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Perry Rhodan 83: Kampf um die SOL (Silberband): 3. Band des Zyklus "Aphilie"
 
 

Perry Rhodan 83: Kampf um die SOL (Silberband): 3. Band des Zyklus "Aphilie" [Kindle Edition]

H. G. Francis , Hans Kneifel , Clark Darlton , Kurt Mahr , H. G. Ewers , William Voltz

Kindle-Preis: EUR 9,99 Inkl. MwSt. und kostenloser drahtloser Lieferung über Amazon Whispernet
Der Verkaufspreis wurde vom Verlag festgesetzt.

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es ist das Jahr 3578. Die Menschheit der Erde ist bis auf wenige Immune der Aphilie verfallen und hat die Fähigkeit verloren, Gefühle zu empfinden. Rhodan und andere Immune wurden von der Erde verbannt. Mit dem Fernraumschiffs SOL suchen sie seit nunmehr 38 Jahren die Position der heimatlichen Milchstraße, bisher ohne Erfolg. Zu allem Überfluss treibt der Bordrechner SENECA ein falsches Spiel und paktiert mit den Keloskern. Das Shetanmargt, ein unersetzbares Aggregat der genialen Mathematiker, soll an Bord der SOL gebracht werden. Im Malstrom der Sterne, dem neuen Standort der erde, existiert eine zweite von Menschen bewohnte Welt: Ovarons Planet. Perry Rhodan ließ dorthin kurz vor seiner Verbannung einige Menschen evakuieren, die von der Veränderung nicht betroffen waren. Die Frauen von Ovarons Planet benötigen nun Hilfe. Perry Rhodans Sohn Roi Danton und Reginald Bull, der die Fesseln der Aphilie überwinden konnte, bereiten ein riskantes Rettungsmanöver vor ...

