Nachdem Percy Jackson in Band 1 verhindert hat, dass die Götter sich gegenseitig bekriegen und in Band 2 seinen Freund, den Satyr Grover, vor einem Zyklopen gerettet hat, geht es in Band 3 um die Rettung seiner Freundin Annabeth, die nach dem Kampf gegen ein Monster (natürlich aus der griechischen Mythologie) verschwunden ist. Doch nicht nur das - Zeus' Tochter Thalia ist zurück von den Toten und die Göttin Artemis wird entführt. Genug Wirbel, um ein neues Abenteuer zu starten.
Auch in Teil 3 der Buchserie bleibt sich Percy Jackson treu - viele, sehr liebevoll porträtierte Gestalten aus den Sagen und Legenden Griechenlands, dazu eine gute Portion Action (im spannenden, aber für Kinder nicht zu grausamen Bereich) und vor allem jede Menge Humor machen das rasante Abenteuer zu einem Lesegenuss. Auch bei dieser Geschichte hat mich erneut fasziniert, wie schnell man doch, nachdem man ein Kapitel gelesen hat, im Internet ein wenig nachrecherchiert. Rick Riordan schafft es nicht nur, der griechischen Mythologie so treu zu bleiben, dass die Geschichten modernisiert zu Leben erwachen, sondern auch, sie so zu gestalten, dass sie nicht langweilig werden, wenn man sie schon kennt. Das war für mich der Nachteil, der Band 2 etwas schwächer gemacht hat, da die Odyssee doch recht bekannt ist und nicht so viele Überraschungen warteten. Band 3 schafft das jedoch und toppt meiner Meinung nach sogar den ersten.
Die Frage bleibt natürlich, wann Band 4 und 5 hierzulange erscheinen - denn dort steigert sich die Spannung noch einmal gehörig und es wäre schön, wenn die deutsche Jugend, die des Englischen noch nicht ganz so mächtig ist, ebenfalls in den Genuss davon kommen kann.