Der Weg durch das Labyrinth
Bevor es losgeht und der Spieler das Reich der Träume betritt, sind die 76 Karten für das Basisspiel zu mischen und auf einen Stapel zu legen. In seinem ersten Zug nimmt sich der Spieler die 5 obersten Karten des Stapels und legt eventuelle Pforten- und Traumkarten im Limbus ab. Anschließend ergänzt er seine Handkarten erneut, bis er 5 Labyrinthkarten auf der Hand hat. Mit diesen 5 Karten muss er versuchen, eine Reihe zu legen, in der jeweils drei gleichfarbige Karten aneinandergefügt werden, um die farblich passende Pforte zu erspielen. Hierbei muss er darauf achten, dass Karten nur angelegt werden können, wenn sie ein anderes Symbol (Sonne, Mond, Schlüssel) als die zuletzt angelegte Karte enthalten.
Albträume, wohin man schaut
Ganz so einfach, wie es zunächst scheint, ist das Legen einer Reihe allerdings nicht. Denn kaum hat der Spieler durch Ziehen, Anlegen oder Ablegen von nicht benötigten Karten begonnen, den Weg zur Pforte zu beschreiten, kreuzen fiese Albträume seinen Weg. Um diese zu verscheuchen, kann er eine Karte mit einem Schlüssel ausspielen oder eine Pforte opfern. Sollte er hingegen nicht im Besitz dieser Karten sein, bleibt ihm nur die Möglichkeit, alle auf der Hand befindlichen Karten abzulegen und diese mit 5 neuen Karten aufzufüllen.
Das Spiel endet mit dem Erlangen der 8 Pforten oder in dem Moment, in dem der Zugstapel alle ist. Sollte das der Fall sein, hat der Spieler veloren und irrt für ewige Zeiten im Traumlabyrinth herum.
Traumhafte Erweiterungen
Sobald der Spieler das Basisspiel beherrscht und mit traumhafter Leichtigkeit das Labyrinth bezwingt, ist es soweit, sich mit den Spielerweiterungen zu befassen. Drei Möglichkeiten gibt es dazu, die mit neuen Anforderungen, den Verlauf des Spiels beeinflussen. Während in der ersten Erweiterung die Reihenfolge festgelegt ist, in der die vorhandenen Pforten zu finden sind, muss der Spieler in der zweiten Erweiterung Traumtürme zusammenfügen oder sich in der dritten Erweiterung mit finsteren Vorahnungen herumplagen. Dazu stehen ihm drei verschiedene Zauber zur Verfügung, kreuzen erneut Albträume seinen Weg oder verstehen es glückliche Träume, die nachfolgenden Spielzüge positiv zu beeinflussen.
Träume ohne Ende
"Onirim" ist ein von Träumen heimgesuchtes Solitärspiel, dessen Regeln schnell beherrscht werden können. Dabei sorgen zwei gut verständliche Spielanleitungen und 110 wunderschön gestaltete Karten dafür, dass sich der Spieler schon bald im Reich der Träume zurechtfindet. Und obwohl es nicht schwer ist, die Bedeutung der Traumzeichen zu verstehen, gelingt es dem Spieler nicht immer, das Labyrinth zu durchqueren und die rettenden Pforten zu erreichen. Denn viele albtraumhafte Wesen und finstere Vorahnungen lauern darauf, den Spieler in die Irre zu führen und jede Partie anders ausgehen zu lassen.
Fazit
"Onirim" ist ein hübsch designtes Kartenspiel, das auch nach mehreren Runden nicht langweilig wird und neben seiner Solovariante gleichfalls mit zwei Spielern gut funktioniert.