Das vierte The Poodles Album hat den meiner Meinung nach etwas dämlichen Titel "Performacracy" und ein langweiliges Bandfoto als Cover. Das sind aber die einzigen wirklichen Aussetzer des Werkes. The Poodles hatten nach einem starken, mit Gastschreibern vollen ersten Album "Metal Will Stand Tall" weniger Glück mit den folgenden Werken in meinen Augen. Während Album Nr. zwei "Sweet Trade" noch ganz gut war, hatte Album drei "Clash Of The Elements" nur wenig gute Songs, dafür mehr Heaviness. Auf dem vierten Werk haben die vier Schweden es geschafft ihre eingängigen Refrains und die etwas gesteigerte Härte in Einklang zu bringen, so dass ein Opener wie "I Want I All" Programm ist. Hier klingen die Jungs bissig und hungrig, was auch bei den folgenden Tracks der Fall ist. Gerade der Sound klingt sehr gut, da man hier die einzelnen Instrumente gut raushört und das Ganze positiv rau tönt. Genau das brauchen die Lieder! Die vermeintliche Ballade "Father To A Son" hatte nur einen balladesken Anfang und ist eigentlich eine Gute Laune Nummer mit geilem Refrain und simpler Drum Arbeit. Frontmann Samuel klingt allzeit souverän. Das funktioniert auch gut bei dem Oberohrwurm "Cuts Like A Knife", hier werden dramatische Spannungsbögen mit balladesken Parts abgewechselt, so dass der Song ein zukünftiger Liveklassiker im Programm der Pudel ist. Da gehe ich jede Wette ein! Daneben gibt es auch schleppende Titel der Sorte "Action" oder "I Believe In You". Natürlich sind auch poppige Nummern wie "Love Is All" oder "Bring Back The Night" vertreten.
Bei fast 57 Minuten Laufzeit sind leider dann auch 1-2 durchschnittliche Tracks auf der CD, die man ruhig hätte weglassen können. Schwamm drüber! Die Scheibe ist guter Hard Rock mit einem Schuss Poser / Glam Touch. So will ich die Poodles hören!