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Penthesilea. 2 CDs: Ein Trauerspiel
 
 
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Penthesilea. 2 CDs: Ein Trauerspiel [Audiobook] [Audio CD]

Heinrich von Kleist , Wilhelm Semmelroth
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Edition Mnemosyne; Auflage: o. J. (Januar 1955)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3934012132
  • ISBN-13: 978-3934012134
  • Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 13,6 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.648.129 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Heinrich von Kleist
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 12.06.2003
Goethe konnte sich mit der Penthesilea nicht anfreunden, erzählt Elisabeth von Thadden in ihrer Besprechung des Kleist'schen Trauerspiel, und schickte das Manuskript mit vernichtender Kritik an Kleist zurück. Kein Wunder, meint von Thadden, denn in diesem "modernen Gräuelrätsel" sei allein Kleists Sprache "klar". Warum die Amazonen-Königin jedoch die wilden Tiere auf ihren Geliebten hetzt, versteht diese nicht einmal selbst. Doch vor allem, vermutet von Thadden, konnte sich Klassiker Goethe wohl nicht mit dem emanzipativen Impetus des Stückes anfreunden. Denn "was Kleist schreibt, ist neu", versichert die begeisterte Rezensentin, die hierdurch nicht nur "die klassische Konvention, sondern alle Machtverhältnisse von Grund auf" infrage gestellt sieht. Denn mit der "Penthesilea" erkläre die weibliche Gewalt zwar für unnatürlich, aber die weibliche politische Freiheit und die Lust für legitim.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung

"Küsse, Bisse, das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, kann schon das eine für das andre greifen." Die Amazonenkönigin Penthesilea macht sich mit ihrem Jungfrauenheer im tobenden Krieg um Troja auf Beutezug und verliebt sich im Kampfgetümmel Hals über Kopf in den Griechen Achilles. Der Held erwidert ihre Gefühle, doch die leidenschaftliche Liebe der beiden steht unter schlechtem Stern, und ihre unheilige Verbindung steuert auf tragische Weise einem schrecklichen Ende entgegen. Kleists aufwühlend drastisches Trauerspiel (1808) zeigt eine Penthesilea der rauschhaften Extreme - sie ist sanft und grausam, Grazie und Furie zugleich. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Beeindruckend... 17. Januar 2009
Von Janie TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Ich fand das Buch wirklich beeindruckend.
Zumal ich sonst wirklich keine Stücke oder Spiele lese, war das mal eine ganz neue Erfahrung.
Ich hab die neuherausgegebene Erstauflage gelesen, die zu dem wirklich sehr gut kommentiert ist und außerdem ein ausführliches Glossar am Ende besitzt, ohne das ich wirklich aufgeschmissen gewesen wäre. Da die meisten Namen des Altertums mir zwar bekannt sind, ich mich aber oft nicht entsinnen konnte, wer denn nun wessen Sohn ist und welchem Volke angehört.
Außerdem findet sich eine Kurzbio des Autors in meiner Ausgabe, die ich wirklich spannend fand und eine kleine Beschreibung zum Erscheinen der Erstausgabe.

Sprachlich war das ein ganz ordentliches Stück arbeit, sehr altbacken und teilweise etwas unverständlich, so daß das Verständnis erst aus dem Zusammenhang kam.
Dennoch hab ich das Buch in 2 Tagen sehr rasch durch gelesen und fand es grundsätzlich sehr bewegend und gut.
Wenn es mich auch nicht zu einem Fan von Theaterstücken machen wird.
Gespielt stelle ich mir das Ganze noch eindrücklicher vor, als gelesen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Freud ist und Schmerz dir seh ich, gleich verderblich,
Und gleich zum Wahnsinn reißt dich beides hin."
(Heinrich von Kleist, 1777-1811)

