensch sich entscheidet, wie er handelt und wie er sich verhält. ...« Martin Urban (Süddeutsche Zeitung, 9.11.2007) »Jeder weiß, wie schwer es fäll, die eigenen Gewohnheiten zu ändern, und noch schwerer ist es, das Verhalten anderer in eine Richtung zu lenken, die wir für vernünftig halten. Warum das so ist, versucht der bekannte Hirnforscher Gerhard Roth in seinem neuen Buch zu erklären, und was er zu diesem Zweck aufbietet ist beeindruckend: Glasklar, geduldig und für den Laien weitestgehend verständlich, legt Roth hier mit vielen alltagspraktischen Beispielen aus der experimentellen Psychologie so etwas wie die Quintessenz seiner Forschung vor. ...« Christine Pries (Frankfurter Rundschau, 10.10.2007) »... Gerhard Roth versteht es glänzend den derzeitigen Stand der Hirnforschung zusammenzufassen und Hält sich dabei erfrischend wenig an political correctness. Empfehlenswert!« (Der Tagesspiegel, 10.10.2007)

»... Dennoch bleibt auch dann die Macht des Gewohnten stark. "Das Gehirn trachtet immer danach, Dinge zu automatisieren, Gewohnheiten auszubilden, und es besetzt dies mit deutlichen Lustgefühlen. Am Bewährten festzuhalten vermittelt das Gefühl der Sicherheit, Geborgenheit und Kompetenz und reduziert die Furcht vor der Zukunft und dem Versagen", schreibt der Hirnforscher Gerhard Roth von der Universität Bremen in seinem 2007 erschienenen Buch "Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten. Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern". ...« Nikolas Westerhoff (Süddeutsche Zeitung, 07.06.08) »... Der Neurobiologe und Philosoph Gerhard Roth hat ein Buch geschrieben, das wichtige Erkenntnisse vermittelt, wie wenige Sachbücher es tun. Er wird damit ein paar Leute ärgern: den einen oder anderen Kollegen Philosophen, und vielleicht auch ein paar besonders fromme Leute. Der Rezensent ist begeistert, dass er Erklärungen dafür bekommt, was sprichwörtlich wahr, aber auch, was völlig falsch ist am Welt- und Selbstbild des Menschen - und vor allem, warum das so ist. Roth beschreibt und deutet die experimentellen Befunde psychologischer, entwicklungspsychologisch-psychotherapeutischer und neurobiologischer Arbeit. Zum Beispiel, "warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern", so der Untertitel seines Buches. Er zeigt, wie die Persönlichkeit entsteht, wie der Mensch sich entscheidet, wie er handelt und wie er sich verhält. ...« Martin Urban (Süddeutsche Zeitung, 9.11.2007) »Jeder weiß, wie schwer es fäll, die eigenen Gewohnheiten zu ändern, und noch schwerer ist es, das Verhalten anderer in eine Richtung zu lenken, die wir für vernünftig halten. Warum das so ist, versucht der bekannte Hirnforscher Gerhard Roth in seinem neuen Buch zu erklären, und was er zu diesem Zweck aufbietet ist beeindruckend: Glasklar, geduldig und für den Laien weitestgehend verständlich, legt Roth hier mit vielen alltagspraktischen Beispielen aus der experimentellen Psychologie so etwas wie die Quintessenz seiner Forschung vor. ...« Christine Pries (Frankfurter Rundschau, 10.10.2007) »... Gerhard Roth versteht es glänzend den derzeitigen Stand der Hirnforschung zusammenzufassen und Hält sich dabei erfrischend wenig an political correctness. Empfehlenswert!« (Der Tagesspiegel, 10.10.2007)

Kurzbeschreibung

Wer entscheidet, wenn ich entscheide?

