Ibsens "Peer Gynt" erzählt von einem jungen Taugenichts, der davon träumt, Kaiser zu werden, welcher seinem traditionell-bäuerlichen Heimatdorf zur Erfüllung dieses Zweckes entflieht und in die weite Welt hinausreist, wo er bis in den Orient und zurückt kommt, um schließlich als alter, jedoch auch weiser Mann zurückzukehren.
Dieses Werk entwickelt wunderbar allegorische Situationen, die zunächst lächerlich und verworren erscheinen, wie die Konfronation mit einem Trollkönig in dessen Schlosse, dessen Tochters Hand zu vergeben frei stünde. Um diese ergreifen zu können, muss Peer Gynt masochistische Vestümmelungen über sich ergehen lassen, welche ihn das Ganze noch einmal überdenken lassen, was in seiner Flucht und in einem anschließenden Sturz in ein schwarzes Nichts ( das Jenseits? ) endet. Hier begegnet er dem "Krummen" einer seltsamen, körperlosen Schattengestalt deren Ausspruch "Nicht hindurch, sondern außen herum" zu des seit dem etwas gemäßigten Protagonisten Lebensphilosophie avanciert.
Alles in allem liegt hier ein außerordentlich anspruchvolles, detailliertes Werk vor, dessen Schönheit man sich am besten klarmacht indem man es liest.