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Die Performances der Künstlerin Marina Abramovi? im Kunstunterricht: Performatives Handeln als Weg zu neuer Selbstwahrnehmung bei Schülerinnen und Schülern Taschenbuch – 14. Februar 2014


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Über den Autor und weitere Mitwirkende

Berit Eichler, 1976 in Scherzingen/Schweiz geboren, ist Kulturwissenschaftlerin und Lehrerin für die Fächer Bildende Kunst und Deutsch in Hamburg. Schwerpunkt ihres wissenschaftlichen Interesses ist die Verknüpfung von Geist und Leiblichkeit. Die Infragestellung dieser kulturell bedingten Dualität ist auch für ihre Tätigkeit in der Bildung von entscheidender Bedeutung und motivierte sie zu dem vorliegenden Buch.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Textprobe:
Kapitel 2.1, Performance:
Kunstpädagogische Konzepte aus dem Bereich Performance eignen sich hervorragend, um sich Abramovics Kunst zu nähern und ihrem Impuls nachzugehen, mit Körpererfahrungen und Wahrnehmungsweisen zu experimentieren. Dies gilt auch für Schülerinnen und Schüler. In dem Artikel Über Lebendigkeit oder die Präsenz des Unsichtbaren in dem von ihr herausgegebenen Buch Performativität erfahren. Aktionskunst lehren Aktionskunst lernen schreibt Marie Luise Lange: Für die ästhetische Bildung von Heranwachsenden in und außerhalb der Schule [...] bergen performative Kunstverfahren revolutionäre phantasiefördernde Potenziale. Durch sie aktivieren die Heranwachsenden, ihre oft durch Mode, Outfit oder Extrem- oder Modesport zwar gestylten, aber was das wirkliche Spüren von Körperaußen- und Innenräumen angeht, vernachlässigten Körperwahrnehmungspotenziale. Spiel und Ausdauer, skurrile Figuren und ungewöhnliche Gesten, Laufen, Sich-Wahrnehmen mobilisieren eingeschlafene oder unabgerufene Körperempfindungen und sensibilisieren für räumliche Atmosphären (Lange 2006b, 103).
Dabei orientiert sich auch die pädagogische Performancearbeit an Grundsätzen der Performance-Art, die in intensiver Form in Abramovics Arbeiten zu finden sind. Hierbei handelt es sich um: 1) die Präsenz des handelnden Körpers und die leibhaftige Faktizität des Da-Seins [...]. 2) das Sich-aufs-Spiel-Setzen des Künstlers und das Geschehenlassen des Ereignisses. 3) das physische und psychische Durchlaufen eines Transformationsprozesses, an dem das Publikum sinnlich-mimetisch beteiligt ist. 4) die Bildung einer spontanen Gemeinschaft zwischen Künstler und Publikum, in welcher ein energetischer Raum entstehen kann, der zwischen allen Zeiten und Orten liegt. In ihm wachsen endlose Vorstellungen, Sinnentwürfe und Bedeutungen, die bereits während des Entstehens verschoben und durch sichtbar werdende Risse verändert werden. 5) der Künstlerkörper ist das Werkagens und das räumliche Umfeld wird mit seinen Geräuschen, Bewegungen, Energien, Gerüchen, allen Gegenständen und Medien zu einer Art sinnlich-ästhetisch mit -verkörpernden Atmosphäre (ebd. S. 105).
Performative Prozesse irritieren eingeschleifte Wahrnehmungsweisen. Indem die Performenden neue, ungewohnte Handlungen (eventuell unter Einbezug ungewöhnlicher Materialkombinationen) ausführen, verschiebt sich das Sinngefüge und bringt neue Erfahrungen hervor. Als Bricolage aus unterschiedlichen Kunst-, Sprach- und Medienbezügen und den Dingen des Alltags bringen die bilderzeugenden Prozesse des Performativen eingespielte Wahrnehmungsgewohnheiten zum Kippen. Für Momente wird Wirklichkeit durch die eigene Anstrengung im Tun oder auf seiten [sic] der Zuschauenden, im Rezipieren, als Schaffen eines eigenen Sinns, neu, und damit anders als im alltäglichen Kontext erfahren (Lange, 2006a, S. 11).
Hierbei entsteht keine eindeutige Wahrheit, sondern vielmehr Ahnungen von möglichen Seinsweisen, die jedoch nur für den Moment real sind und stets neue Verbindungen eingehen. Performer und Zuschauer lernen so ihre Wahrnehmung zu öffnen und neue Erkenntnisse zu gewinnen. In diesem Sinne ist Performance-Arbeit ein Experimentierraum für Erfahrungen und Erkenntnisse abseits vom Logozentrismus. Im Gegensatz zu diesem geht es bei der pädagogischen performativen Arbeit um die Entwicklung eines ganzheitlichen Wissens durch Erfahrungen, welche mit Hilfe von Körperbeobachtung und die Wahrnehmung von raum-, bild-, klang- und energetischen Atmosphären entsteht (vgl. Lange, 2006b, S. 105). In diesem Sinne beschreibt Lange Performance-Arbeit als eine Form, den Körper als Körperwerkstatt (ebd. S. 107) zu begreifen. Sie lehrt, die Energie- und Bewegungsflüsse sowohl im Körper, als auch im Raum wahrzunehmen. Durch die Arbeit an und mit Performance soll die Wahrnehmung für Habitus und Handlung wie für vergehende Zeit und die Aura des Raumes entwickelt und sensibilisiert w

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