Ein Werk, 24 Auftritte sind vor genau 200 Jahren im Jahr 1808 erschienen, eine Geschichte aus grauer Vorzeit, Rache war der Anlass, einen Frauenstaat zu gründen. Zum Überleben werden Männer, vom Gott Mars bestimmt, bekämpft, gefangen genommen und ins Reich der Amazonen gebracht. Ein großes Liebesfest ist der Gefangen Strafe, bevor sie wieder entlassen werden. Die Handlung ist in Troja angesiedelt, der trojanische Krieg wird integriert und die Helden Achill und Odysseus sind es, die im Kampf mit Penthesilea bestehen müssen. Insbesondere ist der Sieg über Achill das Bestreben Penthesileas und sie animiert ihn damit, gleiches aus seiner Sicht zu wollen. Die Frage muss aufgeworfen werden, ob Gewalt oder Liebe, das Brutale oder das Überzarte den Gewinn ermöglicht. Jedenfalls ist für Kleist diese Komplementäreigenschaft scheinbar die eigentliche Botschaft, er lässt seine Protagonistin wie auch Achill ("In jedem schönen Sinn gewillt mein ganzes Leben in deiner Blicke Fesseln zu verflattern".) im Wechselbad der Gefühle die Handlung durchstehen. Und Liebe wie Gewalt erscheinen als Paradoxon oder eben als duales System in einer Person, "halb Furie, halb Grazie", so erschien sie dem Achill. Und dieser verkörperte auf Grund seiner Vergangenheit Gewalt, da er Hektor zu Tode schleifte. Und genau diese Tatsache macht ihn, den "Lieben, Wilden, Süßen, Schrecklichen" attraktiv für das Bekränzen mit Rosen. Diese Ambivalenz zeigt sich auch, wo der vermeintliche Sieg verloren für sie ward: "das Äußerste, das Menschenkräfte leisten, hab ich getan - Unmögliches versucht - Mein alles hab ich an den Wurf gesetzt; Der Würfel, der entscheidet, liegt, er liegt: Begreifen muss Ichs --- und dass ich verlor".

Ovid fand in seiner Ars amatoria (siehe dort) bereits, dass die Frau durchaus ihrer Liebe beraubt werden wolle, auch dort ist eine Dualität der Zuneigungen vorhanden, die stabile Ambivalenz, sowohl im aggressiven Verlangen wie im opfervollem Geben, verheißt. "Liebe ist Kriegskunst. Feiglingen bleibt sie verschlossen", reüssiert er dort. Dass Goethe sich nicht hat anfreunden können, ist verständlich, da er ebenso einen Gegenpol, hier zu seiner Iphigenie, spürt. Kleist reagiert sehr selbstbezüglich, wenn er das möglich unerträgliche Leben in eine unendliche Leidenschaft verwandeln muss, um lebensfähig zu bleiben. Und doch erkennen wir, dass alles was entsteht, zum Untergang bereit sein muss. Da wo Penthesilea sie selbst ist, will sie nichts anderes sein, außer tot. "Staub lieber, als Weib sein, das nicht reizt", zeigt ihre Bestimmung bei Kleist. Und diese Bestimmung gipfelt in der Aussage: "Verflucht das Herz, das sich nicht mäßigen kann". Kleist ist sehr persönlich, sein dämonisches Wesen ist allgegenwärtig, selbst in der letztendlichen Inszenierung. Penthesilea opfert Achill den Hunden, sie weiht ihn dem Tode, doch ohne wirkliche Absicht, dem Wahn folgend , um am Ende festzustellen: "So war es ein Versehen, Küsse, Bisse, / Das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, / Kann schon das eine für das andere greifen". Penthesilea folgt ihm jedoch freiwillig in den Tod, Gewalt an andere und an sich scheint des Lebens Ziel. "Denn hier war ihres fernes Bleiben nicht." Freiwillig heißt aber auch, dass die brennende Ambivalenz zwischen Liebe und Gewalt dieses erst ermöglicht und verlorene Liebe zugleich Voraussetzung der Tat gegen sich ist.