Auszug aus Perry Rhodan 83. Kampf um die SOL von Perry Rhodan. Copyright © 2003. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Last Stop. Mittag über dem Tal der roten Würmer. Brütende Hitze.
Sunchex Olivier blickte vom Peilgerät auf, das er mit der rechten Hand trug, und wischte sich mit der Linken den Schweiß von der Stirn.
»Das ist ein merkwürdiges Signal«, stellte er fest.
»Lass sehen!«, verlangte Vylma Seigns und streckte die Hand auffordernd aus.
Als Sunchex den Peiler überreichte, bedachte er seine Begleiterin mit einem Blick voller Anbetung. Vylma und er bildeten ein eigenartiges Paar: Er war nicht sonderlich groß, flink zwar, aber keineswegs kräftig, schlau, aber nicht zu ehrgeizig. Die niedrige Stirn und der wirre schwarze Haarschopf stützten zusammen mit der bronzefarbenen Haut und dem scharf geschnittenen Gesicht Sunchex' Behauptung, seine Vorfahren seien aus dem Bezirk Mexiko gekommen. Vylma Seigns dagegen hoch und hehr wie eine Göttin - das waren wörtlich die Begriffe, die Sunchex gebrauchte, wenn er sie beschrieb -, um einen halben Kopf größer als er, mit rötlichem, langem Haar, überaus weiblichen Formen, einem sinnlichen Mund und einer Physiognomie, die Intelligenz ausstrahlte.
»Der übliche Doppelimpuls«, stellte sie sachlich fest und wandte den Blick nicht von der Anzeige.
»Wahrscheinlich nur Störgeräusche«, vermutete Sunchex.
»Es ist mehr als das«, widersprach Vylma. »Wir sollten uns bemühen, das Artefakt möglichst rasch zu finden.«
Sunchex Olivier nickte mit Nachdruck. »Ich bin ganz deiner Meinung.«
Das Tal der roten Würmer war von der Natur nicht für Fußmärsche eingeplant. Der westliche Hang zeigte sich steil und tückisch. Nur im Osten stieg der Talgrund mit sanfter Neigung zur Hochebene an. Auf dem fruchtbaren Boden bildete üppige Vegetation einen dichten Bewuchs.
Wer hier durchwollte, musste sich gewaltsam einen Weg bahnen.
Sunchex machte rege von seinem Desintegrator Gebrauch. Für Vylma schuf er eine breitere Schneise, als eigentlich nötig gewesen wäre.
Die Frau ließ es geschehen, obwohl sie deshalb ein wenig langsamer vorwärts kamen. Von Zeit zu Zeit musterte sie den Peiler aufmerksam und mit ein wenig Sorge. Das Gerät war für die Suche nach Gadgets entwickelt worden. Seine vergleichsweise einfache Positronik reagierte auf den charakteristischen Doppelimpuls der Artefakte, ein kräftiges Signal, in 1,2 Millisekunden Abstand gefolgt von einem schwächeren. Niemand hatte bislang ermitteln können, was diese Art von Streuimpulsen bedeutete. Man war damit zufrieden, dass sich auf diese Weise eine Möglichkeit bot, den fremden Hinterlassenschaften und vielleicht den
Geheimnissen der keloskischen Technologie auf die Spur zu kommen.
Gadget - das war die Bezeichnung für ein technisches Gerät unbekannter Funktion. So nannte die Besatzung der SOL die Gegenstände, die vereinzelt auf dem Kontinent gefunden worden waren. Sie waren verwirrend in ihrer äußeren Plumpheit und der unenträtselbaren Komplexität des inneren Aufbaus. Das plumpe Aussehen zeugte ebenso deutlich von der physischen Ungeschicklichkeit derjenigen, die solche Geräte zu bedienen hatten, wie das Innere die überlegene Technologie der Fertigungsstätten verriet.
Fest stand bislang, dass die Gadgets einem bestimmten Zweck dienten.
Der Verdacht, dass die Kelosker von ihrer Heimatwelt aus auf geheimnisvolle Weise mit diesen Gebilden in Verbindung standen, lag nahe. Seit Galbraith Deightons Expedition wusste jeder, dass die Kelosker eines der Konzilsvölker im Rat der Sieben waren und verantwortlich für die Abschätzung der Folgen neuer Strategien.
Aber damit hatte das, was man wusste oder wenigstens plausibel vermutete, schon sein Ende. Die Kelosker waren - aus terranischer Sicht - ein unsagbar fremdes Volk. Ihre Denkweise war unverständlich, ihre Handlungen entsprangen einer anderen Logik. Dabei waren es gerade die Kelosker, mit denen Perry Rhodan und seine Mannschaft sich würden einigen müssen, wenn sie jemals die heimatliche Milchstraße wiedersehen wollten. Auf unerklärliche Weise hielten die Kelosker die SOL auf Last Stop fest. Das riesige Schiff durfte nicht starten. Hätte es den Versuch trotzdem gewagt, wäre es über dem Planeten in einer gigantischen
Explosion vergangen.
Der Pfad, den Sunchex Olivier bahnte, hatte die Talsohle fast erreicht.
Sunchex gab ein gurgelndes Geräusch von sich, als aus einem Loch im Boden ein fleischiges, wurmähnliches Wesen hervorkroch und ins Gestrüpp zu fliehen versuchte. Das Tier war gut dreißig Zentimeter lang, sein fetter Körper hatte die Dicke eines Männerarms. Die Farbe war ein kräftiges Rot. Mit Blick auf diese Geschöpfe war das Tal benannt worden.
Inzwischen wussten die Biologen jedoch, dass sie es nicht wirklich mit Würmern zu tun hatten, sondern mit einer Raupenart, dem ersten Metamorphosestadium eines großen Nachtfalters, der nur in diesem Tal vorzukommen schien.
Die Messwerte näherten sich einem Maximum. »Das Gadget muß sehr nahe sein«, behauptete Vylma.
Sunchex' Desintegrator löste das Gestrüpp in dünne Staubschleier auf, die träge verwehten. Knapp zehn Meter voraus war das Dickicht jäh zu Ende. Auf einer kreisförmigen Lichtung wuchs saftiges Gras. Sunchex stieß einen halblauten Ruf der Überraschung aus.
»Dort liegt es«, sagte er angespannt.
Das Ding war größer als die meisten bisher gefundenen Artefakte. Es erschien quaderförmig und knapp einen Meter lang. Auf mehreren schiefen Teilflächen waren klobige Servomechanismen angebracht: Hebel und Schalter, deren Griffe man sogar mit dem Blatt eines kleinen Spatens hätte betätigen können.
Vorsichtig trat Vylma auf den Fund zu. Sunchex hielt sich etwas zurück, er traute dem grauen Ding nicht, das schief auf der Seite lag, als hätte es jemand weggeworfen. Die großflächigen Leuchtanzeigen erinnerten an erloschene Augen. Vylma umrundete das Gebilde - und plötzlich erwachte es mit einem hellen, zornigen Summen zum Leben. Die Anzeigen flammten auf, und der Quader schnellte geradezu in die Höhe. Mit einem überraschten Schrei sprang Vylma zurück. Ihr Fuß verfing sich in einer Wurzel. Sie stürzte, und das war ihr Glück, denn nur einen Atemzug später hätte das Gadget sie mit beachtlicher Geschwindigkeit getroffen und wohl schwer verletzt.
Im nächsten Moment schien das Gebilde sich eines Besseren zu besinnen.
Es glitt langsam und sacht zu Boden und versank zur Hälfte im Gras. Die Leuchtanzeigen erloschen, das Summen hörte auf. Sprachlos starrte Sunchex das Ding an, während Vylma den Peiler aufhob, der ihr beim Sturz entfallen war. Beim Blick auf die Anzeige stutzte sie.
Der Doppelimpuls des Gadgets wurde durch zwei kräftige rote Leuchtpunkte angedeutet. Aber rechts und links daneben gab es eine Reihe langsam deutlicher werdender, flackernder Signale, die auf der Anzeigefläche hin und her sprangen. Die Farbe der Flackersignale war zuerst ein fahles Grün gewesen. Sie wurden aber rasch leuchtstärker und wechselten ins Gelbe, ein deutliches Zeichen dafür,

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 836 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: PERRY RHODAN digital; Auflage: 1 (17. Juni 2011)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B005EGXT3A
  • Amazon Bestseller-Rang: #38.222 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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