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Die Geschichte der Mardi Gras.bb begann irgendwann Mitte der 90er Jahre. Uli Krug, von 1985 bis '87 Bassist der wiederauferstandenen legendären Krautrock-Band Guru Guru, hatte New Orleans besucht und infizierte sich dort mit dem Mardi-Gras-Fieber. Zurück kehrte er aus der Missisippi-Metropole mit einem Sousaphon im Handgepäck und einer Menge verrückter Ideen im Kopf. Und mit denen wiederum besuchte er seinen Freund Doktor Wenz, einen Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, der allerdings gar nicht daran dachte den fiebernden Kumpel zu kurieren. Statt dessen heckten die beiden den aberwitzigen Plan aus, eine eigene Gruppe ganz im Stile der New Orleanser Mardi-Gras-Bands zu gründen, und setzten das Vorhaben in die Tat um.Als sie mit ihrer Mardi Gras Brass Band (erst später wurde der Name in Mardi Gras.bb verkürzt) 1999 ihr erstes Album "Alligatorsoup" aufnahmen, hätte wohl kaum einer geglaubt, daß die elfköpfige Band sich lange über Wasser halten würde. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Mit ihrem heißen Gumbo aus Jazz, Delta-Blues, Rock'n'Roll, Cajun, Funk, Country, Soul, Punk, Pop und anderen musikalischen Köstlichkeiten wirbelte die Mardi Gras.bb nicht nur die deutsche Musikszene durcheinander. Sensationelle Erfolge feierte das Ensemble auch im Rest Europas und in den USA, wo das Rolling Stone Magazine die Mannheimer später sogar zum "Teutonic Phenomenon" adelte. Schlag auf Schlag folgten weitere Alben, auf denen musikalisch immer andere Schwerpunkte gesetzt wurden: 2000 erschien "Supersmell", 2001 "Zen Rodeo", 2003 "Heat" und 2004 "29 Moonglow". Zusammengenommen ergeben die Alben einen wilden Streifzug durch die Popularmusik (im weitesten Sinne) beinahe eines Jahrhunderts, der im jazzigen New Orleans der 20er Jahre beginnt und im Hier und Jetzt mit HipHop und Einsatz von Sampling-Technologie endet.Für die gut einstündige Compilation-CD "Pentalogy - The Very Best Of Mardi Gras.bb 1999- 2004" wurden nun sechzehn Highlights aus den ersten fünf CDs der Band ausgewählt. Mit einer satten Portion Humor leiten Doc Wenz und Uli "Reverend" Krug ihre Mannen durch das mitreißende Repertoire, das natürlich bestens bekannte Songs wie "Down Down Down", "Let It Shine", "Psychoflute", "Dreamtime In Memphis", "Desert Rose" und Hop Sing Song" bietet. Mit "The Exile Itch" gibt's parallel zu "Pentalogy" übrigens auch gleich ein neues Album mit ganz frischen Songs und - besonders schön - einer beigepackten DVD mit einem 90minütigen Konzertfilm.
Kurzbeschreibung
PENTALOGY titelt die Very Best Of-Kollektion der Kultband um den letzten großen Entertainer und führt den Hörer durch fünf grandiose Alben der Jahre 1999 - 2004. Aber mehr als alles andere bedeutet PENTALOGY den konzeptionellen Abschluss einer aberwitzigen musikalischen Zeitreise, die inmitten der Baracken des New Orleans der 1920er Jahre beginnt, sich zwischen Ragtime und Swing, Blues und Rock'n'Roll, Country und Soul, Punk und Pop durch alles frisst, was schüttelt, klappert und rollt. Schwarz wie Louisiana, weiß wie das House of Lords - mit genauso viel Blue Note- wie Garage-Flavour arbeitet sich das kapitale Orchester durch die Epochen und rettet den Deltagroove ins neue Jahrtausend. Klangweltargonauten, musikalische Zeitbanditen wie sie H.G. Wells nicht besser hätte erdenken können. Das ist Pop-Randale in 3D und Cinemascope!