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54 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Keine Panik: So schlecht ist der Film nicht!, 21. März 2006
Kein Zweifel: Dieser Film spaltet die Gemüter in zwei extreme Lager. Die einen lieben ihn, sei es einfach als lustige Sci-Fi-Verarschung oder als gelungene Umsetzung des Hörspiels/Buchs/TV-Serie. Andere, oft eingefleischte Anhalter-Fans, sind enttäuscht, dass der Film nicht alles genau so rüberbringt, wie es im Buch steht. Aber mal ehrlich, Leute: Habt ihr wirklich erwartet, dass bei einer Serie, die als Radio-Hörspiel begann, dann zum Buch, zur Fernsehserie, zum Badetuch und zum Comic mutierte, in jeweils eigenen, einander heftig widersprechenden Fassungen - dass da ein Film einfach nur das Buch, also noch nicht einmal die Urfassung, eins zu eins nacherzählt? Ich fand es gerade witzig zu sehen, wie der Film wieder neue Elemente eingeführt hat, anderes leider weglassen musste, und aus einer wirklich nicht sehr zusammenhängenden Geschichte, die eigentlich nicht filmfähig ist, doch noch eine einigermaßen in sich geschlossene Handlung konstruiert hat. Und einige neue Ideen wie der Delphin-Song zu Beginn (die Delphin-Idee kommt eigentlich erst in einem späteren Buch vor), die Anti-Denk-Klatschen auf Vogsphere, das Standpunktwechsel-Gewehr oder der Einfall, die Begegnung mit den Mäusen in Arthur Dents scheinbar wiedererrichtetem Haus auf der Kopie-Erde auf Magrathea stattfinden zu lassen, sind schlichtweg genial und eines Douglas Adams durchaus würdig. Sicher: Nicht alles ist so gut geglückt, manchen genialen Adams-Einfall aus dem Original hat man ohne Not ausgelassen. Warum ist die Szene, wo Arthur Dent und Ford Prefect auf der Herz aus Gold landen, so zusammengestrichen worden, obwohl es zum Besten und Abgedrehtesten gehört, was Adams je erfunden hat? Wieso fehlt die Unterhaltung mit der Vogonen-Wache? Wieso hat man sich um die zwei Köpfe von Zaphod Beeblebrox herumgedrückt, stattdessen nur so ein merkwürdiges Wechselgesicht eingefügt? Da waren die Macher der BBC-Serie mutiger, trotz der geradezu hanebüchenen Billigkeit ihrer Effekte, was andererseits aber auch einen gewissen Charme hatte... Davon abgesehen, empfinde ich die meisten visuellen Umsetzungen als sehr gelungen - anders, als man es erwartet, viele Kugelformen, etwa Marvins Kopf usw. Für Kenner: In einer Szene erscheint inmitten einer wartenden Menschenmenge der BBC-Marvin, eine nette kleine Reverenz an die TV-Serie. Alles in allem: Restlos glücklich wird man als Hitchhiker-Fan mit diesem Film nicht sein können - vielleicht waren unsere Erwartungen nach 20 Jahren Vorbereitungszeit auch zu hochgesteckt. Angesichts dessen, dass die Story ursprünglich nicht für einen Film konzipiert ist, haben sich die Macher aber doch gut geschlagen, trotz einiger Abstriche im Detail (siehe oben). Daher einen Punkt Abzug, aber auf jeden Fall besser als der Durchschnitt! P.S. Ich hoffe sehr, jemand geht bald an die Verfilmung des 2. Bandes. Oder des dritten. Oder was auch immer...
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Guter Science Fiction - schlechte Buchverfilmung, 8. November 2005
Während Erz-Brite Arthur Dent sich gerade per Sitzblockade gegen den Abriss seines Hauses zum Zwecke einer Umgehungsstraße wehrt, macht sich eine intergalaktische Bautruppe von Vogonen bereit, die Erde aus dem Weg zu räumen, die dummerweise dem Bau einer Hyperraum-Schnellstraße im Wege ist. In letzter Sekunde wird Arthur von seinem Freund Fort Prefect gerettet, genauer gesagt, Ford nimmt ihn (im Bademantel und mit Handtuch (!) im Gepäck) als Anhalter mit auf ein gerade vorbei fliegendes Vogonenraumschiff. Ford ist, wie sich zu Arthurs Verwunderung herausstellt, kein Erz-Brite sondern ein Außerirdischer, der für den Reiseführer "Per Anhalter durch die Galaxie" recherchiert. Diesen hilfreichen Reiseführer wird Arthur übrigens noch brauchen, denn von nun an beginnt für ihn eine schräge Reise durch alle Zeiten, Räume und unwahrscheinliche Wahrscheinlichkeiten.
Schwer, schwer:
Wenn ich versuche den Film völlig losgelöst vom Buch zu betrachten, dann muss ich zugeben, dass er gar nicht mal so übel ist. Wer den pangalaktischen Kult- und Donnergurgler-Roman von Douglas Adams nicht kennt, der hat die besten Chancen diesen Film wirklich zu lieben, denn er ist ganz unbestritten effekt- und slapstickreich, schräg und abgefahren und hält so manchen überraschenden Lacher parat. Zudem hat er einen namhaften Cast an Darstellern. Den Vergleich mit anderen Science Fiction Parodien braucht dieser 104-Minuten-Kurzabriss wirklich nicht zu scheuen. Da haben wir alle schon sehr viel schlechtere gesehen. Aber Wehe diesem Film, wenn man sich an die begnadete Buchvorlage erinnert!
