,Single Video Theory' zeigt die inzwischen gesetzten Männer von Pearl Jam bei der Arbeit an ihrem umstrittenen Album ,Yield'. Nicht nur, weil ich gerade diese Platte für eine ihrer besten halte, fand ich dieses ,Nicht-Video' über die Entstehung der darauf enthaltenen Songs interessant und anregend. Viele davon sind in voller Länge und guter Tonqualität zu hören (,Given To Fly', ,All Those Yesterdays', ,Wishlist, ,In Hiding', ,Low Light', ,Evolution'). Schön, wie erfrischend normal und echt die Jungs rüberkommen: Menschen bei der Arbeit. Am Anfang stecken sie ihre Stechkarten ein wie in einer Fabrik, dann arbeiten sie hart, aber sichtlich mit Lust, Humor und Gelassenheit. Während sie spielen, werden immer wieder Bilder aus der Umgebung oder seltsame Motive eingeschoben (wie zerdrückte Insekten, eine Kruzifix-Darstellung etc.). Zwischen den Songs dürfen wir die Diskussionen der Jungs mitverfolgen und zuschauen, wie Jack Irons seine schmerzenden Arme in Eiswasser legt. Jedes Bandmitglied gibt in einem Kurzinterview einen eigenen Kommentar zur Situation der Band ab. Einziger Kritikpunkt: Hier wären Untertitel nicht schlecht gewesen, damit der Hörer sicher sein kann, richtig verstanden zu haben. Ansonsten gibt es an dieser atmosphärischen DVD mit dem typischen Pearl-Jam-Charme nur wenig auszusetzen.
Das ist sicher kein großer Musikfilm, aber ein informatives Dokument für Fans wie mich.