Dieses Buch wird nicht allen Prinzessin-Fans gefallen - obwohl es das bisher beste ist! Denn vorbei sind die Tage, als sich Mias Problemchen auf Teenager-Niveau bewegten und am Ende eines Buches immer auf wundersame Weise alle gelöst waren.
Mia muss in diesem Buch begreifen, dass sich ihre Beziehung zu Michael nicht durch einen Telefonanruf oder eine schnelle e-mail wieder kitten lässt. Und dass ihre ehemals beste Freundin Lilly ihr die Freundschaft aufgekündigt hat, beruht nicht nur auf einem Missverständnis, wie Mia zunächst gehofft hatte. Vielmehr tun sich hier wahre Abgründe auf, die Mia regelrecht verzweifeln lassen und in eine tiefe Depression stürzen. Ein ernstes Thema, vor allem für eine sonst so humorvolle Jugendbuchreihe. Doch der Autorin gelingt es, Mias Depression glaubhaft nachvollziehbar zu machen, und dennoch einige humorvolle Komponenten einzubringen. Etwa als ihr Vater sie von ihrem Bodyguard nach einer Woche aus dem Bett zerren und in ihrem "Hello Kitty"-Schlafanzug quer durch Manhatten in die Praxis ihres neuen Psychiaters schleppen lässt, der auch noch Dr. G.Stört heißt ;-).
Mias erste Gehversuche in der Therapie sind mühsam, doch Schritt für Schritt arbeitet sie sich ins Leben zurück und stellt fest, dass Lilly bei weitem nicht ihre einzige Freundin war und ihr viele andere die Treue halten. Vieles was in ihrem Leben zuvor klar geordnet schien, ist nun auf dem Kopf gestellt. Mia schwört dem radikalen Vegetariertum ab und geht sogar mit ihrer ehemaligen Erzfeindin Lana Klamotten shoppen - um festzustellen, dass diese gar nicht so übel ist! Und während sie in ihrem Privatleben noch überlegt, ob J.P. nicht doch vielleicht der bessere Freund für sie sein könnte, tut Mia einen für alle überraschenden Schritt, der ihre Familie und ganz Genovien erschüttert.
Leider wird man auf die Fortsetzung wieder viel zu lange warten müssen. Bitte, Meg Cabot: Wenn Sie schon zum Schluß hin neuerdings so viel Spannung aufbauen müssen, beeilen Sie sich etwas mit der Fortsetzung!