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Perrak (Krimiklassiker mit Horst Tappert)
 
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Perrak (Krimiklassiker mit Horst Tappert)

Horst Tappert , Werner Peters , Alfred Vohrer    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Horst Tappert, Werner Peters, Erika Pluhar
  • Regisseur(e): Alfred Vohrer
  • Komponist: Rolf Kühn
  • Format: Anamorph, Dolby, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Pidax film media Ltd. (AL!VE)
  • Erscheinungstermin: 5. August 2011
  • Produktionsjahr: 1970
  • Spieldauer: 88 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0051KFUKE
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.091 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Auf einer Müllhalde am Rande von Hamburg wird die Leiche des 19jährigen Transvestiten Toni gefunden, der ein Vermögen besitzt. Auf der Suche nach dem Mörder gerät Perrak, Leiter des Sittendezernats, ständig an Unterweltler Kaminski, der den "Wohltäter Tonis" sucht, um ihn zu erpressen. Kaminski ist Perrak immer um eine Sekunde voraus. Perrak findet bei einem verunglückten Diplomaten kompromittierende Fotos von Prominenten, stößt auf einen Likörfabrikanten und kann nach zwei weiteren Morden den Täter stellen.

Video.de

Spannender und dramaturgisch solider Krimi von Edgar-Wallace-Regisseur Alfred Vohrer ("Das Gasthaus an der Themse"), der Hauptdarsteller Horst Tappert (vor seiner "Derrick"-Karriere) durch verschiedene Hamburger Milieus streifen lässt. So geraten Immobilienmakler, Juristen, Geheimdienstler, die Fotos verschwinden lassen, und mit allen Wassern gewaschene Jungen aus Kaminskis Gang in sein Visier. Köstlich: "Die Gemeinschaft der grauen Nonnen" in einem vornehmen Patrizierhaus entpuppt sich als Porno-Salon.

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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Trash mit Tappert 22. August 2011
Von Amazon bestätigter Kauf
Toter Transvestit auf der Müllkippe, Sadismus auf dem Schrottplatz, Porno-Machenschaften in Großbürgervillen, blutrünstige Verfolgungsjadgen, das Ganze gespickt mit ordinärer Sprache und ein paar schalen Gags: Das ist "Perrak", auch bekannt als "Inspektor Perrak greift ein". Was die einen grottig finden, werden die anderen - und dazu zähle ich mich - als "Trash-Perle" genießen. Wer jedenfalls St. Pauli-Filmen wie "Großalarm für die Davidswache" oder "Zinksärge für die Goldjungen" etwas abgewinnen kann, wird auch an dieser gewalttätigen Räuberpistole aus dem Hamburg der beginnenden 70er Jahre seine Freude haben. Der Nachdruck eines Promo-Heftchens, das der DVD beiliegt (und damit das einzige Extra bildet), bezeichnet den Film selbst als "pulvertrockenen Sittenreißer". Im Mittelpunkt steht Perrak (Horst Tappert), ein ruppiger und desillusionierter Kriminalbeamter und alleinerziehender Vater. Der Tod eines Transvestiten führt ihn nicht nur ins dreckige "Miljö", sondern auch in die sogenannte feine Gesellschaft Hamburgs.

Exquisit ist allerdings die Besetzung - vor wie hinter der Kamera. Neben Tappert spielen Größen wie Werner Peters ("Der Untertan"), Erika Pluhar, Judy Winter sowie "Tatort"-Pionier Walter Richter als Penner. Mit Wolf Roth und Jochen Busse sind auch zwei Jung-Schauspieler dabei, deren Karriere 1970 noch am Anfang stand. Die Musik steuerte Rolf Kühn bei, Regie führte Edgar-Wallace-Experte Alfred Vohrer.

Letzterer war später Spezialist für TV-Krimis, u.a. für "Derrick". Dort zeichnete er am Anfang für die eher actionorientierten Folgen verantwortlich, darunter "Tote Vögel singen nicht" und "Schock", zwei lupenreine Reißer von 1976, die innerhalb des ZDF für eine Diskussion um Gewaltdarstellung in Krimis sorgten. In diesen beiden Episoden gibt es durchaus einige Parallelen zu "Perrak", etwa mit Blick auf die Brutalität, die Millieuschilderung und das Auftreten Tapperts als Ermittler, der ordentlich unter Dampf steht und Verdächtigen schon mal an den Kragen geht. Wenn es eine Brücke zwischen Perrak und Derrick gibt, dann an dieser Stelle.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank F. TOP 500 REZENSENT
Auf einer Müllhalde wird die Leiche eines Transsexuellen gefunden. Inspektor Perrak vom Sittendezernat übernimmt den Fall. Die ersten Spuren führen Perrak in ein Nobelbordell.

"Perrak" ist in eher unbekannter Film von Alfred Vohrer. Sehr schade, denn viele Filmfreaks werden somit nicht wissen, was sie hier verpasst haben. Vohrers Film bietet nämlich eine ganze Menge exquisiter Dinge. Zwielichtige Gestalten innerhalb eines dreckigen Gesamtbilds ist ein Teil davon. Ein vereinzelnd schäbiges und schmieriges Ambiente in dem ein Halunke dem anderen Feind ist und für Geld über Leichen geht, ein weiterer Teil.