Wir erfahren, wie unsere Persönlichkeit im Gehirn entsteht, wie sie bewusst und insbesondere unbewusst unsere Entscheidungen und unser Handeln lenkt. Bei Entscheidungen und Verhaltensänderungen haben die unbewussten Anteile unserer Persönlichkeit das erste und das letzte Wort, Verstand und Vernunft sind nur Berater. Der Autor erläutert, warum es schwer ist, uns selbst und andere nachhaltig zu ändern, und wie dies dennoch zu schaffen ist.


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kritischer Leser VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Es ist ein dickes Taschenbuch geworden mit 349 Seiten. Roth ist Professor für Verhaltensphysiologie und Entwicklungsneurobiologie, Zoologe und auch Philosoph. Er weiß wovon er schreibt und kann nackte Fakten verbinden mit möglichen philosophischen Interpretationen, was das heutige Menschenbild betrifft. Seinen Ausführungen liegt die Überzeugung zugrunde, das der biologische Imperativ gilt, denn er schreibt (S. 53): "Dies alles hat erst einmal den individuellen Zweck, dass wir am Leben bleiben, und den überindividuellen Zweck, dass wir in die Lage versetzt werden, uns fortzupflanzen, damit Menschen geboren werden, die dann dasselbe tun. Welche fantastischen Dinge die Menschen auch tun, sie sind alle direkt oder indirekt in diesen Kreislauf eingebunden."

In sechszehn Kapitel spannt er einen weiten Bogen von Details des menschlichen Gehirns bis hin zur Willensfreiheit. Eingeschoben hat er drei Exkurse über Methoden der Hirnforschung, Verstand und Gefühl, Veränderbarkeit des Menschen. Für die Kapitel 2 (Ein Blick in das menschliche Gehirn) und 3 (Ich, Bewusstsein und das Unbewusste) wäre es hilfreich, wenn man aus dem Biologieunterricht noch ein paar Fakten präsent hätte. Andernfalls muss man hier sehr konzentriert lesen und den einen oder anderen Abschnitt auch wiederholen. Außerdem ist es empfehlenswert sich die Abbildungen mit dem Gehirnaufbau herauszukopieren, neben das Buch zu legen und immer wieder nachzuschauen wo z.B. Nucleus accumbens, Hypophyse, Thalamus, Hippocampus, Amygdala oder Orbitofrontaler Cortex liegen und wie sie zusammen funktionieren.

Wer sich nicht besonders für Details der Elektroenzephalographie (EEG), Magnetenzephalographie (MEG) oder funktionelle Kernspintomographie (fNMR/fMRT/fMRI) interessiert, kann vorerst Exkurs 1 überschlagen und vielleicht später nachlesen.

In Kapitel 4 geht es um die Verankerung der Persönlichkeit im Gehirn. Es wird aufgezeigt, wie die vier Einflusskräfte die Persönlichkeit formen: Genetik, Hirnentwicklung, vorgeburtliche Erlebnisse und Sozialisation. Weil diese Entwicklungen bei keinem Menschen gleich verlaufen, ergibt sich daraus seine Einmaligkeit (S. 105): "Wir sind genetisch, entwicklungsmäßig, in unserer frühkindlichen Prägung und unserer Sozialisierung einmalig." Wenn Thilo Sarrazin diese Abschnitte gekannt hätte, dann hätte er sich in seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" vielleicht nicht so sehr auf die genetische Abhängigkeit der Intelligenz versteift. Generell gibt es für Roth keinen qualitativen Unterschiede zwischen Mensch und Tier, sondern nur quantitative.