Wo ist der Witz und Geist von Douglas Adams geblieben? Wo sind seine schrillen Einfälle und seine genialen Dialoge hingekommen? Alle seine exzentrischen Charaktere sind verschwunden (angefangen bei Psycho-Marvin, der jämmerlich ist in seiner Jämmerlichkeit und aufgehört bei Slartibartfaß, der jedwedes Magrathea-Charisma verloren hat). Die Charaktere des Buches haben sich in total überzogene oder total blutleere Figuren verwandelt. Und who the hell ist Humma Kavula? Wo sind all die geistreichen Zitate aus dem Reiseführer, wo die vielen satirischen Details aus Adams prallen Universum?
Der Film hat eindeutig seinen Schwerpunkt auf optische Effekte und flache Slapstick verlagert und die göttliche, hintersinnige Ironie von Adams aus der Story fast ganz verbannt.
Schade, dass man sich bei der Produktion dem Geist des Buches so verwehrt hat, was hätte das für ein Film werden können! Die BBC hat es in ihrer Uralt-Serie aus den 80ern gezeigt, dass der "Anhalter" durchaus authentisch und geistvoll verfilmbar ist. Vielleicht hätte man es dabei belassen sollen.
Don't panic!
Zusammenfassend kann ich jedem Science-Fiction Fan, der gerne mal etwas Abgefahrenes sehen möchte diese DVD nur empfehlen und jedem Fan von Douglas Adams nur raten den Film entweder ganz zu meiden oder seine Erwartungen sehr weit herunter zu schrauben.
DVD:
Sprachen: Deutsch, Englisch, Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Italienisch, Spanisch, Türkisch, Arabisch, Ton: Deutsch und Englisch Dolby Digital Surroundsound, Bildformat: !6:9 (1:2,35), Laufzeit: ca. 104 Minuten,
Intergalaktische Extras: * Zwei Audiokommentar - mit Regisseur Garth Jennings, Produzent Nick Goldsmith und den Darstellern Martin Freeman und Bill Nighy - mit dem ausführenden Produzenten Robbie Stamp und Sean Solle, Mitarbeiter von Douglas Adams, * Making of, * zusätzliche Eintragung in den Reiseführer, * zusätzliche (Pannen)Szenen: Die Erde meistens ganz harmlos, Wir werden siegen, unmögliche Kräfte * wirkliche zusätzliche Szenen: Panik! Jetzt, Arthur entkommt, Lied zum Mitsingen "So Long & Thanks For All The Fish" (Extras in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln)
Und für alle, denen in diesem Film ebenso wie mir die vielen genialen Zitate aus dem Hitchhiker's Guide to the Galaxy schmerzlich gefehlt haben. Hier kommt eines:
"Die Vogonen sind bekanntermaßen eine der unausstehlichsten Rassen im ganzen Universum nicht direkt böse, aber mies gelaunt, bürokratisch, aufdringlich und gefühllos. Auf gar keinem Fall erlaube man einem Vogonen, daß er einem Gedichte vorliest."
"Oh zerfrettelter Grunzwanzling!
Dein Harngedränge ist für mich
Wie Schnatterfleck auf Bienenstich.
Grupp, ich beschwöre dich, mein punzig Turteldrom.
Und drängel reifig mich mit krinklen Bindelwördeln
Denn sonst werd ich dich rändern in deine Gobberwarzen
Mit meinem Börgelkranze, wart's nur ab!"
(Protestnik Vogon Jeltz)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
so schlecht ist der Film nicht, 16. November 2005
Wer sich die Verfilmung von Büchern ansieht, ist wohl immer enttäuscht, zumal es kaum möglich sein wird, die Komplexität eines Buches auf 90-120 Minuten Film zu komprimieren. wenn man den Film getrennt vom Buch sieht, ist er in Ordnung und macht auch deshalb Spaß, weil etwa die Vogonen oder Marvin in Kostümen herumlaufen und noch nicht computeranimiert sind. Und für Fans der alten Fernsehserie gibt es (in der englischen Version) Stephen Fry als Sprecher, der genauso cool wie in der Fernsehserie kommentiert. Und selbst der "alte" Marvin hat einen Cameo-Auftritt. Es ist eine teilweise andere Geschichte, die hoffentlich dazu anregt, die Bücher zu lesen, zumal der Film auch nicht die Frage 42 beantwortet. Die fantastischen Ideen, die Douglas Adams in seinen Büchern ausspinnt, kann ein Film natürlich nicht wiedergeben. Und irgendwie zeigt der letzte Buchband auch, dass ihm die Ideen ausgegangen sind und Arthur Dent sterben musste. Der Film ist eine gute Einstiegsdroge in die "Anhalter"-Bücher, auch wenn nicht erwartet werden konnte, dass er sie so richtig wiedergibt. Aber als Einführung in die Gedankenwelt von Douglas Adams ist er schon gut.
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