Den Kriminellen gegenüber steht Horst Tappert als Inspektor Perrak, der ebenfalls nicht der Zimperlichste ist. Perraks Verhalten ist nicht mit dem eines Vorzeigepolizisten zu vergleichen, ganz im Gegenteil. Wenn man bedenkt, dass "Perrak" aus dem Jahr 1970 stammt und Stefano Vanzinas "Das Syndikat" von 1972, so kann man schon zu dem Entschluss kommen, dass "Perrak" eine gewisse Pionierfunktion für den italienischen Polizeifilm hat/te. Zweifelsohne kommt "Perrak" dem Grundprinzip des italienischen Genrekinos, sprich dem italienischen Polizeifilm recht nahe.

Die Darsteller in Vohrers Film agieren allesamt sehr gut. Bei dem namhaften Besetzungsstab nicht gerade verwunderlich, aber trotzdem muss die Intensität der Darsteller besonders lobend erwähnt werden. Arthur Brauss und vor allem Berno von Cramm machen als Vertreter der kriminellen Riege keine Gefangenen, sondern gehen straight, fies und gemein vor, auch wenn sie mit ihrer Skrupellosigkeit nicht immer den gewollten Erfolg zelebrieren können. Horst Tappert spielt die Rolle des Perraks so wie man es sich in einem Film dieser Machart wünscht. Alles richtig gemacht, Horst! In den weiblichen Parts wissen Judy Winter und Erika Pluhar ebenfalls sehr zu überzeugen.

Die eher minimale Grundstory die der Film aufweist, ist jederzeit in der Lage für weitere Verwicklungen und unangenehme Situationen der Hauptdarsteller zu sorgen. Dabei werden auch die sexuellen Ausschweifungen (dezent formuliert) der besseren Gesellschaft angesprochen.

Fazit: "Perrak" ist ein eher unbekanntes Juwel. Ein deutscher Polizeifilm der volle Breitseite nach vorn geht und mit einem sarkasmusähnlichen Wortwitz untermauert ist. Kurzweilig und absolut sleazy.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Nachtfalter TOP 1000 REZENSENT
Ob nun als Trash oder Klassiker bezeichnet, unter den zahlreichen Filmen aus dem Hamburger Rotlichtmilieu der 60er und frühen 70er Jahre gehört "Perrak" zu den wenigen Streifen, die auch tatsächlich über echten Stil verfügen und nicht nur billig das übliche Klischee bedienen. Erfrischende Dialoge mit dem authentischen Wortwitz jener Ära, der hier aber nie primitiv oder aufgesetzt wirkt. Keine Slapstickeinlagen wie bei manchen Rolf Olsen-Werken und vor allem Actionszenen, die eine solche Bezeichnung auch verdienen. Für eine deutsche Produktion enthält der Film einige erstaunlich harte und bluttriefende Passagen (sogar in Nahaufnahme), die ich so gar nicht mehr in Erinnerung hatte und die man selbst bei internationalen Titeln nur selten findet. Fast schon ein Wunder, daß "Perrak" keine FSK 18 Einstufung erhielt!

Ich muß zugeben, daß ich nie ein großer Fan von "Derrick" gewesen bin, aber ich liebe Horst Tappert in seinen frühen Rollen, weil darin seine schauspielerischen Talente noch ungleich besser zur Geltung kamen, als später in der langlebigen Krimiserie, wo er eigentlich nur stets korrekt gekleidet sein Hirnschmalz arbeiten und Harry den Wagen vorfahren ließ. Hubert Suschka brilliert in der Rolle des bösen Schurken und Gegenspielers von Tappert, ebenfalls noch um Längen überzeugender wie zwei Jahre später im "Sonderdezernat K 1" als abgeklärter Kriminaler. Werner Peters, Judy Winter, Arthur Brauss und Jochen Busse agieren souverän wie immer, und Walter Richter mimt den Penner im Leberkoma mit gleicher Ausdruckskraft wie wenig später den Kommissar Trimmel im "Tatort". Und für alle Liebhaber und Kenner des deutschen Films gibt es auch bei "Perrak" wieder einige Schauspielerperlen zu entdecken, die uncredited in Minirollen das Herz erfreuen, von Horst Hessling bis Gottfried Kramer.

Die Pidax Film hat mit der vorliegenden DVD-VÖ wieder perfekte Arbeit geleistet, die Qualität von Bild und Ton erscheint tadellos für Material diesen Alters. Ein informatives Booklet in Form eines Nachdrucks des damaligen Filmhefts rundet das Angebot ab, durch das praktische Wendecover des Amaray verunziert auch kein aufdringliches FSK-Logo den nostalgischen Gesamteindruck.

Fazit: Das Vertrauen in die Qualitäten eines Alfred Vohrer-Streifen wird auch bei "Perrak" nicht enttäuscht... der Mann verstand sein Handwerk! Alle Nostalgiker und Liebhaber des deutschen Milieufilms erwartet in diesem Streifen atmosphärische Dichte und exzellente Dramaturgie... deshalb eine uneingeschränkte Kaufempfehlung und verdiente 5 Sterne in der Gesamtbewertung.
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