Wie lange hat Kleist selbst gesucht, eine Frau zu finden, die das letztmögliche mit ihm teilte. Zwei Schüsse, zwei Tode in Absprache, so endet selbst gewählt sein Leben. Sein Leben? - dieses war nur ein Zujagen auf das Ende. Spannung und Stauung seines Lebens zeigen sich in diesem Werk, zuviel Blut bei zuviel Hirn, zu viel Gegensätze der Leidenschaft. Zuviel Sexus und Eros, traumhafte Übersteigungen, wenn immer wieder Penthesilea, nackt vom Sandel traufend aus dem Bade steigt, wenn Hand und Mund das Liebesspiel steigernd, überhitzte Ekstase dokumentieren, wenn Männlichkeit des Achill in "Männischkeit, beinahe Sadismus" (Zweig) ausartet, Leidenschaft zum Lustmord führt. Lenz zeichnet ein vermeintlich ruhiges Bild dieser aufgebracht ambivalenten Penthesilea: "Aus ihren Augen lacht die Freude / Auf ihren Lippen blüht die Lust / Und unterm Amazonenkleide / Hebt Mut und Drang und Stolz die Brust: / Doch unter Locken, welche fliegen / Um Ihrer Schultern Elfenbein, / Verrät ein Seitenblick beim Siegen / Den Wunsch besiegt zu sein." (Jakob M. R. Lenz (1751-1792)
Insgesamt ist dieses Stück keine Ruhmestat Kleists im Sinne des 19. Jahrhundert. Das Griechentum hat mit Hölderlin, Goethe, Hoffmann u. a. eine herausragende Stellung. Kleist torpediert ein wenig. Doch aus der heutigen Sicht spürt man, was Ovid bereits sagte, was Kleist hier sehr deutlich macht: keine Chance für die immerwährende Eintracht.
Sehr empfehlenswert.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Küsst ` ich ihn tot? 29. Juli 2008
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
" - So war es ein Versehen. Küsse, Bisse,/ Das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt,/ Kann schon das eine für das andre greifen!/

Wer ist diese Frau, die solche Sätze spricht?

Es ist Penthesilea, die Protagonistin in Heinrich von Kleists gleichnamigem Trauerspiel.

Laut antiker Sage wurde vor Troja die Amazonenkönigin Penthesilea von Archill, nach anderer Version Archill von Penthesilea erschlagen.
Bei Kleist fordert das Gesetz des Amazonenstaates , dass sich die Kriegerinnen den Gatten mittels Schwert erkämpfen. Allerdings wird er nach dem Ehevollzug wieder beseitigt.
Penthesilea liebt Archill und demütigt ihren Kriegerinnenstolz in der Folge so vehement , dass sie sich wünscht die Ihrigen möchten geschlagen werden. Auch Archill ist vom Wunsche nach Unterwerfung beseelt , möchte sich im Scheinkampf Penthesilea gefangen geben und sendet ihr eine Herausforderung.
Jetzt glaubt sie sich verhöhnt und im Heiligsten verletzt und tötet den Wehrlosen im Zweikampf. Anschließend tötet auch die Amazonenkönigin sich aufgrund ihres Willens diese Tat zu sühnen.

In diesem Trauerspiel geht es in erster Linie um das geheimnisvolle Rätsel der Liebe.
Was Kleist unter Liebe versteht, ist weit mehr als grenzenlose Leidenschaft oder pathologische Vertauschung von Liebe und Hass.
" Penthesilea" ist keine banale Tragödie der beiden Geschlechter.
So einfach ist es nicht!
Die Liebe der Penthesilea zu Archill ist eine ihr im Irdischen auferlegte, ganz persönliche Bestimmung.
Diese Liebe ist ihr Schicksal.
Das geheimnisvoll Unberührte, aber auch die rasende Wildheit, die ins Bewusstlose reichende Besessenheit, auch die Anmut und Sprödigkeit dieser Gestalt, nicht zuletzt auch ihre merkwürdige Entrücktheit zeichnen die Eigenschaften einer Seele aus, die einer " Marionette" gleicht.
In ihrer unmotivierten Geistesabwesenheit wirkt sie fast aus ihrer Umwelt herausgelöst. Sie ist nur noch ein beinahe somnabules Wesen, das seiner Bestimmung folgt.
Die Amazonenkönigin ist jedoch nicht nur eine Marionette, sondern auch eine tragische Existenz, weil sie zwischen die Willenlosigkeit des Unbewussten und die Ursünde des Bewussten gestellt ist.
Ihre Seele zerbricht schließlich zwischen diesen beiden entgegengesetzen Polen. Von daher lebt sie weder als Marionette in unmittelbarer Übereinstimmung mit sich selbst, noch kann sie wahrhaftig den Gesetzen der sie von außen bedrängenden Welt gehorchen. Diese Gesetze begreift sie unbewusst mehr und mehr als Gesetzlosigkeit.
Wieso lässt sich Penthesileas Liebe zu Archill nur in grauenhafter Destruktion realisieren?
Das Tragische entspringt daraus , dass die einsame , sich selbst überlassene Seele und die menschlichen Ordnungen, Maßstäbe und Lebensformen sich in diesem Fall hoffnunglos widersprechen. Inmitten einer verwirrten Welt erscheint die Amazonenkönigin , die sich ja nicht nur selbst gehört, von schuldhafter Hybris, die der Zerstörung nicht entgehen kann.
Je reiner die blühende Seele ihre Bestimmung lebt, desto schlimmer wird der tragische Sturm sie erfassen und bis an die Wurzel zu vernichten suchen. Kleist lässt seine Leser wissen: " Gerade die blühende Seele fordert die Dämonen dieser Welt heraus".
D.h. demnach, dass der stolze und kräftig blühende Mensch, nach Kleist, stärker als jeder andere vom Untergang bedroht ist, doch je mehr ihn Götter und Dämonen vernichten wollen, um so unzerstörbarer wird auch seine eigene , unverwechselbare Bestimmung ans Licht treten.

