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Der Bewerbung von "Sonja Reesch" beispielsweise merkt man an, dass sie sich nicht viel Mühe gegeben hat. Gnadenlos zerpflücken Püttjer und Schnierda ihre mit peinlicher Selbstanpreisung versehene Massenbewerbung, weisen auf ungeschickten Aufbau, abstrakte Leerfloskeln und nicht erklärte zeitliche Lücken hin. Aber "Sonja Reesch" kann auch anders. Bei ihrer überarbeiteten Fassung ist der Lebenslauf passgenau auf die ausgeschriebene Stelle zugeschnitten, bei Berufstätigkeit und Praktika sind stichwortartig die wichtigsten Tätigkeiten angegeben, die zeitliche Lücke ist erklärt und das Foto diesmal auch nicht ganz so depressiv. Die Einladung zum Vorstellungsgespräch ist ihr fast schon sicher.
Behandelt werden im Buch Anschreiben, Lebenslauf, aber auch das Zusammenstellen der kompletten Bewerbungsmappe mit sämtlichen Anlagen. Wichtig sind auch die Tipps, wie man Stellenanzeigen analysiert und in seinen Unterlagen auf die Wünsche des Unternehmens eingeht. Kurz, ein rundum gelungener Leitfaden! --Nina Hesse -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Einen Punkt Abzug gibt es von mir aber dafür, dass die Positiv-Beispiele für Anschreiben und Lebenslauf nicht nur durch die bessere formale Gestaltung und den höheren Informationsgehalt gegenüber den Negativ-Beispielen aufgewertet werden, sondern immer auch dadurch, dass "plötzlich" auf die angestrebte Stelle passgenaue Praktika oder andere Tätigkeiten auftauchen, die in den Negativ-Beispielen noch nicht aufgeführt waren. Was aber machen Bewerber ohne solch optimale Vor-Erfahrungen?