Aus der Amazon.de-Redaktion
Sie war schillernde Lichtgestalt einer Kunstszene, die sie prägte wie kaum jemand anders. Ein hervorragender Bildband gewährt Einblicke in das private Fotoalbum der Kunstsammlerin und Mäzenatin Peggy Guggenheim, deren Existenz untrennbar mit den bedeutendsten Malern und Bildhauern des 20. Jahrhundert verknüpft war:
Peggy Guggenheim. Das Leben -- Eine Vernissage.
Als Peggy Guggenheim, 1898 in Amerika in eine sehr wohlhabende jüdische Emigrantenfamilie geboren, mit Anfang 20 das Erbe ihres früh verstorbenen Vaters antrat, machte sie einen ebenso mutigen wie riskanten Schritt über den Atlantik nach Paris. Die stets Behütete, stürzte sich in eine verhängnisvolle Ehe und die Bohème von Montparnasse, in Umstände, die schon weitaus Lebenstauglichere zum Straucheln gebracht hatten. Sinn und Zweck ihres Daseins schienen ihr jedoch stets vor Augen zu sein, denn nach dem Scheitern ihrer Ehe widmete sie sich neben einigen heftigen Affären mit gleicher Leidenschaft der damaligen Avantgarde. Schnell entwickelte sie einen Sinn für alles Neue und Gute, einen untrüglichen Instinkt, der sie einst zu einer der bedeutendsten Kunstsammlerinnen und Förderinnen machen sollte. 1938 eröffnete sie in London ihre erste Galerie und zeigte in Folge unter anderem Werke von Cocteau, Moore und Tanguy. 1941 heiratete sie den Maler Max Ernst, doch auch diese Ehe war nicht von Dauer. Die schonungslose Offenheit ihrer Memoiren im Jahr 1946, ließ Max Ernst nach Arizona untertauchen und veranlasste Peggys Onkel zu dem Versuch, die gesamte Auflage aufzukaufen, um diese aus dem Verkehr zu ziehen.
Laurence Tacou-Rumney, Autorin des Buches Peggy Guggenheim. Das Leben -- Eine Vernissage ist französische Journalistin und zugleich Ehefrau des Peggy-Guggenheim-Enkels Sandro Rumney. Voller Feingefühl und mit viel Humor beschwört sie jene Tage voller Intensität und Lebensfreude herauf, die zugleich auch ein Teil ihrer eigenen Erinnerung darstellen. Die Fotos zeigen Peggy Guggenheim mit Künstlern wie Samuel Beckett, Marcel Duchamp und André Breton. Was dieses Buch jedoch so faszinierend macht, sind die Aufnahmen mit Familie und Freunden, zum Beispiel in ihrem späteren Domizil, dem Palazzo Venier dei Leonie in Venedig, die eine bitter-süße Ahnung des Lebensgefühl jener Tage und ihrer Vergänglichkeit hinterlassen. Eine Einführung in die Familienverhältnisse mit Stammbaum erweisen sich als ungemein nützlich für das Verständnis der weiteren Kapitel, die sehr spannend und informativ zugleich geschrieben sind: eine großartige Hommage an Peggy Guggenheim! --Andreas Schultz
Kurzbeschreibung
Peggy Guggenheim, Amerikanerin und Erbin eines sagenhaften Vermögens, führte ein turbulentes Leben für die Kunst. Sie war eine Kunstsammlerin von untrüglichem Gespür, die viele Künstler gefördert und während der Nazizeit gerettet hat. Dieses Buch gibt Einblick in ihre privaten Fotoalben und damit in die Stationen ihres Lebens: die ersten Ehen und das Leben in der Boheme, die Amouren mit Beckett, Yves Tanguy und Max Ernst, die Freundschaften mit Marcel Duchamp und Djuna Barnes. Daneben verlor sie nie ihr Lebensziel aus den Augen: die Förderung zeitgenössischer Kunst