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Pech für George: Roman
 
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Pech für George: Roman [Taschenbuch]

Paula Fox , Susanne Röckel
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423134380
  • ISBN-13: 978-3423134385
  • Originaltitel: Poor George
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 614.236 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Paula Fox
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wahrhaftig kein amerikanischer Traum, der sich uns hier präsentiert. George Mecklins Träume sind ohnehin als Lehrer an einer Privatschule in Manhattan vom Schulalltag längst zerrieben worden. Auf den notorisch unzufriedenen, "armen George" (so der Originaltitel) wartet Emma, seine Frau, desillusioniert und unbefriedigt. Die Tristesse, von der das Paar unmerklich eingehüllt wurde, wird widergespiegelt von der beginnenden Unruhe, die sich im ganzen Land breit macht. Verkrustete Strukturen bröckeln, der Vietnamkrieg droht zu kollabieren, Studentenrevolten kündigen sich an. Ein neuer Morgen bricht an, der womöglich zu spät kommt im Leben von George und Emma Mecklin, diesem Ehepaar in mittleren Jahren, das inzwischen nicht einmal mehr weiß, wovon es einst träumte. Bis Ernest auftaucht!

Der umherstreunende Jugendliche, anscheinend bestens vertraut mit sämtlichen Anwesen der Gegend und den Geheimnissen ihrer Bewohner, erweist sich als Finger in der Wunde von Lüge und Verdrängung. Auch im Leben der Mecklins, das im Idyll des ländlichen New York schleichend abhanden gekommen war. Um sie herum tobt gleichermaßen der Niedergang (mit der Nachbarin Martha, einer Alkoholikerin, liefert Fox nur eines von zahlreichen schaurig-schönen Porträts suburbanen Wahnsinns). Der verstockte Ernest, eines Tages von George beim Herumschnüffeln im Haus ertappt, hatte seinen Erzieher gefunden. Emma ist wenig begeistert.

Man ahnt, weshalb der schonungslose Realismus, den Paula Fox bereits in ihrem Erstling von 1967 anschlug, damals kein durchschlagender Erfolg war. Fox' Figuren kleben in einem Morast von Sinnleere und Antriebslosigkeit, klammern sich in längst verdorrten Ehen aneinander, hängen an der Flasche, sind Opfer der Arbeitslosigkeit. Zu Zeiten von Vietnamkrieg und Hurrapatriotismus konnte Amerikas Öffentlichkeit anscheinend nichts weniger brauchen als diese gnadenlos durchgezeichnete, vermüllte und verregnete Schwarz-Weiß-Welt, in der Fox' Personal auf der Suche nach Erfüllung ziellos umherirrt.

Ein Klassiker, fast vergessen, nun rehabilitiert. Der beklemmende Sittenspiegel eines 60er-Jahre-Amerikas wurde, mehr als 30 Jahre nach seiner Entstehung auch von Jonathan Franzen (seit seinen Korrekturen anerkannter Fachmann im Ausloten menschlicher Abgründe) in allerhöchsten Tönen gelobt. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Die amerikanische Schriftstellerin Paula Fox…beschreibt beklemmend und dabei fesselnd zugleich die Geschichte von George, die auch die Geschichte von der Tristesse in den amerikanischen Vorstädten, der Vereinsamung und Perspektivlosigkeit der dort lebenden Menschen und der daraus resultierenden steigenden Bereitschaft zu Gewalt ist.«
Südhessen Woche 15.02.2007

»Distanziert und doch voller Mitleid, entsetzlich traurig und stellenweise urkomisch ist das, geronnen in vollkommen verschrägten Dialogen und in einer Menge seltsamer, seltsam kaltglühender Bilder.«
Elmar Krekeler, Die Welt

»Ein kunstvoller und atmosphärisch dichter Roman. Fox konstatiert die Auflösung von Werten, kritisiert die Vereinsamung in den Großstädten und thematisiert die zunehmende Gewalt im Alltag. Und trotzdem verlieren sich ihre Figuren nicht im Rausch der Oberflächen. Sie durchlaufen ein Schicksal, um zu einer Einsicht zu gelangen. Und was George an Pech widerfährt, läutert den Leser: ein wunderbares Debüt.«
Uta Beiküfner, Financial Times Deutschland

