Ich bin von dem Buch wirklich enttäuscht. Über die Verbindung zu Douglas Adams mag man sich streiten - Bezug wird schon hergestellt, teilweise aber eher mit dem Hammer als mit schriftstellerischer Raffinesse.
Aus der Sicht eines wissenschaftlich interessierten Menschen ist das Buch nicht mehr, als ein Kratzen an der Oberfläche. Ein Buch lese ich eigentlich, um über die Tiefe einer Wissenschaftssendung im Privatfernsehen hinauszukommen, was diese Buch nicht schafft. Die Fakten werden nicht durch Witze und Anekdoten aufgelockert, sondern schlichtweg ersetzt.
Bisher könnte man sagen, dass das Geschmackssachen sind. Wer noch keine P.M. in der Hand hatte, für den bietet das Buch sicherlich neue Einsichten. Was ich hingegen inakzeptabel finde, sind die als Tatasachen dargestellten, persönlichen Ansichten und Thesen des Autors. So werden die Ankündigungen über einen baldigen Durchbruch in Sachen 'Künstliche Intelligenz' mit dem Satz "Das ist natürlich dummes Zeug" weggewischt. Natürlich hat diese Forschung noch einen (unbestimmt) weiten Weg vor sich. Aber bei den wissenschaftlichen Veränderung, die in unserer Zeit in wenigen Jahrzehnten stattfinden, ist Hanlons Formulierung für mich ein Schlag ins Gesicht. Für meinen Geschmack hat Michael Hanlon nicht die nötige Vorsicht und Vorstellungskraft, über aktuelle Wissenschaft zu schreiben. Sich mit so viel Phantasielosigkeit an Douglas Adams zu hängen, ist für mich ein Affront.