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Perlmanns Schweigen: Roman
 
 
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Perlmanns Schweigen: Roman [Taschenbuch]

Pascal Mercier
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 640 Seiten
  • Verlag: btb Verlag; Auflage: 9.Auflage (1. August 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442721350
  • ISBN-13: 978-3442721351
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (46 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 57.929 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der angesehene Sprachwissenschaftler Philipp Perlmann trifft sich mit einer Gruppe von berühmten Kollegen in einem Hotel an der ligurischen Küste . Konfrontiert mit den hohen Erwartungen der anderen, zieht er sich so sehr in sich zurück, daß er bald in eine ausweglose Situation gerät, die ihn sogar an den Rand eines Mordes treibt.

Über den Autor

Pascal Mercier, geboren 1944 in Bern, heißt im richtigen Leben Peter Bieri und ist Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
97 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Philip Perlmann, Linguistikprofessor und anerkannte Kapazität seines Fachs, soll ein Treffen hochrangiger Wissenschaftlerkollegen in einem luxuriösen italienischen Hotel leiten.

Was diese Kollegen jedoch nicht ahnen und auch nicht erfahren dürfen, ist, dass Perlmann sich seit längerer Zeit völlig ausgebrannt fühlt und überzeugt ist, zur Wissenschaft im allgemeinen und zu seinem Fach im besonderen nichts mehr zu sagen zu haben.

Innerlich hat sich Perlmann längst aus dem Wissenschaftsbetrieb verabschiedet und empfindet dessen Mechanismen - den Zwang, ständig neue Erkenntnisse zu liefern, eigene Thesen zu verteidigen, Irrtümer von Kollegen aufzudecken etc.- nur noch als nutzlos und bedrohlich.

Wirkliche Freude empfindet Perlmann nur noch beim Übersetzten aus fremden Sprachen, jener Leidenschaft, die ihn einst zur Linguistik geführt hat.

So nutzt er die Zeit, die eigentlich zur Ausarbeitung seines eigenen - von allen mit Spannung erwarteten - Beitrags erforderlich wäre nicht zu dessen Vorbereitung, sondern zur Übersetzung eines russischen Aufsatzes, den ein im persönlich bekannter aber in Fachkreisen völlig namenloser russischer Autor verfasst hat.

Die Panik, den Kollegen einen eigenen Beitrag vorstellen zu müssen, verleitet ihn in einer Kurzschlussreaktion dazu, den übersetzten russischen Text zur Verteilung an die Kollegen weiterzugeben. Ihm ist bewusst: sollte dieses Plagiat aufgedeckt werden, wäre seine berufliche und soziale Existenz vernichtet.

Als plötzlich und völlig unerwartet der russische Autor des Textes seine Ankunft ankündigt, sieht Perlmann nur noch einen Ausweg: Er muss den russischen Kollegen töten! In Perlmann reift ein minutiöser Mordplan, der seinen eigenen Selbstmord einschließt...

Pascal Mercier (alias Professor Peter Bieri) ist in meinen Augen ein brillanter Roman gelungen: In hervorragender Weise gelingt es dem Autor, die innere Zerrissenheit seines Protagonisten plastisch zu machen, der zwischen dem Gefühl, aus dem als gnadenlos empfundenen Wissenschaftsbetrieb ausbrechen zu müssen und dem Bewusstsein, damit seine gesamte bisherige Existenz in Frage zu stellen derart zerrissen wird, dass er zur Vertuschung eines (vermeintlichen) Plagiats keinen anderen Weg mehr sieht als einen Mord und seinen Selbstmord.

Dies gelingt Mercier zum einen durch seine genaue Beschreibung der zunehmend paranoiden Gefühlswelt des Protagonisten. (Diese Beschreibungen habe ich, anders als andere Rezensenten, weder als monoton noch detailversessen sondern als dem Bewusstseinszustand der Hauptfigur angemessen empfunden) Zum anderen durch die hervorragend entwickelten weiteren Charaktere, insbesondere den "Haupt-Antagonisten" Brian Millar (Ich hoffe, ich habe dessen Diktion in meiner Überschrift leidlich getroffen.) Hier kommen dem Autor offensichtlich seine "Insider-Kenntnisse" aus dem realen Wissenschaftsbetrieb zugute.

Obwohl der Roman über 630 Seiten stark ist, reißt der Spannungsbogen in keinem Moment ab. Im Gegenteil: Ich habe das Buch mit einigen Jahren Abstand ein zweites Mal gelesen und es kann die Spannung sogar wieder aufbauen, wenn man den Plot bereits kennt.

Das gelingt nach meiner Einschätzung kaum einer Geschichte und macht diese daher in meiner persönlichen Wertung zu einem der für mich seltenen "Fünf-Sterne-Bücher".

Insgesamt ein herausragendes Buch, dass mitreißende Spannung mit höchstem Anspruch und Eloquenz vereint: Eine absolute Leseempfehlung.
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116 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mit-Leiden auf 600 Seiten 4. Januar 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Gleich vorweg: Ein großartiges Buch.

Perlmann ist ein Linguist, der es weit gebracht hat und nun plötzlich an einem Punkt ankommt, wo er "nichts mehr zu sagen hat." Weil er aber auch das niemandem sagt, wird er weiterhin zu Tagungen eingeladen, soll Vortragsmanuskripte einreichen und eine Ehrenprofessur in Princeton erhalten. Und nun findet er sich als Hauptverantwortlicher einer linguistischen Fachtagung wieder, deren Krönung ein Vortrag von ihm, dem berühmten Perlmann, sein soll. Allein der Gedanke an die zahllosen Situationen, in denen andere (Kollegen, die Tochter, die Sekretärin, sogar die Hoteldame oder der Kellner) merken könnten, wie es um ihn bestellt ist, bringt Perlmann fast um den Verstand. Seine Gedanken kreisen nur noch um den Teufelskreis "Tarnen-Verbergen-Unvorhergesehene Zwischenfälle-Entlarvtwerden", und nur die abendlichen Schlaftabletten und eine zunehmende Absonderung von der Gruppe helfen ihm mit Mühe durch die Wochen dauernde Fachtagung.

