"Die Sterne stehen richtig" ist ein Spiel, das durch seine Originalität und sehr hübsche Aufmachen besticht. Das Spielprinzip wurde in anderen Rezensionen ausführlich beschrieben, weshalb ich darauf nicht mehr eingehe. Die ersten gespielten Runden haben enorm viel Spaß gemacht, und mehr als einmal kam man in seinen tiefen Grübeleien völlig aus dem Konzept und wusste gar nicht mehr, was man eigentlich wollte. Auch nach etwa 15 Partien ist der Spaß an der Grundidee noch immer vorhanden, doch das Ziel von 10 Siegpunkten mit 6 beschworenen Wesen wird mit der Zeit immer einfacher, weshalb der Zeitdruck die Flexibilität aus dem Spiel nimmt. Unabhängige mit 0 Siegpunkten sind praktisch unspielbar geworden, da man fast jede Runde in der Lage ist, mindestens einen Diener zu spielen, was auch notwendig ist. Große Alte zu spielen ist grundsätzlich gar nicht nötig, da das Spiel auch mit 2 Dienern und 4 Günstlingen gewonnen ist. Und das ist ein Ziel, das eigentlich immer jemand nach allerspätestens 9 Runden erreicht.
Mit anderen Worten werden von den 4 verschiedenen Wesen- Arten nur zwei wirklich gespielt. Ein gespielter Unabhängiger ist eine verlorene Runde, ein gespielter Großer Alter ist Glückssache. Deshalb bietet es sich in meinen Augen an, Regelvariationen auszuprobieren. Aber trotz aller Variationen ist der Spielspaß nicht mehr so groß wie zu Beginn (zu Beginn 5 Sterne, am Ende 3 Sterne), als man sich in den endlosen Weiten des Sternenhimmels angenehm verloren gefühlt hat. Deshalb gibt es von mir nur 4 Punkte für dieses ansonsten tolle Spiel.