Anders Wendin übersetzt moneybrother zu pengabrorsan (selten so einen blöden Titel für ein Album gehört). Und wenn er schon dabei ist, übersetzt er doch gleich noch 9 nicht mehr so brandaktuelle Rocksongs (auch Punk ist dabei), die meisten eher unbekannt, nur wenige Klassiker. Obwohl er diesmal auf Schwedisch singt, und obwohl er das gar nicht gerne hört, klingt das doch wieder ein bisschen wie Bruce Springsteen für Arme. Aber ich will die CD nicht schlecht machen. Mir gefällt das. Die ausgewählten Songs passen gut zu Wendins Stimme. Die Texte spiegeln die ganz normale Härte des Alltags wider, die Übersetzungen sind teilweise ziemlich frei. Dass es Moneybrother eine echte Herzensangelegenheit war, diese Platte zu machen, merkt man auch daran, dass er eigens dafür ein Label gründete. Burning Heart Records, bei denen seine beiden vorherigen Alben erschienen waren, wollten nämlich eher was international Gangbares, auf Englisch. Dabei sollte der echte Moneybrother-Fan sich nicht an der Sprache stören: wer Anders Wendin und seine Stimme mag, der wird auch dieses Album mögen. Und ausserdem gibt es ja eine englischsprachige Nummer, sogar passend zur Jahreszeit: ein Weihnachtslied, gesungen im Duett mit Jerry Williams.