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Pelle, der Eroberer

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Produktinformation

  • Darsteller: Max von Sydow, Pelle Hvenegaard, Erik Paaske
  • Regisseur(e): Bille August
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Mono)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: KNM Home Entertainment GmbH
  • Erscheinungstermin: 16. Mai 2008
  • Produktionsjahr: 1987
  • Spieldauer: 143 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00007KWS5
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 88.456 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

"Wenn Du willst, kannst du die ganze Welt erobern", sagt Lasse Karlson zu Pelle, seinem 9jährigen Sohn, als sie auf der Suche nach einem neuen Leben ans Ziel kommen. Aber die Zeiten sind hart und die Realität führt sie in ein sklavenähnliches Leben auf einem dänischen Gutshof. Pelles Leben ist aber nicht nur düster und traurig. In seiner begrenzten Welt erlebt er noch kleine Wunder und große Abenteuer. Mit seiner Intelligenz und viel Lebensdrang erfreut er die Menschen. Dabei kommt er dem Ziel eines wirklichen Neuanfangs in Freiheit und der Eroberung der Welt immer näher.

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Die wundervolle Romanverfilmung Pelle, der Eroberer bedeutete für Bille August (Das Geisterhaus, Fräulein Smillas Gespür für Schnee) 1987 den internationalen Durchbruch. Ausgezeichnet mit dem Oscar und dem Golden Globe als bester ausländischer Film sowie der Goldenen Palme in Cannes wurde der Film mit zahlreichen weiteren internationalen Preisen geehrt. Insbesondere die beiden Hauptdarsteller, die für ihre Leistung beide den europäischen Filmpreis erhielten, wurden zu recht mit Lorbeeren überhäuft. Für Pelle-Darsteller Pelle Hvenegaard eine ganz besondere Erfahrung: Seine Mutter hat ihn nach dem Pelle aus Martin Andersen-Nexös Roman benannt, den er auf so unvergleichliche Weise auf der Leinwand zum Leben erweckt hatte.

"Wenn du es wirklich willst, kannst du die Welt erobern." Dieses Motto gibt der 50-jährige Lasse Karlson seinem neunjährigen Sohn mit auf den Lebensweg, als sie Ende des 19. Jahrhunderts in der Hoffnung auf ein besseres Leben aus der Armut Schwedens nach Dänemark auswandern. Doch Lasse ist zu alt und Pelle zu jung, um eine gute Stellung zu ergattern. So bleibt ihr Traum vom gelobten Land nichts als ein Traum. Als Knecht und Viehhirte fristen sie ein sklavenähnliches Dasein auf dem Gutshof der Kongstrups, auf dem sie als Schweden zusätzlich gedemütigt und schikaniert werden. Pelle erhält sich trotz allem seine Träume und reift an seinen Erfahrungen, mögen sie auch noch so hart sein. Voller Lebensdrang erobert er sich den Kosmos seiner kleinen Welt und beschließt, der Enge des Gutshofs zu entfliehen und nach Amerika auszuwandern: Pelle will die Welt erobern.

Der Schwede Martin Andersen-Nexö erzählte Anfang des 20. Jahrhunderts Pelles Lebensweg in vier Bänden. Der erste Band diente dem Film als Vorlage, am Drehbuch arbeiteten neben August die Schriftsteller Per Olov Enquist und Bjarne Reuter mit. Pelle, der Eroberer ist großes episches Kino: exzellent erzählt, hervorragend gespielt und in wunderschöne Bilder gefasst, schildert der Film die harte Lebenswirklichkeit der Landbevölkerung um die Jahrhundertwende. Im Mittelpunkt steht der Entwicklungsprozess von Vater und Sohn -- bewegend und einfühlsam verkörpert von den beiden Hauptdarstellern --, doch Bille August lässt auch Nebenhandlungen, die die erzählerische Dichte des Films bilden, genügend Freiraum. Unterlegt von Stefan Nilssons malerischem Soundtrack entfaltet sich so ein liebevoll und differenziert ausgestalteter filmischer Kosmos, der in allen Aspekten überzeugt und uneingeschränkt das Prädikat "großartig" verdient. --Birgit Schwenger

