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Pepper´s Ghost markiert das zehnjährige Jubiläum des Fünfers um Ex-Marillion-Drummer Mick Pointer und Keyboard-Tausendsassa Clive Nolan.
Im Vergleich zu den Vorgängerscheiben geht man etwas härter zur Sache, im Mittelpunkt stehen aber wie gewohnt sorgfältig in Szene gesetzte Synthesizer-Arrangements, flächige Gitarrensounds und Rob Sowdens sehr angenehme Stimme. Die Melodien sind eingängig, aber nie zu platt und überraschen immer wieder mit unkonventionellen Wendungen. Wie keine andere Neo-Progrock-Band außer IQ gelingt es Arena, eine durch und durch britische Atmosphäre zu erzeugen, die den Hörer in das London des späten 19. Jahrhunderts entführt und dort staunend vor dem eleganten Prunk des viktorianischen Zeitalters verharren lässt und fröstelnd mit düsterem Gothic-Novel-Horror konfrontiert. Ein faszinierender Trip in die Vergangenheit, den sich kein Prog-Fan entgehen lassen sollte. -- Michael Rensen
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Zudem fällt der stärkere Einsatz von Chorgesängen auf. "Smoke and Mirrors" zum Beispiel klingt durch den Refrain mit seinen mehrstimmigen Chorgesängen richtig mächtig und auch der Refrain von "Opera Fanatica" bei dem 48 (!) Stimmen übereinandergelegt wurden, klingt dadurch mehr als wuchtig.
Nichtsdestotrotz ändert das nichts daran, dass ARENA ihre größte Stärke nicht vergessen haben: Das Schreiben wundervoller Songs und genialer Melodien, die einem schon nach wenigen Durchläufen nicht mehr aus dem Kopf wollen und erfahrungsgemäß eine extreme Langzeitwirkung entfalten. "Smoke And Mirrors" sowie "The Shattered Room" sind nur 2 Beispiele für Jahrhundert-Refrains, die sich regelrecht einfressen.
Und natürlich gibt es auch wieder jede Menge Bombast und große Keyboardmelodien, wie z.B. beim beschaulichen "The Eyes Of Lara Moon", bei dem man sich unweigerlich ins London des viktorianischen Zeitalters versetzt fühlt.
Und auch die wunderbaren Gitarrensoli von John Mitchell wurden nicht außer acht gelassen und versetzen den Hörer nach wie vor in Verzückung.
Ganz großes Kino.
Jeder ARENA-Fan, besonders jene, die das "Immortal?"-Album favorisieren, sollte von "Pepper's Ghost" begeistert sein und generell kann man sagen, dass diese Scheibe jeden Freund anspruchsvoller und perfekt arrangierter Rockmusik ansprechen sollte.
ARENA sind und bleiben die Größten ihres Fachs und ich finde, dass die etwas härtere Grundausrichtung der Band wirklich ausgezeichnet zu Gesicht steht.
Es ist unverkennbar, dass sich da etwas verändert hat.
Die oftmals doch sehr schwülstige und übertriebene Dramatik der Vorgänger-Alben wurde etwas herausgenommen. Das tut hörbar gut und geht eindeutig zu Gunsten der musikalischen Qualität. Auch die kompositorische Stärke der Band wird nun nicht mehr von allzuviel Schwulst überlagert, so dass man die große Klasse der einzelnen Songs endlich mal ungeschminkt wahrnimmt.
Soundtechnisch wurde Nolans Keyboard deutlich zurückgefahren und dafür gibt nun Mitchells Gitarre mehr den Ton an.
Sehr empfehlenswert.
Mit "The Visitor" (1998), dem dramatischen Höhepunkt der Bandgeschichte, das beste Album von Arena.
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