Ich bin seit über 30 Jahren Fotoamateur und habe entsprechende Ansprüche, die eine Taschenkamera nie wird erfüllen können. Deshalb will ich die kleine Optio WS80 daran nicht messen. Ich habe eine kleine, leichte und wasserfeste Kamera gesucht, die ich bei jedem Wetter auf meine Rennradtouren mitnehmen kann, die ich mit einer Hand aus der Trikottasche nehmen und mit der ich ohne viel Fummeln und ohne abbremsen zu müssen aufnehmen kann, was mir unterwegs gefällt oder auffällt. Zu diesem Zweck scheint der Apparat nach den ersten Versuchen gut tauglich zu sein (der Sommer als Bewährungsprobe steht noch bevor). Nützlich ist, dass man den etwas langsamen und bei schwierigen Lichtverhältnissen nicht sehr präzisen Autofocus ganz abschalten kann: die Vorwahl "unendlich" oder die Vorwahl "pan" wird gespeichert. Für schnelle Schüsse ideal. Schön wäre es aus dem gleichen Grund, wenn man wie bei der guten, alten "vollmanuellen" Spiegelreflexkamera mit Chemiefilm auch noch die Belichtung fest voreinstellen könnte, nach dem Muster 1/125 bei Blende 5,6 passt für alles. Belichtungsmängel werden daheim ausgeglichen, zwar nicht wie früher am Vergrößerer, aber dafür mit der recht ordentlichen, mitgelieferten Fotosoftware ACDSee, die für die üblichen Aufgaben durchaus ausreicht. Ich habe die Kamera auch in Standardsituationen ausprobiert. Sie ist mit ihren kleinen Knöpfen zwar etwas fummelig, geht aber mit etwas Übung auch mit dünnen Handschuhen. Man greift leicht über die ziemlich hoch angesetzte Frontlinse und hat dann den Finger auf dem Foto. Das Display muss man direkt von vorn anschauen, sonst sieht man gar nichts. (Ich bin sonst mit einem drehbaren Ausklappdisplay ziemlich verwöhnt.)Der Autofocus hat Probleme mit kontrastarmen Motiven oder bei schwachem Licht und bei großen Entfernungen. Aber deshalb kann man ihn auch ausschalten. Im übrigen bin ich doch ziemlcih zufrieden.