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Pearl Harbor - Wie die amerikanische Regierung den Angriff provozierte und 2476 ihrer Bürger sterben liess
 
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Pearl Harbor - Wie die amerikanische Regierung den Angriff provozierte und 2476 ihrer Bürger sterben liess [Taschenbuch]

Robert B. Stinnett , Karl Heinz Siber
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 566 Seiten
  • Verlag: Zweitausendeins; Auflage: 2. (15. August 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3861506033
  • ISBN-13: 978-3861506034
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 14,8 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 503.031 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Pearl Harbor gilt hierzulande immer noch als heimtückischer Angriff der hinterlistigen Japaner auf ein ahnungsloses Amerika. In den USA hat es immer wieder Zweifel an der Version vom japanischen Überraschungsangriff gegenben.

Die Vermutung beschäftigte mehrere Kongress-Ausschüsse, die wie üblich zu dem Schluss kamen, sie hätten nichts gefunden, was die Vermutungen stützen würde. Der amerikanische Journalist Robert Stinnett, hochdekorierter WK II-Teilnehmer und intimer Kenner der Geheimdienstszene, fragt: "Wusste Roosevelt von dem geplanten Angriff?" Stinnetts klare Antwort: "Eindeutig ja." Mit vielen, meist unveröffentlichten und bisher geheim gehaltenen Dokumenten beweist Stinnett erstmals:

- Die Funkstille, unter der die japanische Angriffsflotte angeblich operierte, war eine Lüge. Stinnett legt 129 Radiotelegramme vor, die sofort entschlüsselt wurden.

- Dass die US-Navy in Pearl Harbor fast ausradiert wurde, ist eine Lüge. Alle modernen Schiffe wurden kurz vor dem 7. Dezember 1941 überraschend aus dem Hafen abkommandiert.

- Dass die japanischen Angreifer ins Nichts verschwanden, ist eine Lüge. Man hätte sie verfolgen und vernichten können, aber das passte nicht ins Drehbuch der Tragödie.

- Wahr ist, dass die US-Regierung zwar ihre besten Schiffe in Sicherheit brachte, aber ohne Vorwarnung 2.476 US-Bürger opferte.

Robert B. Stinnett sichtete 200.000 amtliche Schriftstücke und entdeckte Beweise von brutaler Eindeutigkeit. Die Ergebnisse seiner Recherchen legt Stinnett in einem Werk vor, das jetzt bei Zweitausendeins erstmals auf Deutsch erscheint.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bestechend! 3. März 2006
Von Ein Kunde
Zunächst einmal ist es nicht wahr, dass dieses Buch in Amerika "in Grund und Boden rezensiert" wurde. Vielmehr ist es geradezu logisch, dass es bei den selbsternannten US-"Patrioten" nicht gut ankommen KANN. Und wer bezweifelt, dass es in den USA auch Historiker gibt, die eine durch Stars and Stripes getrübte Brille aufhaben, der soll sich einmal bewusst machen, wie sehr die offizielle Geschichtsschreibung seit Ende des 2. Weltkriegs von den damaligen Siegern bestimmt wird. Folgerichtig kennt die heutige Jugend dies- und jenseits des Atlantiks die "Geschichte" (im doppelten Wortsinn) häufig nur aus Hollywoodfilmen. Dennoch gibt es natürlich auch positive Rezensionen für das Buch, und viele Amerikaner wissen schon viel länger als wir, dass an "Pearl Harbor" etwas oberfaul war.

Bei jedem Verbrechen stellt sich immer die Frage nach dem Motiv und dem Cui Bono - also danach, wer davon letztlich profitiert. Das Motiv liegt klar auf der Hand: Die Regierung Roosevelt wollte in den Krieg eintreten, ihr waren aber die Hände gebunden, weil das amerikanische Volk in seiner großen Mehrheit mit diesem europäisch-asiatischen Krieg nichts zu tun haben wollte. Deshalb hatte man auch im Wahlkampf versprochen, amerikanische Soldaten aus diesen Konflikten herauszuhalten. Die Lage würde sich freilich schlagartig ändern, falls z.B. Japan die USA mit einem Erstschlag angreifen würde. Dieses Konzept ist ja keineswegs neu - letztlich hatte auch Hitler darauf zurückgegriffen, indem er behauptete, es werde "zurückgeschossen". Nur: Roosevelt brauchte schon etwas Handfesteres, denn im Gegensatz zur 1939 kriegsbereiten deutschen Bevölkerung würde der amerikanischen eine schlichte Behauptung dieser Art nicht ausgereicht haben, um ihre isolationistische Haltung aufzugeben. Von den unterschiedlichen Staatsformen einnmal ganz abgesehen.

Das Cui Bono ist auch geklärt, denn die USA gingen aus diesem Krieg als Supermacht hervor, die ihren Einflussbereich enorm ausdehnen konnte. Den Japanern brachte Pearl Harbor letztlich zwei Atombomben ein (meiner Auffasung nach zumindest zum Teil als Racheakt für Pearl Harbor, was die Lügen Roosevelts nur umso schlimmer macht, aber das muss er, wieder meiner Meinung nach, mit seinem jüngsten Richter ausmachen). Wie aber konnte es dazu kommen, dass Japan den US-Stützpunkt angriff und warum waren die Amerikaner scheinbar so ahnungslos? Genau das beschreibt Stinnett nicht nur minutiös, sondern vor allem auch lückenlos und überzeugend. Anhand vieler mittlerweile zugänglicher Akten, die jahrzehntelang unter dem "Streng Vertraulich"-Etikett ruhten, kann er seine Argumente auch mit Originaldokumenten untermauern. Und endgültig überzeugend wird das Ganze spätestens dann, wenn er klarmacht, dass es ihm keineswegs um eine nachträgliche Hinrichtung Roosevelts geht, sondern er dessen Vorgangsweise ganz im Gegenteil sogar gutheißt. Hier will sich keiner rächen oder das Nest beschmutzen. Es geht ihm um die historische Wahrheit. Und die besagt, anders kann man es heute nicht mehr sehen, dass der Angriff provoziert wurde und das Weiße Haus stets über jeden einzelnen Schritt der Japaner informiert war. Somit wurde der Angriff auch zugelassen.

