Es war zu erwarten, dass Hubert Haensel mit seinem Beitrag zur Autorenbibliothek auf das Thema seines besten Rhodan-Romans zurückkommen würde. Bully's Hass auf Bostich ist noch ebenso wenig verraucht wie dieser das Todesurteil gegen Bully aufgehoben hat. Daraus und aus dem Konflikt mit der überragenden Technik der tradom'schen Schlachtschiffe flicht Haensel einen spannenden Roman, der geprägt ist vom Misstrauen zweier unsterblicher Staatsmänner, abenteuerlicher Action und den hyperphysikalischen Anomalien auf einem fremden Planeten, die den Helden schwer zu schaffen machen.
Anfangs merkt Bully, der die Qualen in arkonidischer Gefangenschaft eigentlich für überwunden hielt, dass dies in keinster Weise der Fall ist. Er findet sich in einer Gefechtssimulation einem arkonidischen Agenten gegenüber, es kommt wegen seiner Ressentiments zur Katastrophe.
Als einer der verschollenen Katamare gesichtet wird, macht er sich auf den Weg, um das fremde Raumschiff vor Bostichs Zugriff zu bewahren und für die LFT zu erobern. Beide Staatsmänner kommen annähernd gleichzeitig am Brennpunkt an und werden durch physikalische Unsäglichkeiten gezwungen, mit wenigen Begleitern den Vorstoß zu wagen. Jeder bekommt die Chance, den anderen Auszuschalten...
Das am Ende der Konflikt zwischen den beiden Unsterblichen keinen wirklichen Fortschritt gemacht hat, schmälert den Lesewert des Romans nur unerheblich. Eine gute Leistung für die Rhodan-Chronik!