Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Back in (all shades of) Purple, 1. Januar 2003
Im Jahre 1984, 14 Jahre nach dem Mega-Seller "In Rock" erwecken Ian Gillian, Ritchie Blackmore, Roger Glover, Ian Paice und John Lord Deep Purple wieder zum Leben. In dieser legendären Besetzung nehmen sie in New York ein Album auf, das beweist, dass sie noch längst nicht zum alten Eisen gehören: Perfect Strangers. Instrumental vielversprechend beginnt das Album mit einer kleinen "Einzugshymne". Aber bereits nach 45 Sekunden haut Ritchie Blackmore, der parallel mit Rainbow Erfolge feierte, kräftig in die Saiten. "Knocking At Your Back Door" präsentiert sich im typischen Purple-Stil. Gitarren-Auftakt, gewohnt gestaltete Strophen und ein von Gitarren getragener Chorus. Spätestens nach den ersten Minuten ist bereits klar, dass die Schaffenspause der Band der Qualität der Musik nicht geschadet hat. Nach dem exakt 7 Minuten langem Auftakt, der mit einem sehr guten Solo endet, geht es mit "Under The Gun" weiter. Stilsicher wie eh und je rocken sich die 5 durch den Track, sowie auch durch den dritten ("Nobody's Home"). Mit dem 4. Song beginnt im übertragenen Sinne auch für Band ein "Mean Streak". Es folgen nämlich die besten Songs des Albums. "Mean Streak" selbst strotzt nur vor Spielfreude. Man merkt spätestens hier, dass die Band nicht vom Label zu einem Reunion-Album gezwungen wurden, sondern, dass hier 5 geniale Musiker einfach ihre Musik wieder auferstehen lassen wollten. Und das ist ihnen absolut gelungen. Der Titelsong hielt sich auch in den Single Billboards wochenlang und das verwundert nur wenig. "Perfect Strangers" wurde, was natürlich für die Qualität spricht, bereits von den meisten Rockgrößen (z.B. Dream Theater, Iron Maiden, usw.) irgendwann mal auf einem Konzert gecovert. Der Song ist wirklich "perfect" und fremd kommt er einem nach wenigen Sekunden bereits nicht mehr vor. In "A Gypsy's Kiss" lässt's die Band dann richtig krachen, allen voran Blackmore, der hier das vielleicht beste Solo eines Deep Purple-Studioalbums überhaupt abliefert. "Wasted Sunsets", der einzige "ruhigere" Song ist genau das, was man sich unter einer Rockballade im Stile der 70er vorstellt. "Hungry Daze" wird von einem überzeugenden einfachen Motiv getragen, das sich durch den ganzen Song zieht. "Not Responsible" schließt das 9 Songs fassende Album ab, reicht aber vielleicht nicht ganz an die Qualität der 5 vorangegangen Tracks heran. Das wäre aber auch fast schon unheimlich. Das europäische Release des Albums enthält als Bonustrack noch das 10-minütige brillante Gitarrenstück "Son of Aleric", in dem Blackmore die Gitarre in herrlichster Weise singen lässt. Insgesamt merkt man dem Album nicht an, dass es erst 1984 nach einer Pause entstanden ist. Es hätte genauso gut 10 Jahre vorher entstanden sein können. Gillians Stimme ist kraftvoll wie eh und je und der ganze Band merkt man nicht im geringsten eine "Altersschwäche" oder Müdigkeit an. Mitten in "Mean Streak" singt Ian Gillian plötzlich "We all came out to Montreaux... but that's another song" - aber das ist bezeichnet. "Perfect Strangers" darf ruhig in einem Atemzug mit "Burn" oder "In Rock" genannt werden, es ist eh selten genug, dass ein „Rock-Imperium" derart heftig zurückschlägt.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Perfektes Comeback, 30. Juli 2006
1984 waren Blackmore und Glover mit Rainbow und Gillan mit Black Sabbath musikalisch in einer Sackgasse. Paice trommelte mal hier, mal da und Lord hatte bei Whitesnake Langeweile. Also, was blieb da übrig: Das Comeback natürlich. Und dieses ist wirklich gelungen. "Perfect strangers" ist eine tolle Scheibe geworden. Irgendwie hört sich alles leicht und locker an. Es ist eine perfekte Mischung aus "Machine Head" und der letzten Rainbow geworden. Tolle songs sind Knocking at your back door, Perfect strangers und Gypsy`s kiss. Wasted sunsets und Under the gun sind nicht wirklich schwächer. Auch die Zusatzstücke Not responsible und Son of alerik halten das Niveau. Sicherlich muss man zugeben, dass Purple hier auf "Nummer sicher" gegangen sind. Aber bei so einem Resultat soll mir das gerne egal sein.
