Ein Klassiker, jedoch kein Kult. Das Buch ist wahnsinnig, kann auch wahnsinnig machen, denn es ist leicht eigentlich zu lesen, schwer zu verstehen, dafür aber wiederum leicht zu analysieren oder zu interpretieren. Ich beziehe mich dabei nur auf "kontinentale Gegebenheiten", lasse gewisse "innere" Dinge zuerst einmal außer Acht. Die Rolle der Gutsbesitzer, die Rolle der Kirche, die Nichtigkeit eines Lebens in Mexico und anderswo in Lateinamerika. Nie ist es mir klarer geworden. Der Fatalismus auf der einen Seite, die ungeheure Lebenskraft auf der anderen. Der Lebenswille, aber auch der Tod als Bestandteil des Seins. Der Verfall. Pedro Paramo ist ein Versuch, das alles zu fassen. Nicht umsonst hat z.B. Garcia Marquez ihn gerühmt. Man muss sich auf das Buch einlassen.