Wer sich an den Urtext des Meisters, i.e. Heidegger, aus wohl guten Gründen noch nicht rangetraut hat, dem bietet sich mit diesem höchst gelungenem "Heideggerroman" (möglicherweise der erste dieses Genres)eine sowohl in sprachlicher als auch intellektueller Hinsicht sehr unterhaltsame Annährungsmöglichkeit. Joachim Klein schafft es mit großer geistiger Spannkraft, einen Bogen zwischen zeitgenössischem Kulturpessimismus (bzw. -realismus), einer eingestreuten summarischen Darstellung der Heidegger-Rezeption auf internationaler Ebene sowie einer Schwarzwald-(Un-)Kultur-Topographie zu schlagen. Obendrein ist das Ganze in einen kühnen und vor überraschenden Wendungen berstenden Plot gegossen, der sprachlich-literarischen Hochgenuß mit der Spannung eines Thrillers aufs Erfreulichste vereinigt. "Permaforst" ist im besten Wortsinn witzig, unterhaltsam und tiefsinnig. Ein Fest für Fans der feinsinnigen Beobachtung. "Prädikat wertvoll"!