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Paula Fox erzählt von einer trostlosen Ehe. Jeder Zündstoff, der eine Beziehung erhält, ist weggeblasen. Übriggeblieben eine triste Langeweile, ein karges Zusammensein in einem Haus auf dem Lande in der Gegend von New York. Beruflich ist George ausgebrannt, er ist Lehrer in einer Privatschule in Manhattan. Der Roman beginnt mit einer Lehrerkonferenz. George schaut gelangweilt aus dem Fenster. "Die Häuser schienen in einer zähflüssigen grauen Substanz zu schweben. Regnete es?" Zähflüssig und grau, treffender kann man das Leben von George und Emma kaum beschreiben. Ächzende Langeweile an einem freien Wochenende. Sie wollen vereisen, abends vorher steht noch nicht fest, wohin es gehen soll. Sie verknoten sich in Streitereien und fahren nirgendwohin. Dann platzt Emma der Nerv. "Von unten kam plötzlich ein Schrei...>Du bringst mir nie irgendwas mit! Was bin ich? Eine tote Biene?< " Bemerkenswert dass sie sich für diesen Ausbruch entschuldigt " Tut mir leid, ich muß übergeschnappt sein." Diese Szene zeigt offenkundig, wie unglücklich sie an ihre Probleme gekettet sind.

Eines Tages kommt George heim und erwischt einen Eindringling im Haus, Ernest Jenkins, einen in dieser Gegend herumstreunenden Jugendlichen, der zum Zeitvertreib in fremden Häusern herumlungert. Offenbar kein Dieb, sondern einer, der die Schule geschmissen hat, weil er sitzenblieb. Für George ein gefundenes Fressen, sein Pädagogenblut in Wallungen zu bringen, dem Leben noch einen Sinn zu geben. Er bietet an, sein Erzieher zu werden. Ernest kommt oft ins Haus und George lehrt ihn Shakespeare, Trigonometrie und vieles mehr - das alles zum Missfallen seiner Frau. Sie wirft ihn Leichtgläubigkeit vor. Ernest liefert Anlass zum Streit und eines Tages ist ihr Radio verschwunden.

Nur an wenigen Stellen des Romans können wir ahnen, dass die Menschen, von denen Paula Fox erzählt, ein Spiegelbild der amerikan. Gesellschaft der sechziger Jahre darstellen sollen. So verkündet ein Herr großschnäuzerisch auf einer Party "...ich bin hier, um ihnen zu verkünden, daß dieses Land vor die Hunde geht". George's Schwester findet ihr Glück nicht, die Nachbarin ertränkt sich im Alkohol usw. Die Autorin schafft ungeheuer gekonnte Dialoge, sie lässt uns die Menschen hautnah miterleben, nur Ernest bleibt ziemlich undurchsichtig und auf den letzten Seiten kommt die Sache auf den Punkt "Armer George! Ich nehme an, Du hast genauso viele Probleme wie wir alle."

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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
That's life ... 14. Mai 2004
Von F. Martin
Format:Gebundene Ausgabe
Die Autorin Paula Fox wird ja aktuell in den bundesdeutschen Feuilletons als eine Art Wiederentdeckung gefeiert. In Folge dieser durchweg positiven Buchbesprechungen werden auch ältere Romane der amerikanischen Schriftstellerin auf den deutschen Buchmarkt publikumswirksam in Szene gesetzt. Neben dem großartigen Roman „Zeiten des Aufruhrs" von Richard Yates lesen sich die Romane der genannten Autorin tatsächlich als eine Art Vorlage für die Bücher von Jonathan Franzen und Jeffrey Euginedes. Nach der Lektüre des Romans „Was am Ende bleibt" bin auch ich auf Paula Fox positiv aufmerksam geworden. Nun also zu „Pech für Georges": Auch hier wieder der gnadenlose Blick auf amerikanische Kleingeister, die - man konnte das vermuten - in unglücklichen Ehen gefangen, stets nach Größeren streben, naturgemäß aber in ihrer Mittelmäßigkeit verbleiben. Bei dieser Sicht auf die Dinge mag das Leben tatsächlich langweilig erscheinen. Pech für Georges, der auch mit der hilfsbereiten Zuwendung zu einem jugendlichen Outsider letztlich an seiner tristen Lebensmisere nichts ändern kann, sonder ganz im Gegenteil darüber auch noch die Ehefrau und Freunde verliert. Das ist alles ganz banal und ohne große Dramatik in Szene gesetzt. Eben wie das Leben manchmal spielt. Es handelt sich bei dem hier besprochenen Roman sicher nicht um den ganz großen Wurf. Das Buch liest sich eher beiläufig. Interessant vielmehr die Frage, was nach der Lektüre dieses Romans in einem Jahr noch von der Handlung im Gedächtnis der Lesers verbleibt. Vorerst nur drei Sterne. Vielleicht ergänzende Bewertungen in 365 Tagen. Ich bin gespannt und freue mich drauf. Bis dann ...
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