Spannend beginnt dieser Roman für Jugendliche ab etwa elf bis zwölf Jahren. Beschrieben wird im Prolog eine Hetzjagd: Ein gewisser Pedro ist auf der Flucht vor einer Bedrohung und versteckt schließlich etwas Geheimnisvolles, um es später wieder einzusammeln. Doch wenig Hoffnung besteht für sein Überleben und an der spannendsten Stelle bricht der Prolog ab. Lange Zeit sucht man nach dem Zusammenhang zwischen Pedro, Hugo und Rupert. Dieser wird er in der zweiten Hälfte deutlich, während insbesondere die erste Hälfte des Buches nicht wirklich überzeugt. Insgesamt ist viel Handlung vorhanden, sie wird jedoch oft nur in wenigen Sätzen umrissen. So trifft Rupert vor seiner Expedition beispielsweise Christoph Columbus - ein Ereignis, das dem britischen Autor Rob Stevens eine halbe Seite wert ist!
Die Kapitel sind kurz gehalten, haben selten mehr als sieben bis acht Seiten Länge. Genutzt wird ein historischer Kontext - die Handlung spielt etwa zu Ende des 15. Jahrhunderts, eine genauere Bestimmung ist leider nicht möglich -, der dann mit Fortschritt der Reise in einen fantastischen Kontext abtaucht. Dennoch ist die historische Grundlage unbefriedigend. Die rechte Atmosphäre mag nicht aufkommen und viele Redebeiträge erinnern eher an gegenwärtige Jugendsprache. Die erwähnten Macadamia Nüsse stammen zudem ursprünglich aus Australien, einem Land, das bestenfalls 100 Jahre nach dem Zeitpunkt der Expedition entdeckt wurde.
Positiv hervorzuheben ist die Entwicklung Hugos, die trotz des sehr auf Handlung fixierten Buches, vorangeht. Immer wieder erinnert er sich an Ratschläge seiner bereits verstorbenen Eltern
Ein rasanter Abenteuerroman für junge Leser, wenig anspruchsvoll, aber zumindest mit einigen witzigen Dialogen versehen.