Was uns Lesern dabei klar wird - und das ist meiner Ansicht nach der Hauptgrund für so manche Anfeindung des Buches - ist die frappierende Parallele zum 11. September. Nur dass Letzterer nicht dazu diente, in einen bestehenden Krieg einzutreten, sondern einen ganz neuen vom Zaun zu brechen. Das alles konnte Stinnett noch nicht wissen, als er das Buch schrieb, denn es erschien in den USA bereits 1999. Pearl Harbor und 9/11 sind freilich längst nicht die einzigen Beispiele in der Geschichte, in denen Machthaber oder Mächtige um der Macht oder meist vor allem um des Geldes wegen "eigene Leute" opferten und es anderen in die Schuhe schoben, um das eigene Volk dazu zu bringen, weitere Schandtaten zu legitimieren und zu unterstützen. Und Verschwörungen finden nicht nur statt, sie werden immer dann auch akzeptiert, wenn sie von den "anderen" ausgeheckt wurden, nur nicht von der eigenen Regierung. Siehe die angebliche Verstrickung Syriens in den Hariri-Mord oder die angeblich von Breschnew befohlene Ermordung von Papst Johannes Paul II. Das alles erscheint uns fast logisch, aber Pearl Harbor darf nichts anderes als der "Überraschungsangriff" der Japaner sein und bleiben. Zum Glück gibt es Menschen, die an der Wahrheit interessiert sind, auch 60 Jahre später. Wobei man Stinnetts Ansicht, das Ergebnis würde die Opferung Tausender Amerikaner rechtfertigen, durchaus nachvollziehen kann. Das Motiv war in diesem Fall womöglich sogar zumindest teilweise edel. Aber genau deshalb wäre es so wichtig, auch und gerade um der Opfer Pearl Harbors Willen, der Wahrheit zum Sieg zu verhelfen. Die jetzige Regierung wird aus nachvollziehbaren Gründen nichts dazu beitragen, aber vielleicht wird die nächste so weit sein....
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hervorragende Recherche 1. Oktober 2005
Stinnetts Buch kann sicher als Standardwerk bezeichnet werden. Selbst die New York Times war überrascht von der Sprengkraft der sachlich vorgetragenen und zum großen Teil neuen Rechercheergebnisse.

Fazit: Roosevelt und sein engster Kreis wußten Bescheid. Sie ließen die Japaner gewähren, um die öffentliche Meinung zum notendigen Kriegseintritt zu bewegen.

Was bisher nur als These im Raum stand, wird durch die minutiöse Recherche Stinnetts sicher untermauert.

Der Autor bedankt sich im Buch übrigens bei dem Kongressabgeordneten, der den "Freedom of Information Act" einbrachte (das amerikanische Informationsfreiheitsgesetz), ohne den Stinnett die erschütternden Fakten nicht hätte recherchieren können.

Durchweg empfehlenswert.

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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht umsonst zitiert der Klappentext die Rezension der New York Times: „Dieses lückenlos dokumentierte Buch bringt die letzten angeblichen Tatsachen über Pearl Harbor ins Wanken." Stinnett (selbst Weltkriegsveteran) enthüllt mit seinen überaus sachlichen Recherchen, was zwar viele schon geahnt hatten, bis zum Erscheinen dieses Buches im Jahr 2000 aber nicht beweisen konnten: ein enger Kreis um Präsident Roosevelt war nicht nur konkret vorgewarnt, sondern hatte den Anschlag mit der Umsetzung eines (im Buch abgedruckten) 8-Punkte-Planes gezielt provoziert. Nach 400 Seiten populär geschriebener Analyse sowie einem 100seitigen Anhang mit Belegen erklärt der Autor im Epilog: „Warum war es so schwer, die Wahrheit über Pearl Harbor freizubaggern, dieses ungelöste und beunruhigende Rätsel der amerikanischen Geschichte? Dieses Buch ist sicherlich nicht das Erste, das Fragen zur Strategie Roosevelts in den Monaten vor Pearl Harbor aufwirft. Seit September 1945 haben zahlreiche Autoren und Historiker die Meinung vertreten, Roosevelt habe von dem bevorstehenden Japanischen Angriff gewusst. Was sie nicht wissen konnten - was aber im Mittelpunkt dieses Buches steht - ist, dass lange vor dem 7. Dezember 1941 ein systematischer Plan angelaufen war, dessen krönenden Abschluss der Überfall auf Pearl Harbor bildete. So barbarisch es den Veteranen des Zweiten Weltkriegs und den Familien der Gefallenen erscheinen mag - und ich gehöre selbst diesem Personenkreis an -, so zwingend erscheint mir die Schlussfolgerung, dass der Angriff auf Pearl Harbor, aus der Perspektive des Weißen Hauses gesehen, etwas war, das in Kauf genommen werden musste, um einem noch größeren Übel entgegentreten zu können, nämlich den Nazis, die Europa überrannten und begonnen hatten, einen Völkermord in Gang zu setzen, und die auf dem Sprung nach England standen. (...) Ob es eine kluge und moralisch vertretbare Entscheidung war, Japan zu einem blutigen und schrecklichen Krieg zu provozieren, der letzten Endes Millionen von Menschenleben kostete, darüber werden anständige Leute aus allen politischen Lagern noch viele Jahre streiten."
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