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Die Pension in der Via Saffi. Commissario Soneri blickt zurück
 
 
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Die Pension in der Via Saffi. Commissario Soneri blickt zurück [Gebundene Ausgabe]

Valerio Varesi , Karin Rother
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 283 Seiten
  • Verlag: Kindler (21. Juli 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3463404877
  • ISBN-13: 978-3463404875
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 328.826 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Valerio Varesi
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Italienkrimis haben Hochsaison. Der melancholische Commissario Soneri aus Parma ist eine Erfindung von Valerio Varesi, dessen erster Roman “Der Nebelfluss" begeistert aufgenommen wurde. Es ist Vorweihnachtszeit - und wieder spielt der alles umhüllende Nebel eine Rolle. Soneri hat den Mord an der Pensionswirtin Ghitta aufzuklären, einer alten Bekannten. In ihrer Pension hat er einst seine Frau Ada kennen gelernt, die während der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes verstarb. Soneri fühlt von Anfang an, dass die Ermittlungen zu diesem Fall etwas mit ihm selbst zu tun haben könnten. Doch “sein Weg durch den Friedhof der Erinnerungen" lässt ihn schließlich etwas herausfinden, was vielleicht besser im Nebel der Vergangenheit geblieben wäre. “Die Pension in der Via Saffi" ist ein unspektakulärer, aber streckenweise poetisch erzählter Kriminalroman. (gks)

Kurzbeschreibung

Nur noch wenige Tage bis Weihnachten. Nebel und Kälte zehren an Parma. Commissario Soneri versetzt die vorweihnachtliche Aufregung in eine melancholische Stimmung, vor allem seit er mit der Aufklärung des Mordes an der alten Pensionsbesitzerin Ghitta Tagliavini beauftragt worden ist. Soneri kannte das Opfer gut: Früher traf er sich in ihrer Pension oft mit seiner Frau Ada, die er unter dramatischen Umständen viel zu früh verlor. Die Aufklärung des Mordes konfrontiert ihn schmerzlich mit seiner Vergangenheit. Bald muss er herausfinden, dass Ghitta nicht die ehrenhafte Frau war, für die er sie immer gehalten hat, sondern als Wunderheilerin am Rande der Legalität arbeitete. Wahrscheinlich liegt hierin auch der Grund für ihr bitteres Ende. Am liebsten würde der Commissario den Fall delegieren, aber als er bei den Ermittlungen auf Details stößt, die mit seiner eigenen Hochzeit und seinen tiefsten Gefühlen zu tun haben, ist es dazu bereits zu spät Ein atmosphärischer Kriminalroman, der durch seine subtile Spannung besticht und durch Figuren, deren psychische Abgründe uns nicht vorenthalten werden.

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein absolut empfehlenswerter Kriminalroman von literarischer Extraklasse, 6. August 2007
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Pension in der Via Saffi. Commissario Soneri blickt zurück (Gebundene Ausgabe)
Commissario Soneri lebt und arbeitet in Parma. Seit seiner Jugend kennt er sich aus in der Stadt, und zeichnet sich durch eine politische Haltung aus, die ihn mit Donna Leons Brunetti und mit Camilleris Montalbano verbindet. Er hat sich über all die Jahre eine linksliberale Meinung und ein entsprechendes Bewusstsein bewahrt, obwohl er miterlebt hat, wie in seiner Heimatstadt Parma Dutzende von ehemaligen Linksradikalen und gar Untergrundkämpfern sich über die Zeit in die mafiösen Strukturen der Stadtpolitik eingeordnet haben und von ihr nicht schlecht profitieren.

In seinem neuen, zweiten Fall, blickt er zurück - notgedrungen. Denn ein Mord in der Pension Tagliavini in der Via Saffi konfrontiert ihn nicht nur mit der politischen Geschichte der Stadt seit Ende der sechziger Jahre, die Zeit der Roten Brigaden eingeschlossen, sondern auch mit seiner persönlichen Vergangenheit, die er abgeschlossen und verarbeitet glaubte.

Die betagte Besitzerin einer Pension in der Via Saffi, Ghitta Tagliavini, wird von der Polizei ermordet aufgefunden. Eine unbekannte Frau hatte auf dem Kommissariat den Commissario Soneri persönlich verlangt und den Mord anzeigen wollen, doch Soneri lässt sich verleugnen und die Frau mit seinem Assistenten Juvara sprechen. Durch die verschlossene Tür hört er mit, was die Frau zu sagen hat:

"Er hörte den Bericht der Alten, immer wieder unterbrochen von Juvaras Stimme, und ihn überfiel die Erinnerung an jene Zeit vor dreißig Jahren, als er direkt vor der Pension Tagliavini von dem Lächeln eines Mädchens, das einen weißen, zusammengefalteten Kittel über dem Arm trug, wie vom Blitz getroffen wurde. Es war der Beginn einer wunderbaren Liebesgeschichte. Und viele Jahre später, als sie bereits verheiratet waren, hatte er ihr gesagt, daß es im Grunde das Verdienst dieser Pension gewesen sei, daß sie sich gefunden hätten, denn ihr regelmäßiges Kommen und Gehen hatte den jungen, ehrgeizigen Polizeiassistenten angezogen.

