Normalerweise veröffentlichen Alkoholiker ihre Biographie, wenn sie den Suff überstanden haben. Hier nun schreibt einer, für den Trunkenheit der einzig vorstellbare Lebenszweck zu sein scheint. Zudem tarnt er seine Bekenntnisse als Krimi, was nicht nur wenig originell ist, sondern zudem dem Leser allerhand abverlangt. Es wird nämlich unablässig kölscher Dialekt gesprochen, was aber nicht weiter stört, weil von Spannung oder der Jagd nach einem Täter ohnehin wenig zu sehen ist. Der Protagonist der Handlung trinkt an wechselnden originalen Stätten und beschläft ständig irgendwelche Frauen, was erkennbar eine kreative Leistung der lebhaften, aber einseitigen Fantasie darstellt. Niemand, der soviel trinkt, kriegt auch nur seine Unterhose unfallfrei über die Füße. Spielt aber keine Rolle, am Ende dieser Stiftung Warentest für Kneipen und Getränke sind alle glücklich und... trinken. Das Buch ist nur für Anonyme Alkoholiker geeignet, die sich mal wieder an ihr früheres Leben erinnern und abgruseln wollen.