Vor den Augen der Leser wird dank dem Comic aus dem Hause Carlsen die erste Geschichte um "Percy Jackson" lebendig. Attila Futaki, der für die Zeichnungen zuständig ist, dürfte vielen kein Unbekannter sein. Comic-Fans kennen ihn von "Savage Dragon", "Severed", oder "Joung Blood". Seine Bilder sind verwaschen, diffus und gehen nicht ins Detail. Dafür hauchen sie schemenhaft, aber mit klaren Proportionen der Geschichte um "Percy Jackson" Leben ein.
Für die Farben zeichnet José Villarrubia verantwortlich. Zu den bekannteren seiner Arbeiten zählen diverse Comics der "Spider-Man"-, "Wolverine"- oder "Conan"-Reihe. Dunkle Pastelltöne dominieren den Comic und erschaffen so eine düstere, bedrohliche Atmosphäre - sehr passend zur tragischen Geschichte des jungen Halbgottes Percy Jackson.
Im Gegensatz zum Film wurde im Comic kaum etwas aus der ursprünglichen Story gekürzt. Die Geschichte wird authentisch erzählt und die Probleme des jungen Halbgottes, dem eine Menge Hürden auf dem Weg in den Hades aufgebürdet werden, werden lebendig. Dabei verwebt Rick Riordan in seiner Erzählung ausgezeichnet die Mythologie der alten Griechen mit der Handlungsgegenwart. Mit Grover und Anabeth stehen zwei starke Freunde an Percys Seite - ein schlagkräftiges Trio stellt sich den göttlichen Intrigen.
Fazit:
In ein edles Hardcover eingebunden, erwartet den Leser eine spannende Geschichte. Verwaschene Zeichnungen und düstere Farben dominieren den Comicband und machen die Story lesenswert. Rick Riordan bietet eine komplexe und interessante Anfangsgeschichte, die Lust auf mehr macht. Es bleibt zu hoffen, dass der Carlsen Verlag noch weitere Bücher der "Percy Jackson"-Reihe in Bildform veröffentlicht.