Ada, Soneris Frau, war vor fünfzehn Jahren gegangen und hatte ihn allein gelassen mit der Vorstellung, wie es hätte sein können, zusammen alt zu werden und ihren Sohn großzuziehen, bei dessen Geburt sie gestorben war. Nicht einmal das Kind war ihm geblieben, es war tot zur Welt gekommen, ohne einen Schrei. Die Erinnerung an Ada war lebendig, doch von dem Kleinen hatte er kein Bild. Manchmal geisterte er unsichtbar um ihn herum, dann versuchte er, sich seine Gesichtszüge vorzustellen, die Farbe seiner Augen, sein Haar. Aber sein Schmerz hatte kein Gesicht, das man beweinen konnte."

Und so hatte Soneri sich in seine Polizeiarbeit gestürzt, sein Innenleben abgeschlossen und sich auch bei seiner neuen Bekannten, der Staatsanwältin Angela nicht wirklich geöffnet. Sie ihrerseits schätzt an Soneri seine politisch aufrechte und unbestechliche Haltung, und tritt ihm mit viel Geduld und Verständnis gegenüber. Sie ist nicht wirklich eifersüchtig auf Soneris verstorbene Frau, spürt sie doch, daß in seinem Innern noch etwas lebt, was er noch nicht aufgearbeitet hat.

Als Soneri im Zuge seiner Ermittlungen in der Via Saffi nicht nur auf ein geheimnisvolles Schattenleben von Ghitta, der Besitzerin, stößt, die sich als Heilerin und Kupplerin in ihrem Heimatdorf und in ihrem Viertel in Parma mit Erpressung und mafiösen Methoden einen unermesslichen Reichtum und eine Macht erworben hat, der sie Einfluß haben lässt bis in die Spitzen der Stadtpolitik, sondern auch ein Bild entdeckt , auf dem seine Frau Ada mit einem anderen Mann zu sehen ist, vermischen sich persönliche Betroffenheit und professionelles Arbeiten zu einem unauflösbaren Knoten. Soneri will von den Ermittlungen entbunden werden, doch sein Chef ist dagegen.

Und so findet er nicht nur unter großen inneren Schmerzen heraus, daß Ghitta dereinst bei seiner späteren Frau eine Abtreibung vorgenommen hat, sondern auch, daß der Tod seiner Frau und seines Sohnes die Spätfolge dieses verpfuschten Eingriffs war. Doch auch ein anderer hat unter der damaligen Abtreibung all die Jahre gelitten und rächt sich furchtbar ...

Valerio Varesi, 1959 geboren, lebt in Parma und arbeitet als Redakteur von "Repubblica". Schon der erste Band der Serie mit Commissario Soneri , "Der Nebelfluß", ist in Italien von der Presse und dem Publikum begeistert aufgenommen worden. Es ist zu hoffen, daß der Kindler Verlag noch weitere Bücher dieser hervorragenden und anspruchsvollen Serie veröffentlicht. Varesis Soneri hat das Zeug, zu den ganz großen der Serienkomissare zu werden. Varesi verbindet eine Mischung aus politisch anspruchsvollen und aufklärerischen Themen und Fällen mit einem überaus sympathischen Protagonisten, der sich ein politisches Bewußtsein bewahrt hat und immer wieder in die Abgründe der lokalen und nationalen Geschichte hinabsteigt, was für den deutschen Leser hoch interessant und lehrreich ist.

Ein absolut empfehlenswerter Kriminalroman von literarischer Extraklasse !
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Pension in der Via Saffi. Commissario Soneri blickt zurück, 8. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Pension in der Via Saffi. Commissario Soneri blickt zurück (Gebundene Ausgabe)
Die Pension in der Via Saffi. Commissario Soneri blickt zurück

Wie die meisten Italien_Krimis: für Liebhaber des italienischen Ambientes: Ein Genuss !
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Commissario Soneri blickt zurück, 18. März 2008
Von 
Mag Wolfgang Neubacher "wolfgang_neubacher" (A - 5203 Köstendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Parma, knapp vor Weihnachten. Commissarion Soneri beobachtet vom Polizeipräsidium aus eine alte Frau in einem langen Mantel. Sie will mit dem Commissaro sprechen, teilt ihm der Pförtner mit; Soneri aber überträgt diese Aufgabe seinem Kollegen Juvara. Dieser berichtet Soneri: Die Freundin der alten Frau, Gitta Tagliavini, öffne ihre Wohnungstür nicht und gehe auch nicht ans Telefon. Diese Freundin besitzt (besser: besaß, denn sie wurde tatsächlich ermordet) in der Via Saffi die Pension Tagliavini, vor der Soneri 30 Jahre zuvor seine spätere Frau kennenlernte.

Auf der Suche nach dem Mörder dringt Soneri tief in die Vergangenheit der Toten ein; dabei muss er aber auch erkennen, dass dieser Mord sehr viel mit seiner privaten Tragödie zu tun hat...

Valerio Varesis (Kriminal)Roman mit dem treffenden Untertitel "Commissario Soneri blickt zurück" hebt sich (wohltuend) von viele anderen Werken dieses Genres ab. Dass der Mörder gefunden wird, ist letztlich zweitrangig; viel wichtiger sind die Befindlichkeiten der diversen Akteure. Und den meisten von ihnen geht es wahrlich nicht gut; die meisten haben ein entsprechendes "Paket" aus ihrer (politischen) Vergangenheit zu tragen. Dieser Vergangenheit zu entkommen, ist für die meisten unmöglich.

Ein spannender, poetischer Roman, in dem Valerio Varesi eine unheimlich dichte Stimmung erzeugt!
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