Das ganz Besondere an diesem Glas ist natürlich der Nahbereich. Bis auf 50 cm kommt man heran, was dem Beobachter eine ganz neue Welt erschließt. Feine Pünktchen auf Blättern, die man bisher für Dreck gehalten hat, stellen sich nun als Kleinlebewesen heraus und man erkennt die unterschiedlichen Gewohnheiten von Libellen bei der Eiablage. Fliegenden Insekten zu folgen, ist mit dem Glas aber schwierig. Dazu ist das Sehfeld zu eng (131 m) und die Schärfentiefe im Nahbereich prinzipiell zu gering. Ein Stativgewinde ist vorhanden.
Ein paar Schwächen leistet sich das Papilio auch. So ist es etwas mühsam, den richtigen Einblick zu finden und das verwendete Gummi der Armierung ist klebrig und hinderlich beim Einfädeln in die mitgelieferte Tasche. Außerdem gibt es ein Geisterbild, das bei sehr hellen Objekten im Bild stört. Bei ausgeglichen Lichtverhältnissen sieht man es nicht, aber es bleibt die Gewissheit, dass es dazu beiträgt, den Kontrast zu mindern.
Dennoch ist das Papilio unbedingt seinen Preis wert. Für diesen Nahbereich finden sich sonst nur Monokulare und das Papilio dient ja zugleich noch als normales Fernglas.