Wow, selten ein Adventure gespielt, bei dem einfach alles so stimmig war: Rätsel, Leveldesign, Grafik, Sound - alles passt! Ich kann die teilweise schlechten Bewertungen der großen Spielezeitschriften wie Gamestar und PCGames absolut nicht verstehen. Bei mir hätte Penumbra eine Wertung von 88 bis 90% erhalten.
Am besten gefallen haben mir die Physikengine, die es dem Spieler erlauben, mit der Maus Objekte in der Spielwelt zu manipulieren, d. h., wenn man eine Schublade öffnet, so muss man diese mit der Maus tatsächlich aufziehen, wenn man die Spitzhacke schwingt, so muss man die Maus von links nach rechts schnell (oder umgekehrt) bewegen. Genial umgesetzt und geht sofort in Fleisch und Blut über.
Die Grafik braucht sich meiner Meinung nach nicht hinter einem Doom 3 zu verstecken, bietet sie doch sehr realistische Texturen und Oberfächen, dynamische Schatten (ähnlich wie in Doom 3) und einfach ein stimmiges Gesamtbild. Der Sound erzeugt eine unheimliche Gänsehautstimmung und bietet ansonsten gute Effekte (Leider funktionierte der 3D-Sound bei mir nicht). Der Anspruch der Rätsel schwankt zwischen sehr anspruchsvoll und fast zu leicht, da der erste Gedanke meist der richtige ist. Die Gebiete sind meist gut überschaubar und das Inventar wird auch nicht so voll, dass man nervige Ausprobierereien veranstalten müsste.
Ein klein wenig meckern muss jedoch trotz allen Lobeshymnen: Die Kämpfe z. B. hätten nicht sein müssen, das Spiel ist auch so spannend genug.
Die Kampfsteuerung ist seeeeeehr gewöhnungsbedürftig. Wenn man aber den Bogen raushat, stellen die (zugegeben wenige) Gegner meist kein großes Problem mehr dar.
Die Story mag nicht so recht rüberkommen.
Aber trotzdem: Nobody's perfect. Ich freue mich jedenfalls tierisch auf Episode 2.