Für den Leser, zumal den mit der wissenschaftlichen "Szene" vertrauten, ist die Lektüre nicht selten an der Schmerzgrenze: Man kann es ja so gut verstehen! Wie Perlmann sich jede Einzelheit in allen entsetzlichen Konsequenzen bis ins letzte ausmalt, dann aber doch einfach weitermacht und schließlich nicht selten nur durch "dumme Zufälle" gerettet wird. Ab und zu hört man kurz auf zu lesen, um einfach wieder durchzuatmen.

Für alle, die auch schon einmal am Tag der Veranstaltung das Manuskript nicht hatten und sich gefragt haben, warum das Ganze eigentlich so wichtig ist: ein Muss (und ein Vergnügen). Für alle anderen: vielleicht ein wenig zu detailreich in der Beschreibung der wissenschaftlichen Auseinandersetzungen.

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48 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Die Voraussetzungen sind gut: Ein erlesener Kreis von Sprachwissenschaftlern tagt einige Wochen (!) in mediterraner Herbststimmung, um Fachgespräche zu führen. Einer aus der Gruppe, Perlmann, verfängt sich hinter dieser Fassade immer mehr in zwang- und wahnhaften Gedankengebilden und schließt sich damit innerlich völlig von der Gruppe (und dem Rest der Welt) aus, empfindet diese stattdessen zunehmnend als Bedrohung. Eine einfallsreiche Geschichte, die sich über weite Strecken im Kopf der Hauptperson abspielt. Das Abdriften der innerlichen Erlebenswelt Perlmanns mit der ständigen Drohung einer äußeren Manifestation in Form einer Gewalttat bildet einen genialen Spannungsbogen. Akribische, nie gekünstelt wirkende Wortwahl und schöner Schreibstil sorgen für Genuß beim Lesen. Die Exkursionen in philosophische Aspekte der Sprache (z. B. die Darstellung von Erlebtem durch das Medium Sprache, die Schwierigkeiten des Dolmetschens und Übersetzens) habe ich genossen; ebenso die guter Menschenkenntnis entsprungenen Charakterbeschreibungen. Die genaue Schilderung alltäglicher Vorgänge ist nie langweilig, bringt aber dem Leser die quälende Anspannung der Hauptfigur nahe. Wunderbar auch die treffend beschriebenen Gesprächssituationen + Gedankengänge aus der akademischen Welt, auch für Nicht-Sprachwissenschaftler von hohem Wiedererkennungswert. Desgleichen kommen die Freunde der Ligurischen Küste auf ihre Kosten.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Fesselnd, tiefgehend, bedrohlich
Eine Zusammenfassung des Inhalts spare ich mir hier, da das andere schon viel besser gemacht haben als ich das könnte. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Passarinha veröffentlicht
Einmaliges Erlebnis
Es fällt so ungeheuer schwer, noch etwas Neues zu den bereits hervorragend geschriebenen Rezensionen zu sagen. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Inge Noeninger veröffentlicht
"Perlmanns Schweigen" führt zum "... Handwerk der Freiheit"
Pascal Mercier und Peter Bieri, von denen die beiden Bücher im Titel der Rezension stammen, sind ein und dieselbe Person. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Bernd Hecht veröffentlicht
Für mich ein Meisterwerk!!!
Ich staune darüber, wie sehr die Meinungen zu diesem Titel auseinandergehen. Ich gehöre zu den Lesern, die die innere Zerrissenheit von Perlmann äußerst... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Kate veröffentlicht
Sperrig, manchmal langatmig, aber jede Mühe wert!
Philip Perlmann ist einer der besten seines Faches! Als Linguist genießt er großes Ansehen und seine Stimme hat bei den Kollegen Gewicht. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Tobias Fabian-Krause veröffentlicht
Einfach zu lang
Was ich in den anderen Bewertungen noch nicht gelesen habe: Die Geschichte, deren Spannungsbogen sehr lange und mühsam aufgebaut wird, ist auf Seite 400 eigentlich... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Thomas Grund veröffentlicht
Perlmann, go on please!
...jammerschade, dass Perlmann nun wirklich schweigt, der Buchdeckel geschlossen bleibt.
Mit stetig wachsendem Vergnügen habe ich diesen wunderbaren Roman genossen und er... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Oblomowina veröffentlicht
Kurzweilige Sezierung der Gedankenwelt eines Menschen
Perlmann ist ein Linguist, ein Spachwissenschaftler, der hohes Ansehen in seinem Beruf geniesst.

Kurz nach dem Tod seiner Frau muss Perlmann nun einer wichtigen... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Andreas Schneider veröffentlicht
Wahnsinnig langweilig!
"Nachtzug nach Lissabon" ist eines meiner Lieblingsbücher und ich dachte mit einem weiteren Buch von Pascal Mercier könnte ich nichts falsch machen. Weit gefehlt! Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Cosette veröffentlicht
mühsam, mühsam und noch mühsamer!!!!!
ich habe das perlmanns schweigen gekauft, da mir der nachtzug nach lissabon eigentlich ganz gut gefallen hat, aber das buch hier ist echt eine zumutung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Mai 2010 von felicie rosenberg
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Autor des Buches 1 11.12.2011
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