Nun sind sie wieder da, die Kuschelaugen, auf die ich schon sehnsüchtig gewartet habe. Die Kuschelaugen sind allerdings diesmal recht häufig zugeschwollen, da sich unser sympathischer Ermittler nicht darauf beschränkt, im Büro sitzen zu bleiben und die Fieslinge ihn aus dem Weg haben wollen. Gut, dass ihm der Ex seiner Ex zur Seite steht und sie auch sonst recht originell die Freizeit verbringen.
Der Krimiplot ist wie immer logisch aufgebaut, die Charaktere klar strukturiert. Das Motiv der Verbrechen hat seinen Ursprung in der NS-Zeit - mehr wird aber nicht verraten! Da der Autor ein Kenner der Geschichte und Stadtentwicklung Münchens ist, kann man viel über die Stadt (Glockenbachviertel) erfahren; sein Ärger über die Luxussanierung und die damit verbundenen Probleme werden auch angesprochen.
Die schwule Komponente ist vorhanden (der Lebensgefährte von Pfeffer ist allerdings nur telefonisch anwesend - schade!), ist aber für den Krimi selbst völlig unwichtig. Auch wer sich den Luxus leistet, homophob zu sein, kann sich diesen Krimi "reinziehen".
Kaufempfehlung!!!