Da liest man zum ersten mal seit 5 oder 6 Jahren wieder ein übersetztes Buch (weil man kein Französisch kann), und wird prompt daran erinnert, warum man sich damals geschworen hat, sowas nie wieder zu tun.
Die Geschichte ist ja wirklich klasse, und läßt einen kaum das Buch weglegen. Aber... was hat der deutsche Verlag sich bei diesem Buch gedacht?? Himmel hilf! Das Titelbild hat erstmal NICHTS mit der Story zu tun. Es gibt keine Drachen oder ähnliches, und Peggy Sue sieht völlig anders aus, als das abgebildete Mädchen. Das weiß man natürlich vorher nicht. Leider. Sonst könnte man das gleich als Warnzeichen sehen, daß hier ziemlich schlampig gearbeitet wurde.
Aber was mich viel mehr gestört hat - die Dialoge sind dermaßen unrealistisch, daß man nur pausenlos mit dem Kopf schütteln kann. Wenn Teenager sich unterhalten wie 60-jährige Philosophen oder sowas, dann paßt das einfach nicht. Ich hatte wirklich Probleme mich deswegen in dem Buch zu "verlieren"... so spannend die Geschichte auch sein mag. Wer französisch kann, sollte es auf jeden Fall lieber im Original lesen (zumal es auch noch etliche weitere Bände von 'Peggy Sue' gibt, die nicht übersetzt wurden.) Und der Rest nur, wenn er unbedingt dieses Buch lesen will, und ähnlich schlechte Übersetzungen gewohnt ist. (Was ja leider nicht gerade selten ist.)