Der autobiographische Underground-Comiczeichner Joe Matt gewährt mit PEEPSHOW einen unverstellten Blick in sein intimes Privatleben - voller Höhen und Tiefen.
In der Tradition eines Harvey Pekar oder Art Spiegelman erzählt Matt in witziger Weise von seiner Beziehung, seinen intimsten Phantasien und niedersten Masturbationspraktiken und gewährt damit einen selten offenen Einblick in das Innen- und Außenleben eines Comiczeichners.
Matt offenbart sich in PEEPSHOW als katholisch erzogener Mittelschichtbürger, dessen Triebe lange Zeit unterdrückt worden sind und der Zeichner stellt sich selbst in völliger Schonungslosigkeit als zwangsneurotischen Großstädter dar.
Mit reduziertem Strich, die einen minimalen karikierenden Einschlag aufweisen, entwickelt Matt kraftvolle Schwarzweiß-Zeichnungen, die in ihrer Ausdrucksstärke nicht zuletzt an Robert Crumb erinnern.
In seiner Radikalität geht Matt noch weiter als seine Vorläufer und bereichert damit das Medium "Graphic Novel".