So könnte man die drei Grundkomponenten dieser ungewöhnlichen Verfilmung benennen.
Ivan macht sich bereits in jungen Jahren Gedanken über sein Ableben. Eine Wahrsagerin hat seiner Oma prophezeit, dass er nur 30 Jahre alt werden würde. In seiner Kindheit ist er eng mit seiner Großmutter verbunden. Es fällt ihm schwer, sie zurück zu lassen, als er nach
Hongkong zieht. Beruflich ist er fortan überaus erfolgreich. Er kann sich ein schmuckes, eigenes Apartment leisten, in dem er die nächsten 6 Jahre verbringt. Für sein 'Privatleben' hat er lange keine Zeit, bis er in der Sauna eines Fitnessstudios Windson kennen lernt und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Groß ist der Schock, als offensichtlich wird, dass dieser hetero ist. Trotzdem gehen sie eine Art von Freundschaft/Beziehung ein, die für beide Seiten doch nie gänzlich befriedigend wird. Aber Windson bleibt für Ivan die 'große Liebe' und die Sehnsucht nach der Wiedervereinigung nach einer schmerzhaften Trennung bleibt über all die Jahre weiter bestehen......
Bisher stand ich aus Asien stammenden Produktionen mit schwuler Thematik recht kritisch gegenüber, da ich doch einige mich nicht besonders ansprechende Werke gesehen habe. Hier verhielt es sich anders. Der Geschichte gelang es, mich zu fesseln. Eine recht melancholische Story über die schwule Lebensgestaltung in einem völlig anderen Teil der Welt, in der man einen anderen Zugang zum Thema Homosexualität gefunden zu haben scheint.
Schnell stellt man fest, dass der Regisseur Scud sehr ungezwungen mit der Nacktheit seiner Darsteller umgeht. Doch diese fügt sich wunderbar in die Gesamtkomposition ein. Die jungen Körper strahlen eine eigene Ästhetik aus. Neben China/Hongkong wurde auch in Australien, Japan, Thailand und Israel gedreht, Stationen im Leben von Ivan. Ungewöhnlich auch die breite Zeitspanne, die der Film abzudecken versucht. Der Blick in die Zukunft ist dann jedoch ziemlich gerafft.
Extras: Ein recht kurzes Making of in Interviewform, eine Galerie und Trailer
Gibt's nur im Original Kantonesisch/Englisch mit zuschaltbaren deutschen Untertiteln
Fazit: Außergewöhnliche Bildkompositionen lassen über kleinere Schwächen des Handlungsverlaufes gut hinwegsehen. Ein durchaus sehenswertes Werk.