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Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Christian Busch am 31. Oktober 2003
Format: DVD
Pelle der Eroberer
Bille Augusts sozialkritische Verfilmung des ersten Bandes von Martin Andersen-Nexös Roman „Pelle der Eroberer" ist ein beeindruckendes, künstlerisch überzeugendes Epos!
Es erzählt die Geschichte des kleinen Pelle in dichten, symbolträchtigen Bildern. Schon der Beginn vermittelt in dem langsam aus dem Nebel herauskommenden, in den Hafen einlaufenden Schiff eine große Spannung, die bis zum Ende des Films aufrecht erhalten bleibt. Im Mittelpunkt stehen Pelles Erlebnisse auf dem dänischen Hof, auf dem er und sein liebevoller, aber beschränkter und schon ältlicher Vater Lasse ein armes, unterdrücktes Dasein fristen. Doch auch für die anderen Menschen ist das Leben eine Qual. Pelle ist ein genauer lebendiger Beobachter, der alles, was um ihn herum passiert, genau verfolgt und registriert. Ob es die verbotene Liebe der Magd und dem jungen Mann aus guter Familie ist, das Schicksal des rebellierenden Knechtes, das ständige Fremdgehen des Hofbesitzers oder das zaghafte Anbändeln Lasses mit der Witwe Olsen ist, alles überlagert von den Hänseleien und Erniedrigungen, die Pelle selbst in der Schule und auf dem Hof hinnehmen muss: Pelle sieht alles, erlebt alles mit und weiß am Ende, was zu tun ist: „Wenn du es wirklich willst, kannst du die Welt erobern."
Faszinierend ist die wirklich tiefe Identifizierung der Schauspieler mit ihren Rollen, die den vergleichsweise langen Film zu einem intensiven Erlebnis werden lassen. Dazu trägt in erheblichem Maße auch die Filmmusik bei, welche die nur von wenigen Aufhellungen unterbrochene düstere Atmosphäre des Films unterstreicht und Pelles innere Gefühlslage schlicht und doch eindringlich widerspiegelt.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Marinus Ladegast am 22. Mai 2005
Format: DVD
Ich erinnere mich noch, wann ich "Pelle" zum ersten Mal im Kino gesehen habe. Es muss im Winter 1989 während meines Zivildienstes in einer etwa 20.000 Einwohner zählenden Kleinstadt gewesen sein, in der es zwei kleine Kinos gab. Die Nacht war kalt und regenfeucht, und nach Dienstende bin ich spontan in die Spätvorstellung gegangen. Die melancholische, ruhige Stimmung, in die mich der Film versetzte, hielt tagelang an, und noch heute kann ich ihn nicht anschauen, ohne an diese Zeit zu denken. Wenn so etwas geschieht, dann weiß man, dass man zur rechten Zeit im richtigen Kinosaal war. Jeder echte Filmfan wird wissen, was ich meine.
Leider scheint es mir, dass solche Filme wie "Pelle" im heutigen Umfeld keine Chance mehr haben. Seinerzeit gab es im Jahr vielleicht zwei oder drei echte Großproduktionen à la "Indiana Jones: Der letzte Kreuzzug" oder "Batman", daneben aber auch genügend Leinwandzeit für kleine und anspruchsvolle Produktionen. Heutzutage werden die Kinos alle zwei Wochen mit einem neuen Hypersupermegablockbuster bombardiert, und als erstes Qualitätsmerkmal eines europäischen Films wird untersucht, ob seine Special Effects den Hollywood-Standard erfüllen. Das ist bitte nicht als Früherwarallesbesser-Gejammer misszuverstehen, denn erstens ist es niemandem übel zu nehmen, wenn er Geld verdienen will, zweitens hat der technische Perfektionismus trotzdem in Europa einige interessante Produktionen zustande gebracht (z.B. "Lola rennt", "Amelie"). Und doch umgibt mich ein wenig Wehmut um das alte europäische Erzählkino. Fast undenkbar ist es heute, dass eine Kleinstadt einen Film wie "Pelle" wochenlang ins Hauptprogramm nehmen würde - es ist einfach gar kein Platz mehr im Terminkalender frei.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Eberhard am 18. Februar 2011
Format: DVD Verifizierter Kauf
sagte Lasse zu seinem Sohn Pelle. "Pelle, der Eroberer" ist ein "leiser" Film, ein Film, dessen Handlung fast gradlinig dahingleitet, ohne große Handlungssprünge. Und es wäre ein "wunderschöner" Film, wenn er nicht in einer ganz und gar unschönen Zeit spielen würde: Anfang des 20. Jahrhunderts. In Schweden herrscht bittere Hungersnot und Armut. Viele suchen ihr Glück in der Auswanderung. So auch der Witwer Lasse (Max von Sydow,"Der Exorzist", "Sag niemals nie", und zig andere) mit seinem 8-jährigen Sohn Pelle (Pelle Hvenegaard).
Kurz vor der Landung des Schiffes an der reichen dänischen Insel Bornholm muss Lasse seinem kleinen Pelle nochmals erzählen, wie gut es ihnen dort gehen wird. "Die geben manchmal sogar Butter aufs Brot, und man verdient so viel, dass die Kinder gar nicht arbeiten müssen, sondern den ganzen Tag spielen können" .... Pelle ist hingerissen.

An der Schiffsanlegestelle warten die wohlhabenden Grundbesitzer auf die menschliche Fracht und wählen aus. Doch Lasse ist ihnen mit seinen fünfzig Jahren zu alt und Pelle zu jung.
Notgedrungen nimmt Lasse eine schlecht bezahlte Arbeit bei dem reichen Gutsherrn Konstrup an: "Dein Sohn kann mitkommen". Auf die Beiden wartet ein wahres Dreckloch als Unterkunft und niedrigste Arbeit als Stallknecht und Viehhüter.

Pelle besucht neben seiner harten und schmutzigen Arbeit die Dorfschule, wird als Einwanderer gehänselt, erniedrigt und verspottet. Zudem muss er erkennen, dass sein Vater im Alter zum Feigling geworden ist und nicht wagt, gegen ihr erniedrigendes Dasein aufzubegehren.

Pelles einziger Freund ist der Knecht Erik.
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