So sehr auch Penthesilea und Archill füreinander bestimmt sein mögen, so bleibt letztlich die Amazonenkönigin in ihrer Liebe allein und die Unbegreiflichkeit ihres Wesens muss Archill dann schließlich zum Verhängnis werden.
Erst als er im Sterben liegt geht ihm die Unberechenbarkeit ihrer Seele auf.

Das Staatsgesetz der Tanais verlangt Liebe durch Kampf, verlangt von den Amzonen sich den Mann in der Schlacht zu suchen, jedoch nicht zu wählen!
Liebe ist demnach kein persönlicher Vorgang zwischen einem einmaligen Ich und einem einmaligen Du. Stattdessen ist die Liebe im Amazonenstaat einzig Mittel zur Fortpflanzung. Auch die Amazonenkönigin muss sich diesem Gesetz unterwerfen.

Der Konflikt in den Penthesilea gestellt ist, bedeutet für sie keineswegs , dass sie zwischen Pflicht und Neigung frei entscheiden kann. Ihr ist keine Wahl gegeben. Sie muss Königin und sie muss Liebende sein. Das sind ihre sich widersprechenden Bestimmungen.

Indem sie zwei extreme , sich widersprechende Grenzlagen durchleidet, ist sie der wirkliche, tragische Mensch.

Für Penthesilea ist der Krieg nur Archills wegen da. Für das Frauengesetz der Amazonen Archill nur wegen des Krieges. Sie nimmt Liebe noch in den Hass des Kampfes hinein, möchte sich auf diese Weise dem Geliebten schenken. Dadurch erleidet sie den Verlust ihrer Liebe und gleichzeitig die Untreue gegen ihr Volk.

Penthesilea gehört dem Volk, aber sie möchte auch Archill gehören.

Beiden möchte sie die Treue halten. Das fordert die Wahrheit ihres Wesens.
Diese Gegebenheit ist es die sie in die Vereinsamung treibt, die sie bis zum Tode nicht mehr verlässt.
Ihrem Volk gilt sie als abtrünnig , weil sie das Gefühl höher stellt als das Gesetz. Archill hat sie verloren , weil sie die Treue zu ihrem Volk und seiner Tradion nicht brechen wollte.
Archill, so glaubt sie, hat ihre Liebe veraten. Treulos steht sie nun vor dem Gesetz ihres Volkes da.
Der Vorgang zwischen den Liebenden wird in der Folge zu einem tragischen Mißverstehen.
Nochmals: hier gehen keineswegs zwei Menschen am Geschlechterkampf zugrunde, sondern hier vernichten sich zwei Menschen, die von Natur aus füreinander bestimmt sind.
Das tragische Missverstehen ist die Konsequenz der furchtbaren Macht, die die gebrechliche Welt und ihre allzu künstlichen und fragwürdigen Ordnungen noch über die wehrlose Seele besitzen.
Auch wenn Archill Penthisilea wirklich liebt, so ist es seine Tragik , dass ihm die Liebe ihr widerspruchvolles Wesen nur scheinbar öffnet.
Penthesilea bleibt unberechenbar. Ihr Handeln basiert nicht auf rationalen Erwägungen. Der Schwerpunkt ihrer Handlungsmotivation ist stets ihre Seele. Alle von außen herangetragenen Maßstäbe müssen scheitern.

Erst nach der Ermordung Archills gewinnt Penthesilea ihren inneren Schwerpunkt wieder . Jetzt kann sie die Dissonanz, die die Einheit ihres Wesens zerrissen hat, Königin und Liebende zugleich zu sein, auflösen. Sich durch die Selbsttötung opfernd, hinterlässt sie ihr Vermächtnis: Das Gesetz der Tanais wird entkräftet und ihre Asche in der Luft verstreut.

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