Zwei Stück, dieses Pfeffersprays wurden mir zum Testen zur Verfügung gestellt. Das gleich einmal vorab. Meine Entscheidung habe ich lange überdacht, dann aber an die eine Nacht gedacht, wo mir ein streunender Hund an die Gurgel wollte.
Mein Mann (in seiner besonders kritischen Eigenschaft als Polizist) hat mich gewarnt: "Du weißt aber, dass Pfefferspray nicht gegen Menschen eingesetzt werden darf?" - Jepp, wusste ich. Aber als Tierabwehrspray darf es mitgeführt werden.
Brenzlig und zwar im rechtlichen Sinne wird es, wenn man Pfefferspray zu Versammlungen mitnimmt! (Aktuell in wikipedia.de nachzulesen: "Ungeachtet dessen kann das Führen von Tierabwehrsprays bei Versammlungen, die unter das Versammlungsgesetz fallen sowie auf dem Weg dorthin oder zurück als Verstoß gegen das Waffenverbot geahndet werden.")
Obwohl ich mich nicht nachts auf dunklen Wegen oder in einer Großstadt bewege, habe ich eines dieser Dosen nun im Handgepäck. Beim Wandern, Walken oder auf dem Weg zur Arbeit, ist es dabei. Und eine angebrochene Dose im Handschuhfach (wobei man da schon wieder höllisch aufpassen muss, denn im Sommer hat man schnell mal über 50° im Auto, und dann besteht Explosionsgefahr).
Freilich habe ich keinen Selbsttest und auch keinen Test an lebenden Tieren oder Menschen vorgenommen. Irgendwo im Wald hab ich's einfach einmal ausprobiert, zwei mal ganz kurz den Sprühstrahl betätigt. Hammer!!!!!
Pfffffffffffffffffffffft! ->>>>>>>>>>>> Der Sprühstrahl kommt mit einem Affenzahn rausgeschossen, gut gebündelt und geht sicher fünf Meter weit.
Soviel zum "Test".
Der Betätigungsmechanismus der Sprühdose ist von oben geschützt, so dass man eigentlich (!) nicht versehentlich einen Sprühstoß abgeben kann. Habe die kleine Dose nun aber doch in eine kleine Plastiktüte getan - man weiß ja, wie das Innenleben einer Damenhandtasche aussieht.
Die Dose hat einen Haken dran, so dass man sie z.B. an einem Gürtel anhaken kann.
Ich hoffe inständig, dass ich das Zeug niemals brauchen werde und hoffe, dass Sie auch so darüber denken.