5 verdiente Sterne. Die beste Gruppe war zurück!
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19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine der besten Comeback-Scheiben, 11. Dezember 2003
Nachdem sich die Band 1976 als Konsequenz aus dem erfolglosen Album "Come Taste The Band" aufgelöst hatte, schlug es natürlich ein wie eine Bombe, als man sich in der glorreichen Mk-II-Besetzung acht Jahre später wieder formierte. Herausgekommen ist eines der besten Comeback-Alben aller Zeiten - mir fällt im Moment nur AC/DCs "Back In Black" oder Queens "Made In Heaven" (obwohl das auch kein "richtiges" Comeback war) ein, die vergleichbar wären. Bestimmt habe ich irgendeine wichtige CD vergessen... Wie auch immer, Deep Purple klingen auf "Perfect Strangers" mindestens so gut wie zu ihren besten Zeiten: das ganze Album rockt von A bis Z und die Band spielt erfrischend und voller Feuer. Ich finde bei jedem Durchlauf einen anderen Favoriten. Es geht mit dem genialen Mitsing-Song "Knocking At Your Back Door" los und bevor man sich von diesem grandiosen Paukenschlag erholen kann, folgt mit "Under The Gun" ein weiterer Song, der einfach einen unheimlich geilen Groove hat und einen kaum nur still dasitzen und zuhören lässt. Bei "Nobody's Home" wiederum gefällt mir das Orgelsolo besonders gut. Dies ist im Übrigen der einzige Song - zumindest laut Booklet - der auf diesem Album von der gesamten Band geschrieben wurde, ansonsten stammen erstmals fast alle Songs nur von Blackmore, Gillan und Glover. "Mean Streak" ist vielleicht etwas schwächer, weil manchmal etwas eintönig, aber dafür folgt mit dem mysteriös klingenden Titeltrack einer der besten Purple-Songs überhaupt. Absolut genial auch "A Gypsy's Kiss" - auf jeden Fall der rockigste Song des Albums mit hammermäßigem Mittelteil, geilem Gitarrensolo und einer unvergleichlich fetten Bass-Line. Und mit "Wasted Sunsets" folgt eine der besten Balladen, die es gibt. Deep Purple beweisen mit diesem romantisch und erhabenen klingenden, melancholischen Song erneut - nachdem sie bereits Göttergaben à la "Anthem", "Mistreated" oder "Our Lady" ablieferten - dass Hard Rocker eben doch die besten Balladen schreiben. Mit den ebenfalls mächtig rockenden, groovenden "Hungry Daze" und "Not Responsible" (warum hier übrigens die Lyrics nicht im Booklet stehen im Vergleich zu den anderen Songs, ist mir ein Rätsel, auch wenn es sich um einen Bonus-Track handelt) sowie dem spacigen, ruhigen Blackmore-Instrumentalstück "Son Of Alerik" wird das Werk schließlich beendet. Ein Album, das wirklich in keinem Plattenschrank fehlen sollte und das den alten Mk-II-Meisterstücken in nichts nachsteht.
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