Klappentext/Buchrücken:
Die mysteriösen Vorfälle in Darkmoor Hall reißen nicht ab, und bald ist Percy klar, dass kaum einer seiner verschrobenen Verwandten eine weiße Weste hat.
Als er und seine Freunde ein für alle Mal das Rätsel um das Familienrezept der Worcestershire-Sauce lösen wollen, stoßen sie auf ein noch schwärzeres Geheimnis, das der verschollene Allan Darkmoor vor vielen Jahren mitgebracht hat: eine unheimliche Macht, die seitdem in den düsteren Gängen von Darkmoor Hall ihr Unwesen treibt und den Kindern nach dem Leben trachtet.
Meine Meinung:
Achtung, da es sich hier um den zweiten Band der Percy Pumpkin- Reihe handelt, können Inhalte aus dem ersten Band verraten werden.
Es geht spannend weiter mit Percy und seinen Freunden.
Diesmal jedoch, konzentriert sich der zweite Band weniger auf das Rezept der geheimnisvollen Worcestershire-sauce sondern viel mehr um Percys Verwandte im Schloss, die fast alle ein Geheimnis mit sich rumzutragen scheinen. Percy und seine Freunde beschließen den Geheimnissen auf den Grund zu gehen, und was zunächst noch wie ein gutes Abenteuer scheint, entwickelt sich schon bald zu einer Gefahr für Percy und die anderen Schlossbewohner.
Auch in diesem Band kommen die Kinder wieder deutlich in den Fokus der Handlung. Die Charaktere scheinen sich genau wie der Schreibstil im zweiten Band weiter zu entwickeln. Percy, der weiterhin der Protagonist bleibt, wirkt ernster und mutiger und macht sich ziemliche Sorgen um seine verschwundenen Eltern.
Auch die Zwillinge scheinen etwas ernster zu werden und vor allem Claire scheint sich mit Percy etwas verbundener zu fühlen.
Sofort positiv aufgefallen ist mir die kurze Zusammenfassung der Ereignisse aus dem letzten Band. Nicht nur das es mir half meine Erinnerungen aufzufrischen, es erlaubt auch dem Leser, direkt mit Band zwei zu beginnen, statt mit Band eins, wobei ich diesen dennoch unbedingt empfehlen würde.
Die Kapitel sind wieder kurz und knackig, die Handlung erschien mir spannender als im ersten Band. Selbst wenn der Spannungsbogen immer wieder mal fällt, bleibt die Geschichte dennoch interessant durch die Darstellung, der zahlreichen, verschiedenen Personen und ihren Absichten.
Natürlich gibt es auch hier Intrigen und auch das Geheimrezept ist wieder in Gefahr.
Manches mag zwischendurch etwas weit hergeholt erscheinen, machte mir persönlich aber nicht viel aus, denn immerhin ist es ein Buch für junge Leser und es darf gerne auch mal etwas fantastisch zugehen.
Interessant und vor allem altersgerecht fand ich die Beschreibung einiger erfundenen Dinge, diese regen beim Lesen die Fantasie zusätzlich an.
Der Autor entschuldigt sich für sein offenes Ende im ersten Band, jedoch ist schnell klar das auch im zweiten Band das Ende offenbleiben wird.
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, beinhaltet 28 Kapitel und endet nach 354 Seiten mit einem Nachwort und einem Personenregister.
Das Cover wurde passend zum ersten Band gestaltet und verspricht schon durch sein Äußeres ein Abenteuer.
Fazit:
Der Mumienspuk ist ein Abenteuer für Jung & Alt, bei dem ich selbst gerne wieder Kind gewesen wäre und auf diesem Schloss gelebt hätte.
Der zweite Band konnte mich noch mehr beeindrucken als sein Vorgänger. Ich würde schon fast behaupten, dass er deutlich spannender war und Christian Loeffelbein sich in seinem Schreibstil gesteigert hat.
Dies lässt mich noch mehr auf den dritten Band freuen, der hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lässt.
Gesamtwertung: 5/5 Sterne
Christian Loeffelbein, geboren 1968, hat in Kiel und Berlin Literaturwissenschaften, Kunstgeschichte und Anglistik studiert. Er ist ein echter Schreiberling. Denn er hat nicht nur als Journalist für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften gearbeitet, sondern sogar schon ein Drehbuch für ein Spielfilmprojekt geschrieben. Außerdem denkt er sich liebend gern Abenteuergeschichten für Kinder aus. Percy Pumpkin war sein erster Roman. (Quelle: Coppenrath Verlag).
© Michaela Gutowsky