Recht aufschlussreich sind Roths Standpunkte zur Psychologie der Entscheidungsprozesse. Er kommt, wie auch andere Autoren, zu dem Schluss, dass die Rational-Choice-Methode (also die Theorie vom rational wählenden und handelnden Menschen, dem Homo oeconomicus) nicht der Wirklichkeit entsprechen kann. Er begründet dies ausführlich. Menschliche Entscheidungen werden von unbewussten Motiven geprägt. Was ins Bewusstsein dringt, ist nur ein kleiner Teil dessen, was zu einer Entscheidung geführt hat. Unbewusstes und Vorbewusstes spielen eine bedeutsame Rolle. Roth nennt einige Heuristiken (Daumenregeln), beschreibt ihre Vorteile, aber auch deren Grenzen. Komplexe Entscheidungen können nicht durch einfache Entscheidungsmethoden (also Heuristiken) getroffen werden. Man müsse auch unterscheiden zwischen rationalem Abwägen und Entscheiden. Entscheidungen fallen nach Roth immer aufgrund offener oder verdeckter Emotionen. Es werden die Vor- und Nachteile von Bauchentscheidungen, rationalen Entscheidungen und intuitiven Entscheidungen besprochen. Roth steht hinter dem Begriff "somatische Marker", der von Antonio Damasio geprägt worden ist.

In den letzten Kapiteln beschäftigt er sich mit dem Begriff ICH und der Willensfreiheit. Dieses Thema ist natürlich schon von vielen Theologen, Philosophen, Psychologen und heutzutage auch Neurologen ausführlicher behandelt worden. Letztlich lässt er, so jedenfalls der Eindruck, hier einen klaren Standpunkt in der Schwebe. Bewusstsein und ICH sind für Roth nur besondere Verarbeitungszustände des Gehirns. Keinesfalls ist das ICH eine eigene Wesenheit, die unabhängig vom Gehirn existiert. Bei der Willensfreiheit beschränkt sich Roth auf zwei Kriterien einer gefühlten Willensfreiheit: Autorenschaft und Alternativismus, also das Gefühl, Verursacher des Willens zu sein und dass man auch anders hätte entscheiden zu kommen. Er macht deutlich, dass der Mensch zwar ein komplexes (biologisches) System sei, bei dem Vorhersagen nicht möglich wären. Dies würde aber nicht bedeuten, dass es (also das System Mensch) nicht doch determiniert sein könnte.

Schließlich werden auch verschiedene Hindernisse und Bewältigungsstrategien beschrieben, was die Veränderung von Menschen betrifft. Dabei fallen die Kapitel über Vorgesetzte und dessen Funktion eher etwas schwach aus. Wenn gefordert wird, dass der Vorgesetzte die Persönlichkeits- und Belohnungsstruktur seiner Mitarbeiter kennen müsse, dann ist dies in der betrieblichen Praxis schlichtweg eine Überforderung. Der Chef müsst dann Psychologe und Psychotherapeut sein - was er nicht ist und auch nicht sein kann. Hier geht Roth sehr wahrscheinlich von Mitarbeitern in Universitäten aus, in einem überschaubaren Institut, mit Chefs seines Wissens und Kalibers.

Einer seiner letzten Sätze lautet (S. 328): "Wo Moralvorstellungen nicht in personalen Motiven verankert sind, können sie auch nicht unser Handeln bestimmen." Dies müsste er all den Moralisten auf die Stirn brennen, die meinen zu wissen, was Moral zu sein hat und wie sich Menschen verhalten müssten. Menschen, so könnte man aus allen Ausführungen Roths folgern, sind nun einmal Nutzen-Optimierer, die dem biologischen Imperativ folgen. Wobei dieser Nutzen natürlich auch in einer immateriellen persönlichen Befriedigung liegen kann. Geld ist nicht alles. Dauerhafte Veränderungen gehen nur, wenn das neue Verhalten emotional verinnerlicht, verankert worden ist.

Alles in allem ein stückweise nicht immer einfach zu lesendes aber sehr empfehlenswertes Buch.
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lohnt sich nicht! 26. Dezember 2011
Format:Broschiert
Dieses Buch enthält "von jedem Dorf einen Hund". Es ist eine Zusammenstellung von mehr oder weniger wissenschaftlichen und wissenschaftlich aktuellen Erkenntnissen anderer und zum Teil noch ohne eigene Bewertung. Eine fleißige Arbeit, vermittelt keine Zusammenhänge. Inzwischen ist die Forschung ein ganzes Stück weiter!
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